Coming-of-age trifft auf Horror. Stephen Kings "Carrie" wurde als Serie neu verfilmt. Wer nach dem Serienfinale nicht genug hat, findet auch anderswo Stoff. Carrie White (Summer H. Howell) hat ihr Leben bisher abgeschottet bei ihrer dominanten, streng kontrollierenden Mutter (Samantha Sloyan) verbracht. Als sie auf eine öffentliche Highschool wechselt, kommen zudem Druck und Mobbing von Mitschülern hinzu. Und dann tauchen bei Carrie auch noch telekinetische Fähigkeiten auf. "Carrie" wurde von Horror-Experte Mike Flanagan inszeniert. Grundlage ist das gleichnamige Buch des Amerikaners Stephen King von 1974. Nach drei Film-Versionen von "Carrie" ist Flanagans Adaption die erste Serie. Alle acht Folgen gibt es derzeit bei Prime Video im Abo. Während die erste Staffel das ganze Buch adaptiert und für sich steht, schließt Mike Flanagan im Interview mit dem Entertainment-Magazin "People" nicht aus, dass es mit "Carrie" weitergeht. Wer bis dahin auf der Suche nach ähnlichem Serienstoff ist, findet ihn in diesen vier Serien. "I Am Not Okay with This" auf Netflix Sydney Novak (Sophia Lillis) ist 17 und trauert ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters noch immer um ihn. Zu Hause gibt es Spannungen, in der Schule bleibt sie eine Außenseiterin und dann verliebt sie sich auch noch in ihre beste Freundin Dina (Sofia Bryant). Als wäre das nicht genug, entwickelt sie plötzlich telekinetische Kräfte, die sie kaum kontrollieren kann. Die Serie basiert auf der Graphic Novel von Charles Forsman. Sie hat eine Staffel mit sieben Folgen. "I Am Not Okay with This" ist auf Netflix im Abo enthalten. Für "Carrie"-Fans ist die Serie spannend, weil sie dasselbe Grundmuster mit einer neuen Heldin erzählt: eine einsame Jugendliche, deren übernatürliche Kräfte mit Wut und Trauma verknüpft sind. Bei der internationalen Filmdatenbank "IMDb" hat die Serie 7,5 von 10 Sternen. Beim Bewertungsportal "Rotten Tomatoes" kommt sie auf 86 Prozent bei den Kritikern und 86 Prozent beim Publikum. "Yellowjackets" auf Paramount+ Eine Highschool-Fußballmannschaft aus Mädchen überlebt einen Flugzeugabsturz mitten in der Wildnis von Ontario. Die Serie erzählt auf zwei Zeitebenen, wie aus dem Team verfeindete Gruppen werden, die ums nackte Überleben kämpfen, und was 25 Jahre später aus den Überlebenden geworden ist. Die Serie vermischt Survival, Horror, übernatürliche Andeutungen und Coming-of-age. Aktuell sind drei Staffeln bei Paramount+ im Abo verfügbar. Die vierte und letzte Staffel kommt im November 2026. Auch bei "Yellowjackets" stehen junge Frauen im Mittelpunkt, deren Beziehungen zueinander unter Gruppendruck, Demütigung und Gewalt eskalieren. Wie bei "Carrie" bleibt offen, wie viel davon übernatürlich ist. Bei der internationalen Filmdatenbank "IMDb" steht "Yellowjackets" bei 7,7 von 10 Sternen. Beim Bewertungsportal "Rotten Tomatoes" liegt die Serie bei 92 Prozent bei den Kritikern und 65 Prozent beim Publikum. "Es: Welcome to Derry" auf Wow "Es: Welcome to Derry" ist die Prequel-Serie zu den beiden "ES"-Kinofilmen basierend auf Stephen Kings gleichnamigem Roman. Die erste Staffel spielt 1962 in der Kleinstadt Derry, wo der Clown Pennywise erstmals erwacht. Als ein Mitschüler spurlos verschwindet, schließen die vier Außenseiter Teddy, Phil, Lilly und Ronnie einen Pakt, um herauszufinden, warum in Derry immer wieder Kinder verschwinden. Die erste Staffel hat acht Episoden und ist bei Wow im Abo verfügbar. HBO hat im August 2026 eine zweite Staffel bestellt, die 1935 spielen wird. Wann sie erscheint, ist noch nicht klar. Für "Carrie"-Fans ist die Serie interessant, weil sie ebenfalls aus Stephen Kings Feder stammt. Auch hier stehen wieder Jugendliche am Rand der Gesellschaft im Handlungsmittelpunkt, die in einer Kleinstadt allein gelassen werden. Wie in "Carrie" ist das Monströse hier nicht das einzige Grauen, denn auch die Erwachsenen und die Gemeinschaft tragen zur Bedrohung bei. Bei der internationalen Filmdatenbank "IMDb" liegt "Es: Welcome to Derry" bei 7,9 von 10 Sternen; beim Bewertungsportal "Rotten Tomatoes" bei 81 Prozent bei den Kritikern und 82 Prozent beim Publikum. "Spuk in Hill House" auf Netflix Die fünf Crain-Geschwister wachsen als Kinder in einem der berüchtigtsten Spukhäuser der USA auf. Als Erwachsene müssen sie sich den Geistern und den schrecklichen Ereignissen ihrer Vergangenheit stellen. "Spuk in Hill House" ist eine Horrorserie von Mike Flanagan, der auch "Carrie" inszenierte. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman der Amerikanerin Shirley Jacksons von 1959. "Hill House" ist als Miniserie angelegt und hat insgesamt zehn Folgen, die bei Netflix im Abo verfügbar sind. Die Serie war der Auftakt der "Spuk"-Anthologie, auf die später "Spuk in Bly Manor", ebenfalls bei Netflix, folgte. Serienschöpfer Mike Flanagan hat sich mit Serien und Filmen im Horrorgenre einen Namen gemacht. "Spuk in Hill House" ist dabei seine am besten bewertete Serie bei der internationalen Filmdatenbank "IMDb" mit 8,5 von 10 Sternen. Auch inhaltlich gibt es Parallelen zwischen "Carrie" und "Spuk in Hill House". Denn auch "Hill House" nutzt das Übernatürliche als Metapher für Trauma, Schuld und Trauer. Beim Bewertungsportal "Rotten Tomatoes" kommt die Serie auf 93 Prozent bei den Kritikern und 91 Prozent beim Publikum.