Verkehrsunfälle: Reflektierende Pfähle erleichtern Suche nach Wildunfällen
Was leuchtet denn da am Straßenrand? Mit Markierungspfählen soll nach einem Wildunfall die Suche nach verletztem Wild erleichtert werden. Warum auch die schnelle Bergung toter Tiere wichtig ist.
Wildunfälle werden von der Polizei in Südhessen schon seit einigen Jahren mit reflektierenden, weiß-roten kleinen Pfählen am Straßenrand markiert. Damit soll dem örtlichen Jäger die Suche nach dem verletzten oder verendeten Tier erleichtert werden. Damit das System funktioniert, müssen die Zeichen nach der Bergung oder Suche schnellstmöglich zur Polizei zurückgebracht werden, appelliert der hessische Landesjagdverband an die Jagdpächter. Dies sei jetzt besonders wichtig, da die wildunfallreichen Herbstmonate vor der Tür stehen.
Nach der Unfallaufnahme steckt die Polizei das Wildunfallzeichen (kurz „Wuz“) dort in den Fahrbahnrand, wo sich der Zusammenstoß mutmaßlich ereignet hat. „Wuz 2.0“ ist mit einer stark reflektierenden Folie ausgestattet und dadurch auch bei Dunkelheit aus rund 300 Metern zu erkennen. Ein Pfeil auf der Oberseite weist auf die vermutete Fluchtrichtung des Tieres hin, wie der Jagdverband erläutert.
„Je genauer wir den Unfallort kennen, desto schneller kann eine fachgerechte Nachsuche beginnen und desto eher kann ein verletztes Wildtier von unnötigem Leid erlöst werden“, erklärte Bernd Widmaier vom Landesjagdverband. Die weithin sichtbare Markierung hilft auch, tote Tiere schneller zu bergen. Das senke das Risiko von Folgeunfällen, erläuterte der Verband. „Tierkörper in Straßennähe locken Füchse und Wildschweine an und begünstigen so neuen Wildwechsel unmittelbar an der Fahrbahn.“
