In der Nähe des Brandenburger Tors ist ein Auto beim CSD nahe in eine Menschenmenge gerast. Alle Entwicklungen im Liveblog. Am Samstagabend ist beim Christopher Street Day in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau starb, 16 Menschen wurden verletzt – mehrere davon lebensbedrohlich. Die Großveranstaltung mit Hunderttausenden Besuchern wurde abgebrochen. Eine Großfahndung nach einem mutmaßlichen Täter läuft. ++ HIER AKTUALISIEREN ++ Bericht über angebliche Festnahme: Polizei bestätigt nicht 13.21 Uhr: Der RBB berichtet, dass es noch in der Nacht eine Festnahme gegeben haben soll. Die Polizei habe Informationen des Senders zufolge einen iranischen Staatsbürger gefasst. Die Beamten würden davon ausgehen, dass er mit im Auto des Attentäters saß. Eine Polizeisprecherin sagte dazu auf Nachfrage von t-online, die Polizei "kann das nicht bestätigen". Bericht: Verdächtiger wollte sich dem IS anschließen 13.01 Uhr: Der Tatverdächtige war den Behörden offenbar schon länger als Islamist bekannt. Nach einem Bericht des "Spiegel" versuchte der in Berlin geborene Abdul Ballout im vergangenen Jahr, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen . Es soll aber beim Versuch geblieben sein. Nach seiner Rückkehr aus dem Libanon saß er demnach in Untersuchungshaft. Später verurteilte ihn ein Gericht laut "Spiegel" zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung. Zum Motiv der Tat vom Samstagabend gibt es offiziell bislang keine Erkenntnisse: Die Ermittler hätten "noch keinerlei Hinweise auf seine konkreten Motivationshintergründe", sagte ein Polizeisprecher. Polizei durchsucht Wohnung von Abdul Ballout 12.35 Uhr: Die Polizei hat die Wohnung von Abdul Ballout durchsucht. Eine t-online-Reporterin vor Ort berichtet, dass Polizisten einen Karton mit der Aufschrift "Spusi" aus dem Wohnhaus in ein Auto tragen. Weitere Polizisten seien noch in der Wohnung, ein Spürhund geht in die Wohnung. Verletzte bei CSD-Anschlag: Neuer Stand bei Charité-Patienten 12.20 Uhr: Beim Anschlag auf den CSD haben mehrere Menschen schwere Verletzungen erlitten. Die Charité hat am Mittag einen Überblick zum Zustand der von ihr versorgten Patienten gegeben. "Die Charité hat gestern Nacht acht auf dem CSD verletzte Menschen versorgt, vier konnten inzwischen entlassen werden", schrieb ein Sprecher des Klinikums. Vier weitere Patienten werden ihm zufolge aktuell auf Intensivstationen behandelt. Es bestehe "zum jetzigen Zeitpunkt keine Lebensgefahr". Wegner und Dobrindt wollen um 13 Uhr über aktuellen Stand informieren 12.05 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wollen sich am Mittag vor der Presse äußern. Für 13 Uhr ist am Tatort im Tiergarten eine Pressekonferenz angesetzt, teilte die Senatsverwaltung mit. An dieser werde auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel teilnehmen. Gegen 16 Uhr sind nach einer Sondersitzung des Senats Pressestatements am Roten Rathaus geplant. Andacht nach CSD-Angriff in Berliner St. Marienkirche 11.43 Uhr: Am Nachmittag laden die Evangelische Kirche und ihre Gemeinden zu einer Andacht in die Berliner St. Marienkirche ein. Sie beginnt um 16.30 Uhr in Berlin-Mitte. "Alle sind herzlich willkommen, miteinander zu trauern, des verstorbenen Menschen zu gedenken und den Verletzten, Betroffenen und Angehörigen im Gebet beizustehen", teilte eine Sprecherin der Landeskirche mit. Bischof Christian Stäblein hält eine kurze Ansprache. "Voller Mitgefühl": Passanten schreiben auf Plakate am Tatort 11.34 Uhr: Am Tatort liegen zwei Plakate mit Stifte aus. Passanten können darauf ihre Gedanken schreiben. "Wir sind:" steht als Überschrift auf dem einen Plakat, "Wir sind nicht:" auf dem anderen. Auf dem ersten sammeln sich Worte wie "voller Mitgefühl" und "Trauer", dazu haben Besucher Herzen in Regenbogenfarben und Blumen gemalt. Auf dem zweiten Plakat steht unter anderem "voller Hass" und "ängstlich". Spurensuche im Tiergarten geht weiter 11.19 Uhr: Die Polizei durchsucht das Gebiet rund um den Wagen, der am Samstagabend in die Menschenmenge gefahren ist. Kurz nach 11 Uhr starteten die Beamten die Suchaktion, zuvor hatten sie sich am Rand des Areals im Tiergarten gesammelt. Eine Reporterin vor Ort beobachtet, wie Polizisten das Unterholz neben dem Rondell mit der Skulptur "Amazone zu Pferd" durchkämmen. Wonach sie genau suchen, teilten die Beamten bislang nicht mit. Anhalter Bahnhof soll wohl für Durchsuchungen gesperrt werden 11.05 Uhr: Schwer bewaffnete Einsatzkräfte durchsuchen weiter den unter der Erde liegenden S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin. Dieser soll dafür gesperrt werden. Polizeisprecher Florian Nath erklärte "Bild": "Die Einsatzkräfte haben den Auftrag, dort alles zu durchsuchen. Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Bahnhof muss gesperrt werden. Es wird nach möglichen Spuren im Zusammenhang mit dem Tatgeschehen gesucht." Wie der "Tagesspiegel" berichtet, öffneten Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn dazu mehrere sonst verschlossene Räume im Zwischengeschoss. Die schwer bewaffneten und vermummten Kräfte hätten den Bahnhof inzwischen wieder verlassen, würden aber weiter draußen mit Wagen postiert bleiben. Der S-Bahnhof befindet sich einige hundert Meter südlich des Tatorts. Bericht: Auffällige Beobachtung am Auto des Täters 10.50 Uhr: Der Berliner "Tagesspiegel" will aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass im Fahrzeug des geflüchteten Täters beide Airbags bei dem Vorfall ausgelöst haben sollen. Das könne auf einen zweiten Täter hindeuten, müsse es aber nicht zwingend. Auch die "B.Z." hatte am Morgen berichtet, dass die Ermittler derzeit aufgrund von Zeugenhinweisen prüfen, ob es einen zweiten Tatverdächtigen gibt. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Morgen mitgeteilt, dass nach der Tat "eine oder mehrere Personen" aus dem Tatfahrzeug geflüchtet seien. CSD-Angriff: Pressekonferenz am Abend 10.41 Uhr: Innensenatorin Iris Spranger (SPD), Staatsanwaltschaft und Polizei wollenj am späten Nachmittag oder frühen Abend bei einer Pressekonferenz über die Ermittlungen informieren. Spranger habe ihren Urlaub unterbrochen und sei auf dem Weg zurück nach Berlin, sagte eine Sprecherin. Sie stehe im Austausch mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Blumen am Tatort abgelegt: "Das hat mein Herz gebrochen" 10.39 Uhr: Am Tatort im Tiergarten ist es derweil sehr ruhig. Die Polizei hat den Bereich weiträumig abgesperrt. Einzelne Passanten legen Blumen ab. Unter ihnen sind Mitglieder des queeren Chors canta:re. "Es ist wie ein Angriff auf die Familie", sagt eines der Chormitglieder einer Reporterin vor Ort. Es ist ein "sehr großer Schock für mich, ich bin angereist, um hier das zu feiern was ich bin.“ , sagt ein junger CSD-Besucher namens Daniel Stein aus Landshut t-online. "Ich war nicht vor Ort, aber ich will mein Mitgefühl und meine Trauer ausdrücken und hab deswegen Blumen mitgebracht. Wir haben gestern Liebe und Freude verbreitet. Dann von dem Angriff zu hören, das hat mein Herz gebrochen." Der Vorfall werde die Community mehr zusammenschließen, glaubt er. Queerer Verband spricht von "Riss" im Regenbogen 10.34 Uhr: Die queere Gemeinschaft ist nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) bestürzt. "Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land", schrieb die Organisation LSVD+ - Verband Queere Vielfalt auf Instagram. "Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind." Der Landesverband Berlin-Brandenburg schrieb: "Heute ist ein Tag der Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die die Ereignisse beim CSD Berlin miterleben mussten." Der Verband bat darum, keine Spekulationen zu verbreiten, bis gesicherte Informationen vorliegen. Der LSVD+ vertritt die Interessen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie weiteren queeren Menschen. Auch der bekannte queere Moderator Riccardo Simonetti äußerte sich am Sonntag. Der Berliner, der am CSD in Stuttgart am Wochenende teilgenommen hatte, äußert sich angesichts des Anschlags mit mahnenden Worten . Bericht: Kanzler und Innenminister auf dem Weg nach Berlin 09.54 Uhr: Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung sind Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) auf dem Weg nach Berlin, Demnach wird erwartet, dass sich der Innenminister am Nachmittag im Tiergarten selbst ein Bild von der Lage machen will. Moderatoren des CSD äußern sich fassungslos 9.40 Uhr: Die Moderatorin des CSD-Hauptprogramms, Ricarda Hofmann, und ihr Co-Moderator Jochen Schropp haben sich in der Nacht zu Sonntag auf Instagram zu der Tat geäußert. Hofmann schrieb, ihr fehlten die Worte; sie sei nicht nur als Moderatorin, sondern als Teil der Community vor Ort gewesen. Schropp berichtete von vielen Menschen, die nach der Tat unter Schock gestanden hätten, und dankte den Helfenden. Hier lesen Sie mehr dazu. Bundesanwaltschaft in Kontakt mit der Berliner Polizei 9.23 Uhr: Nach dem Angriff eines Autofahrers am Rande des Berliner CSD steht die Bundesanwaltschaft mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in diesem Fall aber bislang nicht übernommen. Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland, sie kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen und zudem solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen. Spezialpolizisten besetzen Berliner Bahnhöfe 9.08 Uhr: Schwer bewaffnete Spezialpolizisten ziehen auf. Unter anderem haben sie am Anhalter Bahnhof in Berlin Stellung bezogen. Ein Sprecher der Bundespolizei sagt t-online dazu, dies geschehe im Rahmen der Fahndung nach dem CSD-Attentäter. Auch an anderen Berliner Bahnhöfen liefen Maßnahmen. Polizei richtet Hinweisportal ein 9 Uhr: Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung und hat dafür ein Hinweisportal eingerichtet. "Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sachdienliche Hinweise in Form von selbst aufgenommenen Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über den folgenden Link für die weiteren Ermittlungen an unser Hinweisportal be.hinweisportal.de zu übersenden", teilt die Polizei bei X mit. Die Polizei fahndete in der Nacht weiterhin nach dem oder den Tätern. Polizei veröffentlicht Foto von Tatverdächtigem 6.30 Uhr: In der Nacht gab die Polizei bekannt, dass sie einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert habe . "Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet", sagte Polizeisprecher Florian Nath. Am Morgen veröffentlichte die Polizei ein Foto, mit dem sie nach dem 21 Jahre alten Abdul Ballout fahndet. Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin teilten mit, sie ermittelten "aufgrund des Verdachts eines Anschlags". Die Behörden warnten: "Sollten Sie den Tatverdächtigen antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!" Der Verdächtige wird als schlank und etwa 1,90 Meter groß beschrieben. Nach dpa-Informationen hat der Tatverdächtige Familie in Berlin und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen. Behörden sprechen von Anschlag 6.29 Uhr: Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Berlin ermitteln "aufgrund des Verdachts eines Anschlags". Die Polizei prüft, ob es nach der Fahrt eine "zweite Tatphase" gab, während der Personen mit einer Stichwaffe verletzt wurden. Zeugen hätten von am Boden liegenden Opfern mit Stichverletzungen berichtet, sagte Nath.