Großverdiener des Fußballs: Große Egos, dicke Geldbeutel
Zwei Legenden des Fußballs bleiben die unangefochtenen Top-Verdiener des Jahres. Doch die junge Generation holt rasant auf – sowohl auf dem Platz als auch beim Kontostand.
Sie liefern sich nicht nur auf dem Platz einen Konkurrenzkampf, sondern auch beim Verdienst: Die ewige Rivalität zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi führt sich auch im „Forbes“-Ranking der bestverdienenden Fußballer des Jahres fort. Doch hier ist der Gewinner klar definiert.
Zum vierten Mal in Folge und zum zwölften Mal innerhalb der vergangenen 13 Jahre sind Ronaldo und Messi die beiden bestbezahlten Fußballspieler der Welt. Laut Schätzungen von „Forbes“ soll Ronaldo in dieser Saison mehr als 260 Millionen Euro verdient haben, sein Erzfeind Messi landet mit einem geschätzten Verdienst von 128 Millionen Euro an Position zwei. Die beiden werden wohl nach ihrem baldigen Karriereende nicht am Hungertuch zu nagen haben.
Die Jungen bieten den Legenden auf dem Platz die Stirn
Doch dieser Sommer markierte auch einen Generationswechsel auf dem Fußballplatz. Junge Spieler wie Lamine Yamal, Erling Haaland und Jude Bellingham dominieren nun auch das Ranking der Großverdiener im internationalen Fußball. Sie haben zwar noch einen weiten Weg vor sich, um den Fußball-Legenden Ronaldo und Messi finanziell das Wasser zu reichen, aber sie können bereits zweistellige Millionenbeträge im Jahr durch ihre Top-Leistung auf dem Platz und lukrative Werbedeals generieren.
Auf Platz drei findet sich Frankreichs Top-Star Kylian Mbappé mit geschätzten 88 Millionen Euro. Bereits 2022 hatte er kurzzeitig Platz eins erreicht – dank einer enormen Vertragsprämie, die er für die Verlängerung seines Vertrags bei Paris Saint-Germain erhielt. Mittlerweile spielt er aber für den spanischen Top-Verein Real Madrid.
Der Hauptgrund für den leichten Rückgang ist der einzige Spieler, der aus der letztjährigen Top-Ten ausgeschieden ist: Karim Benzema. Er verdiente im vergangenen Jahr geschätzte 92 Millionen Euro. Seinen Platz in den Top-Ten nimmt in diesem Jahr Harry Kane vom FC Bayern München ein. Mit geschätzten 39 Millionen Euro schafft es der Stürmer erstmals seit 2023 wieder in die Rangliste. Durch Benzemas Ausscheiden sind nur noch zwei Spieler aus der saudi-arabischen Pro League in der Liste vertreten: Ronaldo und sein Teamkollege Sadio Mané von Al-Nassr. Der Senegalese Sadio Mané belegt mit geschätzten 48 Millionen Euro Platz sieben.
Gleichzeitig wird dadurch Platz in den Top Five für Real Madrids Stürmer Vinícius Júnior frei. Er steht dort neben Mbappé und Erling Haaland, dem Stürmer von Manchester City, der in diesem Sommer zum Publikumsliebling wurde, als er Norwegen bis ins WM-Viertelfinale führte.
Ein junger Stürmer könnte sie alle übertreffen
Doch einer könnte noch alle überholen: Der 19-Jährige Lamine Yamal ist ein Ausnahmetalent. In dieser Saison soll er beim FC Barcelona rund 48 Millionen Euro verdienen. Mit ihm, Mbappé, Vinícius sowie Jude Bellingham haben es vier Spieler der spanischen La Liga in das Ranking geschafft.
Mit Bellingham und Kane, die England gemeinsam zu Platz drei bei der Weltmeisterschaft führten, stehen erstmals seit 2018 wieder zwei Spieler aus Großbritannien in den Top-Ten.
Da jedoch weder Bellingham noch Kane für einen Verein in ihrem Heimatland spielen, gibt es in der diesjährigen Rangliste erstmals seit 2005 – dem Jahr, in dem „Forbes“ seine erste Top-Ten der bestverdienenden Fußballer veröffentlichte – nicht mehrere Spieler aus der Premier League.
Durch Mohamed Salahs Wechsel vom FC Liverpool zum türkischen Verein Trabzonspor im Sommer bleibt Haaland als einziger Vertreter der englischen Premier League in der Rangliste.
Die genannten Einnahmen verstehen sich vor Steuern und Beraterhonoraren. Bei diesen hohen Summe würde sich das deutsche Finanzamt auf jeden Fall die Hände reiben.
