Influenza-Fälle: Landesamt: Etwas mehr Grippefälle als im Vorjahreszeitraum
Seit einigen Wochen läuft auch in Bayern die Grippesaison – was einige schon zu spüren bekommen haben. So bewertet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die Lage.
In Bayern sind den Behörden in den ersten drei Wochen der Grippesaison mehr Influenzafälle gemeldet worden als im gleichen Zeitraum 2025. Die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle im Freistaat habe am 19. Oktober bei 509 Fällen gelegen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. In den ersten drei Wochen der vergangenen Grippesaison seien nur 359 Fälle gemeldet worden.
Insgesamt lägen die Zahlen der gemeldeten Fälle damit aber auf einem niedrigen Niveau, teilte ein Sprecher der Behörde mit. So werde zum Beispiel in den Daten aus dem Bayerischen Abwassermonitoring „für Influenza A und Influenza B eine sehr niedrige Virusaktivität“ verzeichnet.
Fieber, Schmerzen und Husten – aber nicht bei allen
Eine Influenza-Erkrankung macht sich laut Robert Koch-Institut oft durch plötzliches Fieber sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen bemerkbar. Häufig kommt etwas später ein trockener Reizhusten dazu. Als Faustregel gilt demnach: Etwa ein Drittel der Infizierten erkrankt mit diesen Symptomen, ein Drittel fühlt sich ähnlich wie bei einer Erkältung und ein Drittel entwickelt gar keine Symptome. Ein vollständiges Bild der tatsächlichen Infektionen können die von den Gesundheitsämtern in Städten und Landkreisen ans LGL gemeldeten Fälle daher nicht geben.
Regional gebe es in Bayern bei den Fallzahlen zwar Unterschiede, diese seien aber bei noch vergleichsweise wenigen gemeldeten Erkrankungen zu Saisonbeginn nicht ungewöhnlich, teilte der Sprecher mit. Der höchste Wert sei zuletzt in Oberbayern mit 2,4 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohnern registriert worden, gefolgt von der Oberpfalz mit einer Inzidenz von 1,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern.
