Jahresbericht: Landesamt checkt Proben: Vom Burger-Patty bis Barber-Shop
Das Landesamt LALLF hat einen Riesenaufgabenbereich. Es checkt regelmäßig Lebensmittel, kümmert sich um Seuchenvorbeugung, Tiere, Pflanzen und Futtermittel. 500.000 Untersuchungen waren es 2025.
Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) hat im vergangenen Jahr rund 488.500 Proben analysiert und 24.000 Kontrollen durchgeführt. Dabei entfiel der Löwenanteil mit über 427.000 Proben auf die Tierseuchendiagnostik, wie aus dem heute vorgestellten Jahresbericht der Behörde hervorgeht.
Im Fokus standen insbesondere die Geflügelpest, die Afrikanische Schweinepest (ASP) sowie Vorsorgemaßnahmen im Zusammenhang mit dem bundesweiten Maul- und Klauenseuchen-Fall in Brandenburg. Gerade in Zeiten globaler Krisen und zunehmender Tierseuchenrisiken seien leistungsfähige staatliche Fachinstitutionen unverzichtbar, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD).
Auf der langen To-Do-Liste des LALLF standen im vorigen Jahr auch Lebensmittel und Produktkontrollen. So wurde unter anderem der Fleischanteil bei Burgern unter die Lupe genommen. Von 27 untersuchten Proben aus Gastronomie und Einzelhandel wurden neun beanstandet (33 Prozent), wobei es unter anderem an der korrekten Kennzeichnung der Ware mangelte. Ein Wildfleisch-Burgerpatty enthielt zudem auch Rindfleisch.
Auch 15 kosmetischen Mittel aus Barbershops untersuchten die Experten, darunter Haargels, Stylingwachsprodukte, Bartöle und Aftershave. Sieben wurden beanstandet, wobei bei zwei Proben der seit 2022 verbotene Duftstoff Lilial nachgewiesen wurde. Höchstwahrscheinlich seien es vergessene Ladenhüter gewesen, die man aussortiert habe, die aber auch nicht hätten verkauft werden dürfen, hieß es.
Das LALLF beschäftigt inzwischen knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an mehreren Standorten im Land. Der Haushalt der Behörde umfasste 2025 rund 25,35 Milionen Euro, davon mehr als 20 Millionen Euro für Personal.
