Game on!: Fehlwurf oder Volltreffer? Fünf elektronische Dartscheiben im Test
Elektronische Dartscheibe Test: Sie bringen großen Spaß in die Wohnung oder den Hobbykeller. Damit der Kauf ein Volltreffer wird, hat der stern fünf beliebte Modelle getestet.
Aus der Kneipe ins Rampenlicht. Darts erlebte in den vergangenen Jahren einen erstaunlichen Boom. Die Darts haben die große Bühne erobert. Wenn die Topstars um Luke Littler und Luke Humphries bei den großen Turnieren das Maximum jagen, fiebern mittlerweile auch in Deutschland viele Menschen vor dem Fernseher mit. Und immer mehr spielen auch selbst. Am einfachsten geht das mit einer elektronischen Dartscheibe. Die ist in der Regel schnell montiert und nimmt Einsteigern das anfangs etwas knifflige Zählen der Punkte ab. Welche elektronische Dartscheibe das beste Gesamtpaket hat, erfahren Sie im stern Vergleichstest fünf beliebter Modelle.
Diese elektronischen Dartscheiben haben wir getestet
- Karella CB-Smartzum Shop
- Kings DartSmart Dartboard A1zum Shop
- Winmau Ton Machine Prozum Shop
- Kesser E-Dartboardzum Shop
- DartProzum Shop
Diese Modelle sind auch einen Blick wert
Folgende elektronische Dartscheiben haben wir nicht getestet: Während unserer Recherche kamen uns diese Modelle aber immer wieder unter, sodass wir sie ebenfalls in diesen Test integriert und ihre Spezifikationen in der Vergleichstabelle „Elektronische Dartscheiben“ zusammengetragen haben.
- GranBoard Dash Bluezum Shop
- Turnartzum Shop
- WIN.MAXzum Shop
- Best Sporting Coventryzum Shop
- Karella CB-50zum Shop
Testergebnis: Dieses Modell war Liebe auf den ersten Wurf
Wirklich enttäuscht hat uns keine der fünf elektronischen Dartscheiben, die wir mit mehr als 2.000 Softdarts malträtiert haben. Dennoch fiel es uns nach der Wurfsession nicht schwer, einen Testsieger zu küren. Das CB-Smart von Karella ließ sich nicht nur spielend leicht per EasyFix an die Wand bringen. Die mitgelieferten Darts konnten ebenso überzeugen wie die smarte Anbindung an die SDB-App. Und das Wichtigste: Mit einer Treffererkennungsquote von perfekten 100 Prozent und den wenigsten Abprallern ließ das CB-Smart die anderen Test-Dartscheiben auch im Spiel hinter sich. Im Rennen um den Preis-Leistungs-Tipp setzte sich das „Dartwold A1“ von Kings Dart mit einer Softdartspitze Vorsprung durch. Entscheidend war aus unserer Sicht neben der moderaten Lautstärke, das umfassende Zubehör sowie die reibungslose App‑Anbindung.
Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.
Vergleichstabelle elektronische Dartscheiben
** Das Gerät von Karella wurde uns vom Hersteller kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt
So haben wir die Produkte ausgewählt
Elektronische Dartscheiben sind ein Nischenprodukt. Die Auswahl ist begrenzt. Dennoch haben wir uns einige Kriterien überlegt, um fünf geeignete Testkandidaten zu finden.
- Hersteller: In die engere Auswahl für den Test kamen zunächst Hersteller, die in der Darts-Community einen Namen haben und auf Erfahrung in diesem Bereich verweisen können.
- Verfügbarkeit: Alle getesteten und vorgestellten elektronischen Dartscheiben sind regulär im Handel erhältlich – online und teilweise im Fachhandel (zum Beispiel in Sportgeschäften) – und damit für die meisten Nutzer zugänglich.
- Technik/Ausstattung: Getestet wurden ausschließlich elektronische Dartscheiben, die per Kabel, aber auch mit Batterien betrieben werden können. Wichtig war uns zudem, dass Käuferinnen und Käufer direkt mit dem Spiel starten können. Mindestens zwei Softdart-Sets sollten in jedem Testprodukt enthalten sein.
- Zielgruppe: Hier haben wir darauf geachtet, dass die Scheiben nicht nur für Fortgeschrittene, sondern auch für Einsteiger, Familien und Kinder geeignet sind. Daher haben wir uns für einen Mix verschiedener Boards entschieden.
So haben wir die elektronischen Dartscheiben getestet
Kurz, schmerzlos und wie gewohnt fischten wir zunächst alle Teile aus den Kartons. Abzüge gab es, wenn keine Darts im Lieferumfang waren. Zudem schauten wir uns Kabel, Netzteil und die Anschlüsse an der Scheibe an. Und weil der erste Eindruck meist der wichtigste ist, verschafften wir uns genau den und achteten dabei vor allem auf Ecken und Kanten, das Gewicht und das Display.
Im zweiten Schritt montierten wir die fünf elektronischen Dartscheiben laut Anleitung an einer OSP-Platte, die wir zuvor an eine Wand geschraubt hatten. Für uns entscheidend: Ist die Anleitung nachvollziehbar? Welche Hilfsmittel sind nötig, um die Scheibe in der korrekten Höhe zu montieren, und vor allem: Wie fest und sicher hängt das Board an der Wand? Weil die mitgelieferten Kabel nicht bis zur nächsten Steckdose reichten, fütterten wir alle Boards mit Batterien, die diese Option bieten.
Bevor der Test der fünf elektronischen Dartscheiben richtig spannend wurde, schauten wir uns an, wie intuitiv und zügig das Spiel, die Spieleranzahl und weitere Details über die Tasten am Display eingestellt werden können.
Game on! Im Hauptteil unseres Tests sollten die Dartscheiben zeigen, wie zuverlässig sie die Treffer in den 82 verschiedenen Segmenten und Ringen erkennen. Dafür musste der Tester auf jeder Scheibe acht Felder (Single 20, Double 20, Triple 20, Single 5, Double 5, Triple 5, Bull, Bullseye) jeweils zehn Mal treffen und notieren, ob die Darts stecken bleiben und der Wert des getroffenen Feldes korrekt angezeigt und gezählt wird. In einem freien Spiel warfen wir danach noch 100 Darts auf die Scheibe und notierten ebenfalls korrekt gezählte Treffer, Abpraller und nicht erkannte Pfeile. Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, nutzten wir in jedem Praxistest dieselben 14 Gramm leichten Softdarts von Karella.
Für die Gesamtnote vergab der Tester Noten für die folgenden sieben Kriterien. In Klammern unsere Gewichtung für die Gesamtnote:
- Montage und Verarbeitung (5 %)
- Segmentqualität (20 %)
- Treffererkennung (30 %)
- Dartaufnahme/Bouncer (15 %)
- Bedienung und Anzeige (15 %)
- Lautstärke beim Dartaufprall (5 %)
- Ausstattung und Spielumfang (10 %)
Worauf Sie beim Dartscheibe aufhängen achten sollten und was Sie dafür brauchen.
1. Unser Testsieger: Karella CB-Smart
Karella gehört zu den bekanntesten Herstellern von Dartscheiben. Neben den klassischen Sisal-Boards hat die Eigenmarke der Winsport GmbH auch elektronische Dartscheiben im Sortiment. Darunter die CB-Smart, die mit einer App auf dem Smartphone gekoppelt werden kann. Ob diese Liaison so smart funktioniert, wie der Name verspricht, wie leicht die Montage von der Hand geht und ob die Treffererkennung tadellos klappt, wollten wir im Test herausfinden.
Unboxing und Montage: Aus der Verpackung holen wir neben dem Board eine dünne Anleitung, sowie ein USB-C-Kabel und einen Beutel mit Darts. Bei der Montage entscheiden wir uns für die flexible EasyFix‑Option. Hierfür wird eine Kunststoffplatte mit vier kleinen Schrauben an einer Wand befestigt – in unserem Fall an einer 18 Millimeter starken und 70 × 70 Zentimeter großen OSP-3-Platte, die wir zuvor an die Wand geschraubt haben. Aufpassen: Die Schrauben hat Karella in der Tüte mit den Darts und Dartspitzen versteckt. Wichtig: Ein Loch in der Mitte der EasyFix-Platte hilft beim Montieren in der dem Regelwerk entsprechenden Höhe von 173 Zentimetern. Ist die Platte sicher fixiert, wird das Bord von oben eingehängt. Alternativ kann das CB Smart auch direkt mit einem Haken an die Wand gebracht werden.
Zum Lieferumfang gehören zwei Sets Darts (14 Gramm je Dart) mit Karella-Flights in verschiedenen Designs. Die 30 Ersatzspitzen reichen für den Anfang. Unserem Testpaket lag zudem ein Schaft zum Austauschen bei. Dazu gibt's ein USB-C-auf-USB-A-Kabel. Ein Netzteil liefert Karella nicht mit. Das Kabel ist zwei Meter lang. Führt man es senkrecht von der Scheibe nach unten, bleibt nicht viel Spielraum zur Steckdose. In unserem Test half ein längeres USB-C-Kabel.
Verarbeitung und erster Eindruck: Die Karella CB-Smart ist makellos verarbeitet. Kurz gehakt hat es lediglich beim Öffnen und Verschließen des Batteriefachs auf der Rückseite. Wer eine Steckdose in unmittelbarer Nähe hat, muss sich damit aber nicht beschäftigen. Die roten und blauen Segmente, die Zahlen und das Gehäuse machen einen hochwertigen Eindruck. Von den ersten 30 Darts, die auf die Scheibe fliegen, prallt kein einziger ab. Beim Herausziehen der Pfeile müssen sich Steeldart-Spieler etwas umstellen. Beste Taktik, auch für Einsteiger: Dart am Barrel greifen, etwas nach rechts drehen und aus dem Board ziehen.
Spielvorbereitung und Spiel: Die Karella CB-Smart kann klassisch über ein kleines Display oder via Bluetooth-Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet bespielt werden. Für die erste Variante müssen wir uns mit vier Tasten durch das Menü wühlen. Die Anleitung ist dabei weniger hilfreich, weil einige Abkürzungen, die wir nicht deuten können, dort gar nicht auftauchen. Die beliebte 1-Spieler-Variante X01 finden wir aber schnell.
Begrüßt werden wir mit der Ansage „Throw the darts!“. Dann legen wir los. Die ersten 100 Darts sind schnell geworfen und der Automat zählt fleißig und richtig mit. Fehlwürfe auf den Außenbereich der Scheibe und sogenannte Bouncer, die von den Segmentbegrenzungen abprallen, erkennt die CB Smart zuverlässig über einen eingebauten Sensor. Deutlich spannender ist das Spiel, das von der App SDBPlay 2 begleitet wird. Die gibt's kostenlos für iOS und Android in den entsprechenden Stores. Die App erkennt das Dartboard nach wenigen Sekunden. Die Spieler- und Spielauswahl ist intuitiv und das Spiel um Längen unterhaltsamer. Die App erkennt Treffer wie Fehlwürfe, zeigt den aktuellen 3-Dart-Average an und hilft mit Check-out-Optionen. Sogar Matches gegen andere Dartspieler mit der App sind möglich.
Während des Tests werfen drei Spieler (acht, elf und 47 Jahre) auf das Board. Mehrere hundert Darts fliegen Richtung Scheibe. Dabei bricht nicht eine einzige Spitze ab. Beim erwachsenen Tester blieben die Darts sicher in den Segmenten stecken. Wurfen die Nachwuchsspieler, reichte vereinzelt die Wucht nicht. Die Darts prallten ab und landeten auf dem Teppich unter dem Board – gezählt wurden die erzielten Punkte aber trotzdem. 100 Prozent Treffererkennung sprechen für sich. Nur zwei von 100 geworfenen Darts notierten wir als Bouncer. Der beste Wert im stern Elektronische Dartscheibe Test.
➕ Vorteile:
- App-Anbindung
- EasyFix-Montage möglich
- 100 % Treffererkennungsquote
- Geringe Bouncer-Quote
➖ Nachteile:
- kein Netzteil, kurzes Kabel
- für Einsteiger nur bedingt geeignet
- hohes Investment
Noten
- Montage und Verarbeitung: 1
- Segmentqualität: 1
- Treffererkennung: 1
- Dartaufnahme/Bouncer: 1,3
- Bedienung und Anzeige: 2,3
- Lautstärke beim Dartaufprall: 2
- Ausstattung und Spielumfang: 2
- Gesamtnote: 1,4
2. Der Preis-Leistungs-Tipp: Kings Dart „Dartworld A1“
Hinter der königlichen Wortmarke „Kings Dart“ steckt die Essener Automaten-Hoffmann GmbH, die unter anderem elektronische Dartscheiben im Sortiment hat und ihre Produkte über den Sporthändler Sport-Thieme vertreibt. Wir haben eins der Premium-Boards von Kings Dart, das einzige ohne Display am Gehäuse, getestet.
Unboxing und Montage: Die zweite smarte elektronische Dartscheibe in diesem Test wird sicher verpackt in einem großzügigen Karton geliefert. Beim Auspacken sind wir positiv überrascht. Neben dem Board bekommen wir, wie gewohnt, zwei komplette Dartsets. Dazu setzt auch King Dart auf die praktische EasyFix-Montage und liefert das entsprechende Zubehör. Als Extra gibt es ein Maßband sowie ein Oche (auf Deutsch: Abwurflinie) von SDB. Für den Fall, dass die Kunststoffspitzen abbrechen, zählen wir 25, statt der angekündigten 30 Ersatzspitzen.
Ein Kabel oder Netzteil suchen wir vergebens. Die „Dartworld A1“ kann ausschließlich mit 2 AA-Batterien betrieben werden.
Dank EasyFix hängt das Board binnen zwei Minuten in der korrekten Höhe an der Wand. Das System ist standardisiert, sodass wir die Bohrungen der Karella CB Smart nutzen konnten. Im Vergleich zur anderen smarten Scheibe im Test, hängt die „Dartworld A1“ sogar noch etwas stabiler an der Wand. Selbst ohne Abstandshalter sitzt sie sicher in der EasyFix‑Aufnahme. Auch die optionalen Löcher für weitere Schrauben sind aus unserer Sicht nicht notwendig.
Verarbeitung und erster Eindruck: Optisch haben wir an dieser Scheibe nichts auszusetzen. Statt des klassischen Rot und Grün kommen bei King Dart die Doppel- und Triple-Felder sowie das BullsEye in den Farben Rot und Grau. Bei der Größe der Segmente liegt King Dart zwischen Karella und Winmau. Insgesamt wirkt das Kings Dart „Dartworld A1“ sehr clean und schnörkellos. Sowohl die LED-Bluetooth-Anzeige als auch das Batteriefach und der Power-Button wurden geschickt in die Scheibe integriert. Zudem kommt sie komplett ohne Display aus, weil King Dart allein aufs Spielen mit der SDBPlay-App setzt.
Spielvorbereitung und Spiel: Bei keiner anderen elektronischen Dartscheibe im Test fliegt der erste Dart so schnell aufs Board wie hier. Batterien einlegen, App starten, fertig. App und Board fanden sich im Test binnen Sekunden. Danach musste noch das Spiel ausgewählt werden. Wer keine Lust auf einen Caller hat, ist bei King Dart genau richtig. Das Board selbst liefert keinen Ton. Auch hier kann optional die App genutzt werden, um den Spielstand nicht nur optisch, sondern auch akustisch zu erfahren. Die App SDBPlay 2 erkannte auch hier zuverlässig mehr als 97 Prozent der Treffer. Nur fünf der 180 Darts, die in den Zielfeldern 20, 5 und BullsEye landeten, prallten vom Board ab und fielen auf den Boden. Gezählt wurden die Bouncer aber trotzdem korrekt. Die Abprallerquote von knapp drei Prozent ist ein guter Wert.
Insgesamt wirkte die Trefferlautstärke auf uns dezenter als etwa bei den Dartscheiben von Karella und Winmau. Das bestätigte auch unsere Messung per Smartphone-App. Dafür steckten moderat druckvoll geworfene Darts teils sehr fest in den Segmenten. Wer das Board dauerhaft nutzen und an einem Ort belassen möchte, sollte aus unserer Sicht sämtliche Befestigungsoptionen nutzen, um das Board nicht aus Versehen von der Wand zu reißen.
➕ Vorteile:
- App-Anbindung
- EasyFix-Montage möglich
- geringes Gewicht
- üppiger Lieferumfang
➖ Nachteile:
- keine Treffererkennung im Randbereich
- nur im Batteriebetrieb spielbar
Noten
- Montage und Verarbeitung: 1
- Segmentqualität: 2
- Treffererkennung: 1,8
- Dartaufnahme/Bouncer: 2
- Bedienung und Anzeige: keine Note
- Lautstärke beim Dartaufprall: 1
- Ausstattung und Spielumfang: 1
- Gesamtnote: 1,7
3. Für Groß und Klein: Winmau Ton Machine Pro
Wer schon einmal Steeldarts zwischen den Fingern hatte, wird sehr sicher längst auf ein Board der Marke Winmau gezielt und geworfen haben. Die Briten bezeichnen sich selbst als weltweit größten Hersteller von Dartboards und Steeldarts. Auch im E-Darts-Segment mischt Winmau mittlerweile mit. Wie konkurrenzfähig die Ton Machine Pro in diesem Bereich ist, sollte der Test zeigen.
Unboxing und Montage: Auch das Winmau-Board steckt in einem schmalen Karton und ist unnötigerweise zusätzlich in eine Plastiktüte gehüllt. Dazu kommen ein Standard-Netzteil mit einem 180 Zentimeter langen Kabel und eine weitere Tüte mit Wurf- und Montagematerial. Hier beweist Winmau Mut zur Lücke, denn mehr als zwei kurze Schräubchen mit dem passenden Dübel ist fürs Anbringen an der Wand nicht vorgesehen. Sparsam fällt auch die Anleitung aus, die offenbar von einer KI ins Deutsche übersetzt wurde. Eher auf Verdacht drehen wir die beiden Schrauben in die OSP-Platte und hängen das Board wie beschrieben ein. Weil die Scheibe so montiert noch mächtig wackelt, nutzen wir die zusätzlichen Löcher und fixieren das Board von vorn mit zwei weiteren Schrauben.
Wie bei Karella gehören zwei Sets Darts zum Lieferumfang. Zusammengebaut wiegt jeder Pfeil etwa elf Gramm, was auf ein reines Hobby-Dartset hindeutet. Etwas knauserig ist Winmau bei den Ersatzspitzen. Nur acht Stück und einen Schaft werden mitgeliefert. Wie beim Board von Karella ist fürs erste Spiel eine Steckdose in der Nähe hilfreich – es sei denn, man weicht, wie wir im Test, auf Batterien aus. Wem das zu teuer ist, der kann mit einem Verlängerungskabel das Kaufen der AA-Batterien umgehen.
Verarbeitung und erster Eindruck: Die Winmau Ton Machine Pro ist sauber verarbeitet. Vor allem an der Front fallen uns die durchweg abgerundeten Kanten auf. Die Segmente sind flexibler gelagert als beim Karella CB Smart. Wie sich das aufs Spiel auswirkt, klären wir später. Was direkt ins Auge fällt, sind die großflächigen Doppel- und Triplefelder auf der Scheibe. Auch das Bullseye ist deutlich größer als bei der Turnierscheibe von Karella. Unser erstes Gefühl: Die Winmau ist eine gute Scheibe für kleine und große Einsteiger sowie Partys. Schön finden wir die Option, die beiden Dartsets rechts und links in die Scheibe zu stecken, wenn gerade nicht gespielt wird.
Spielvorbereitung und Spiel: Da die Pro Machine keine Smart-Anbindung hat, spielen wir im Test über das acht mal fünf Zentimeter große, zweifarbige Display. Mangels Steckdose entscheiden wir uns für die kabellose Variante und legen vier AA-Batterien ins Fach auf der Rückseite. Mit dem klassischen (und auf die Dauer eher nervigen) Sound begrüßt uns das Gerät. Schön: Der Ton kann komplett ausgeschaltet werden. Wer Klassiker wie 301 oder 501 spielen möchte, kommt recht intuitiv ans Ziel und kann zügig loslegen. Für die anderen fast 90 Spielvarianten hilft ein Blick in die Anleitung, wobei Killer & Co. rechts und links des Displays mit ihren Nummern gelistet sind und über die Game-Taste gewählt werden können.
Mit der perfekten Treffererkennungsquote von 100 Prozent lag das Winmau-Board auf Augenhöhe mit der Karella-Scheibe. Nicht ein Dart entging dem System oder wurde falsch gezählt. Im Test auf die Segmente 5, 20 und Bull prallte nur ein Dart vom Board. Im zweiten Teil warf die Ton Machine weitere vier Pfeile ab, die zuvor im anvisierten Segment auftrafen. Die Bouncer-Quote von knapp drei Prozent ist für die Zielgruppe dieser elektronischen Dartscheibe absolut in Ordnung. Nichts zu meckern gibt es auch beim Display. Die LED-Anzeige ist aus knapp drei Metern Entfernung super lesbar. Dass es keine Tipps für den Check-out gibt, ist für Hobbydarter verschmerzbar. Wer darauf Wert legt, kann parallel mit einer App die erzielten Punkte zählen. Mit mehr als 90 dB beim Auftreffen des Darts messen wir per dB-Meter-App einen der höchsten Werte. Wer einen Hobbykeller hat, ist hier aus unserer Sicht im Vorteil.
➕ Vorteile
- Treffererkennung im Randbereich
- Einsteigerfreundliche Segmentgröße
- maximale Chance aufs Maximum (180)
➖ Nachteile:
- etwas umständliche Montage
- Kurzes Kabel
- Sperriges Format
- Klappriges Batteriefach
Noten
- Montage und Verarbeitung: 2,5
- Segmentqualität: 1,3
- Treffererkennung: 1
- Dartaufnahme/Bouncer: 2
- Bedienung und Anzeige: 1,8
- Lautstärke beim Dartaufprall: 3
- Ausstattung und Spielumfang: 1,3
- Gesamtnote: 1,6
4. Solides Paket: Kesser Elektronische Dartscheibe Profi-Set
Weiter geht's mit einer günstigen Alternative für Einsteiger, die dem Namen nach ein Profi-Set sein soll. Und das Zubehörpaket macht Lust auf mehr. Wie professionell sich diese elektronische Dartscheibe von Kesser im Spiel auf Bullseye und Triple-20 schlägt, wollten wir im Test herausfinden.
Unboxing und Montage: In Knisterfolie verpackt, fällt uns das Kesser-Dartboard entgegen. Als Extra überrascht uns das günstige Gerät mit fünf kompletten Sätzen Softdarts und einer Familienpackung Ersatzspitzen. Selbst für kaputte Flights liefert Kesser großzügig Ersatz. Dazu enthält das sogenannte Profi-Set ein Oche zum Aufkleben sowie das obligatorische Netzteil mit leider ebenfalls zu kurzem USB‑C‑Kabel. Für die EasyFix-Montage ist das Kesser nicht vorgesehen. Wir hängen das Board wie bei Winmau an einer Schraube in Höhe der 20 auf und fixieren es mit vier weiteren Schrauben an der OSP‑Platte. Das geht eleganter – funktioniert aber gut.
Verarbeitung und erster Eindruck: Auf den ersten Blick entdecken wir keine scharfen Kanten am Gehäuse, das sich allerdings deutlich leichter biegen lässt, als andere elektronische Dartscheiben. Die Segmente machen einen soliden Eindruck und klappern kaum. Schön integriert wurde das Display im unteren Teil. Die Funktionstasten sind übersichtlich angeordnet und sauber beschriftet. Wird es nicht per Kabel betrieben, kommt das Gerät mit drei AA-Batterien aus, die auf der Rückseite eingelegt werden. Die Triple- und Doppelfelder sind jeweils nur drei Löcher hoch – bei Kings Dart und Winmau ist mit fünf und sechs Löchern deutlich mehr Luft, um die Felder mit den hohen Scores zu treffen. Insgesamt wirkt das Kesser-Board nicht ganz so hochwertig wie die Dartscheiben der etablierten Hersteller.
Spielvorbereitung und Spiel: Wie die anderen Scheiben testen wir das Kesser-Dartboard im Batteriebetrieb. Wer per Kabel spielen möchte, muss das Bord über eine Steckdose hängen oder mit einem Verlängerungskabel arbeiten. Der Power-Button auf der rechten Seite des Displays erweckt das Spielgerät zum Leben. Den Sound schalten wir testweise aus. Ansonsten lassen sich über den Sound-Button zwei Lautstärkestufen wählen, wobei die leisere vollkommen ausreichend ist. Auf dem übersichtlichen Display wählen wir links ein klassisches 501 aus. Auch die Auswahl der Spielerzahl ist intuitiv. Das LED-Display schreit uns in knallrot an. Fürs Ablesen des Scores von der Abwurflinie aus ist das aber durchaus hilfreich. Kurzum: Das Spiel mit dem Kesser-Dartboard lässt sich sehr zügig starten.
Auch beim Werfen bringt das Kesser Spaß. Beim Test der Segmente 5, 20 und Bull erkennt und zählt das System alle 80 Treffer auf die einzelnen Felder. Nur drei prallen von der Scheibe ab. Zwei Ausrutscher leistet sie sich beim freien Spiel. Zweimal wertet das System eine Single-20, obwohl der Pfeil offensichtlich im Randbereich oberhalb steckt. Insgesamt muss sich die günstige Scheibe mit der folgerichtigen Treffererkennung von fast 99 Prozent aber nicht vor den hochpreisigen Konkurrenten verstecken. Auch die Bouncer-Quote kann sich sehen lassen. Erwartungsgemäß etwas ruppiger und damit auch lauter waren einige der Einschläge ins Board. Teils mehr als 90 dB zeigte unsere Smartphone-App in etwa einem Meter Entfernung. Für absolute Einsteiger würden wir das Gerät aber nur eingeschränkt empfehlen. Wie bei der Dartscheibe von Karella sind die Segmente sportlich schmal, sodass Erfolgserlebnisse auf die begehrten Felder anfangs ausbleiben könnten. Für Fortgeschrittene ist das Kesser-Dartboard eine gute Alternative zur CB-Smart, wenn sie keinen Wert auf eine App-Begleitung legen.
➕ Vorteile
- Starkes Zubehörpaket
- Aufgeräumtes Bedienpanel
- Starke Treffererkennung
➖ Nachteile:
- etwas umständliche Montage
- Kurzes Kabel
- Gehäuse könnte steifer sein
Noten
- Montage und Verarbeitung: 2,5
- Segmentqualität: 1,5
- Treffererkennung: 1,5
- Dartaufnahme/Bouncer: 2
- Bedienung und Anzeige: 2
- Lautstärke beim Dartaufprall: 3
- Ausstattung und Spielumfang: 1
- Gesamtnote: 1,7
5. Perfekt für Einsteiger: Dartpro Elektronische Dartscheibe
Mit einem No-Name-Gerät für unter 50 Euro machen wir diesen Test elektronischer Dartscheiben rund. Genügt das Dartboard von Dartpro den Mindestansprüchen oder lässt es die Boards der Markenhersteller alt aussehen? Das wollten wir im Test herausfinden.
Unboxing und Montage: Beim Auspacken der Dartpro-Scheibe hält sich unsere Freude in Grenzen. Neben dem Board fallen uns das Netzteil, eine Bedienungsanleitung und ein Plastikbeutel mit zerlegten Softdarts und 30 Ersatzspitzen entgegen. Das Kabel reicht auch hier wieder nur bis auf den Boden unter der Scheibe. Die drei AA-Batterien für den kabellosen Betrieb liegen nicht bei.
Beim Montieren nutzen wir die Schraube, die noch vom Kesser-Board in der Wand steckt. Beide Scheiben sind weitestgehend baugleich. Zum Fixieren, nutzen wir auch hier die vier Schräubchen, die von vorn ins Bord gedreht werden. Die Montage ist also binnen Minuten erledigt.
Verarbeitung und erster Eindruck: Die mit Kesser und Dartpro beschrifteten Boards kommen ganz offensichtlich aus demselben Werk. Abgesehen vom Bedienpanel sind Gehäuse und Trefferfläche baugleich. Und so haben wir auf den ersten Blick auch bei der elektronischen Dartscheibe von Dartpro äußerlich nichts zu beanstanden. Die Wurfsegmente machen einen stabilen Eindruck, die Klappe am Batteriefach auf der Rückseite ist ähnlich klapprig wie bei der Kesser-Dartscheibe.
Beim Display setzt Dartpro auf eine schwarze Standard-LED‑Anzeige, wobei der aktuelle Score erfreulich groß und damit aus der Wurfdistanz von 2,73 Metern gut zu erkennen ist. Der Spielautomaten-Sound, der aus dem Speaker trötet, kann auch hier schnell deaktiviert werden. Insgesamt kommt das Dartpro-Board mit nur sechs Tasten aus.
Spielvorbereitung und Spiel: Wie bei den anderen Scheiben auch zücken wir für den Praxistest die 14-Gramm-Darts mit gleichmäßig abgenutzten Spitzen. Das Einstellen des Spiels geht routiniert und zügig vonstatten. Wer Spiele jenseits von X01 oder Cricket ausprobieren möchte, wirft am besten einen Blick in die Anleitung. Am Board selbst finden wir die Auswahlliste nicht. Im Spiel schlägt sich das Dartpro wacker. Was uns sofort positiv auffällt: Die Darts stecken fest und sicher, können aber trotzdem leicht aus dem Board gezogen werden. Mit einer Treffererkennungsquote von 99,4 Prozent landet es zudem nur knapp hinter der teureren Konkurrenz von Winmau und Karella. Dafür prallen von den 180 korrekt gezählten Darts neun vom Board zurück. Die Bouncer-Quote von fünf Prozent ist die höchste und damit schwächste im Test. Im Randbereich offenbart das Dartboard dieselben Schwächen wie der „Zwilling“ von Kesser. Mindestens ein misslungener Wurf auf die Doppel-20 landete im Randbereich und wurde fälschlicherweise als Single-20 statt als Fehlwurf gewertet. Dazu zeigt das dB-Meter im Testverlauf Werte bis zu 90 dB an. Nur bei Winmau kracht es beim Aufprall eines Darts noch etwas mehr.
➕ Vorteile:
- geringes Gewicht
- Flight Savers inklusive
- simple Bedienung
➖ Nachteile:
- keine Treffererkennung im Randbereich
- keine App-Anbindung
- sehr einfache Darts im Lieferumfang
- auffällig hohe Bouncer-Quote
Noten
- Montage und Verarbeitung: 2,5
- Segmentqualität: 1,5
- Treffererkennung: 1,3
- Dartaufnahme/Bouncer: 3
- Bedienung und Anzeige: 2
- Lautstärke beim Dartaufprall: 3
- Ausstattung und Spielumfang: 1,8
- Gesamtnote: 1,9
Elektronische Dartscheibe-Test: Die wichtigsten Fragen & Antworten
1. Welche elektronische Dartscheibe ist die beste?
Die eine beste elektronische Dartscheibe gibt es nicht, weil sich die passende Wahl stark danach richtet, wo und mit wem man spielt. Für Familien zählt eine einfache Bedienung mit vielen Mehrspieler-Modi. Wer regelmäßig trainiert, profitiert von einer präzisen Treffererkennung, einer robusten Segmentfläche und guten Trainingsprogrammen. Für Online-Duelle sind Bluetooth, App-Anbindung und eine stabile Verbindung wichtige Kriterien. Wichtig: Teurere Geräte sind nicht automatisch besser. Ein günstiges Board kann für gelegentliche Runden hervorragend sein, wenn die Segmente sauber reagieren und die Bedienung nicht frustriert. Umgekehrt helfen Dutzende Spiele kaum, wenn Darts oft abprallen oder Treffer falsch erkannt werden.
2. Wie montiere ich eine elektronische Dartscheibe?
Die Montage ist normalerweise unkompliziert, aber die exakten Befestigungspunkte unterscheiden sich nach Modell. Deshalb solltest du zuerst die Anleitung deines Boards prüfen. Elektronische Scheiben werden häufig mit einer zentralen Schraube oder einem Aufhängepunkt sowie zusätzlichen Abstandshaltern beziehungsweise Schrauben zur Fixierung befestigt.
Für eine sichere Montage sind die folgenden 7 Punkte wichtig:
- Geeigneten Platz auswählen. Die Wand sollte stabil sein. Eine massive Wand oder eine tragfähige Holzplatte ist besser als eine dünne, ungesicherte Gipskartonwand. Achte außerdem auf eine Steckdose, wenn dein Board mit Netzteil betrieben wird.
- Bullhöhe markieren. Der Mittelpunkt des Bulls – nicht die Oberkante des Gehäuses – gehört auf 1,73 Meter über den Boden.
- Befestigungspunkte ausmessen. Miss anhand der Montageanleitung die Positionen der Schrauben aus. Bohre gegebenenfalls vor und nutze Dübel, die zum Wandmaterial passen. Ziehe Schrauben nicht zu weit fest an: Viele elektronische Boards werden auf Schraubenköpfe eingehängt und benötigen dafür etwas Abstand zur Wand.
- Board gerade einhängen und fixieren. Hänge die Scheibe ein, richte sie mit einer Wasserwaage aus und prüfe, ob sie fest sitzt. Sie darf beim Dartaufprall nicht wackeln oder gegen die Wand schlagen.
- Wurflinie markieren. Für die heute verbreiteten, vereinheitlichten Maße liegt die Abwurflinie 2,37 Meter waagerecht von der Vorderkante der Scheibe entfernt. Als Kontrollmaß kannst du diagonal vom Bull zur Vorderkante der Abwurflinie rund 2,93 Meter messen. Einige ältere Softdart-Angaben nennen noch 2,44 Meter beziehungsweise etwa 2,98 Meter; wenn du in einer festen E-Dart-Liga spielst, orientiere dich am dort geltenden Regelwerk.
- Boden und Umgebung schützen. Lege idealerweise eine Dartmatte oder einen robusten Teppich aus. Das schont Spitzen und Boden, markiert zugleich das Oche und dämpft herunterfallende Darts. Seitlich sollte möglichst rund 0,90 Meter freier Raum bleiben; hinter der Abwurflinie ist zusätzlicher Platz sinnvoll, damit niemand in die Flugbahn oder direkt hinter Werfende gerät.
- Funktionscheck durchführen. Setze neue Kunststoffspitzen ein, schalte die Scheibe ein und prüfe mehrere Segmente. Teste insbesondere Bull, Double- und Triple-Ring sowie Randsegmente. So merkst du vor der ersten Spielrunde, ob das Board korrekt sitzt und alle Felder sauber auslösen.
3. Welche Darts brauche ich für elektronische Dartscheiben?
Für elektronische Dartscheiben benötigst du Softdarts: Das sind Darts mit auswechselbaren Kunststoffspitzen, auch Softtips genannt. Steeldarts mit Metallspitze gehören nicht auf ein elektronisches Board, weil sie die Kunststoffsegmente, die Sensorik und das Gehäuse beschädigen können. Für Einsteiger und Hobbyspieler sind 16 bis 18 Gramm Gesamtgewicht ein guter, üblicher Ausgangspunkt. Entscheidend ist aber immer die maximale Gewichtsfreigabe deines Boards: Viele elektronische Heimboards erlauben Softdarts bis 18 Gramm. Nutze deshalb keine schwereren Darts, nur weil sie gut in der Hand liegen. Ein höheres Gewicht kann Bouncer begünstigen oder die Segmente stärker belasten. Beim Karella CB-Smart sind etwa ausschließlich Softdarts bis maximal 18 Gramm vorgesehen.
4. Welche elektronische Dartscheibe eignet sich am besten für Anfänger?
Für Anfänger eignet sich am besten eine klassische elektronische Softdartscheibe im Turnierlayout, die leicht einzurichten ist und verlässlich zählt. Dafür sind weder eine aufwendige Online-Plattform noch sehr viele exotische Spiele notwendig. Viel wichtiger ist, dass das Board verständlich bedienbar ist und motivierende Standardspiele bietet. Konkret profitieren Einsteiger besonders von Count-Up: Jede Runde bringt Punkte, ohne dass ein Checkout nötig ist. Danach sind 301 oder 501 ohne Doppel-Aus eine gute nächste Stufe. Cricket macht in Gruppen Spaß, weil es nicht nur um hohe Punktzahlen, sondern auch um das Schließen bestimmter Zahlen geht.
5. Welche Unterschiede gibt es zwischen Steeldarts und elektronischen Dartscheiben?
Steeldart und elektronisches Dart unterscheiden sich vor allem bei Spitze, Boardmaterial, Wertung und Spielgefühl. Beide folgen im Kern dem gleichen 20-Segment-Layout mit Single-, Double-, Triple- und Bullfeldern, aber das Spielerlebnis ist unterschiedlich. Bei einer elektronischen Scheibe registriert die Mechanik beziehungsweise Sensorik, welches Kunststoffsegment eingedrückt wurde, und rechnet die Punkte automatisch. Moderne E-Dartboards verbinden diese Zählung teils mit App-Funktionen, Online-Spielen und Statistiken. In technischen Konzepten elektronischer Dartboards kann die Treffererkennung über ein in die Segmentierung integriertes Sensorfeld erfolgen.
Steeldart wirkt oft ursprünglicher und näher am professionellen TV-Dart, weil Turniere wie die PDC auf Sisalboards mit Metallspinne gespielt werden. Softdart ist dagegen sehr zugänglich: weniger Kopfrechnen, schnelle Spielerwechsel, oft mehr Spielvarianten und ein geringeres Risiko, mit Metallspitzen Boden oder Wand zu beschädigen. Das heißt nicht, dass Softdart ungefährlich ist – auch Kunststoffspitzen können verletzen, weshalb die Wurfzone immer frei bleiben muss.
6. Wie laut sind elektronische Dartscheiben im Betrieb?
Elektronische Dartscheiben sind in der Regel hörbar, aber nicht zwangsläufig extrem laut. Die tatsächliche Lautstärke hängt weniger von einer einzigen Herstellerangabe als von Boardkonstruktion, Wandmontage, Darts, Untergrund und den aktivierten Sounds ab. Der Darttreffer selbst ist meist ein kurzes, deutliches Kunststoff-Klackern. Bei einer stabilen Wand und einer festen Montage fällt dieses Geräusch weniger störend aus als bei einer leichten, mitschwingenden Trennwand oder einem hohlen Möbelstück. Das Herunterfallen eines Darts kann vor allem auf Laminat, Fliesen oder Parkett deutlich lauter sein; eine Dartmatte oder ein dicker Teppich reduzieren diesen Anteil erheblich. Eine verlässliche Dezibelzahl lässt sich ohne einheitliches Messverfahren kaum für alle Geräte nennen. Wenn du Modelle vergleichst, bewerte deshalb getrennt: Aufprallgeräusch, elektronische Sounds und Bouncer-/Fallgeräusche. So erkennst du, ob ein Board selbst laut ist oder ob vor allem die Raumsituation den Eindruck verursacht.
Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft.
