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Deutschland – Elfenbeinküste: Bei der DFB-Elf lief nicht alles gut

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Gegen die Elfenbeinküste hat Deutschland den zweiten Sieg eingefahren. Das lag vor allem an einer starken Ersatzbank, doch vorher hatte die DFB-Elf auch Probleme. Das Duell mit der Elfenbeinküste war der erwartet schwere Schlagabtausch für die deutsche Mannschaft in dieser WM-Gruppenphase. 38 Minuten lag die DFB-Auswahl im Rückstand und hätte sich über einen Punktverlust im zweiten Spiel nicht beschweren dürfen. Umso erfreulicher ist es, dass nach den Wechseln nach einer Stunde noch die Wende kam. Jedoch gibt es für Bundestrainer Julian Nagelsmann und seinen Stab so einiges aufzuarbeiten. Note eins: Eiskalter Joker besorgt den Sieg Hammer-Gegner droht früh: So geht’s für die DFB-Elf weiter Da wäre zunächst die erste Halbzeit, in welcher die Elfenbeinküste zeitweilig überlegen wirkte. Deren Cheftrainer Emerse Faé stellte im Vergleich zum 1:0 gegen Ecuador von 4-4-2 auf 4-3-3 um. Diese Formation nutzte er bereits während der WM-Qualifikation, in welcher "Les Éléphants", wie die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste genannt wird, kein einziges Gegentor zuließen. Kein Platz für Musiala und Wirtz Gegen Ecuador fünf Tage zuvor spielte die Elfenbeinküste noch ein klassisches 4-2-4-Pressing, bei dem besonders die vorderen vier Akteure sehr gut verschoben, um schon am gegnerischen Strafraum den Spielaufbau zu verlangsamen. Gegen Deutschland ging es Faé jedoch mehr um Kompaktheit im Mittelfeld. Das Trio mit Kapitän Franck Kessié, Ibrahim Sangaré und Youngster Christ Inao Oulaï bildeten einen kompakten Block und erlaubten Deutschland nahezu keine leichten Anspiele auf Jamal Musiala und Florian Wirtz . Ging der Ball zu einem der beiden deutschen Spielgestalter, wurden diese sofort von mehreren Gegnern umkreist. Folglich kamen in der ersten Hälfte wenig klare Torabschlüsse zustande. Etwas bedenklich muss Nagelsmann stimmen, dass die Elfenbeinküste besonders bis zur Pause körperlich überlegen schien. Natürlich war allen bewusst, dass Faés Team über einige Super-Athleten wie Außenstürmer Yan Diomande verfügt. Aber die Tempovorteile vorn und Physisvorteile hinten wirkten teils eklatant. Rechtsverteidiger Wilfried Singo etwa, der meist die Außenbahn besetzte, während Vordermann Amad Diallo etwas nach innen zog, konnte auf seiner Seite einige Duelle für sich gewinnen, weil er einfach etwas mehr Kraft besaß. Jedoch ließen nicht nur bei Deutschland irgendwann die Kräfte nach. Auch die Elfenbeinküste wurde im zweiten Durchgang etwas lascher, verteidigte teils nicht mehr so kompakt beziehungsweise mit größerer Passivität. Faé reagierte jedoch erst in der 75. Minute, während Nagelsmann schon in der 60. einen Dreifachwechsel vollzog. Zwei Joker drehen auf So nahm er unter anderem Leroy Sané vom Feld, welcher wieder einmal bei einigen Angriffen zu inaktiv war und erneut beim Zusammenspiel zwischen Musiala, Wirtz und Havertz nicht wirklich mitwirken konnte. Wichtiger als Jamie Lewelings Hereinnahme auf die rechte Seite waren aber die Einwechslungen von Deniz Undav und Nadiem Amiri . Amiri spielte fortan als Sechser neben Felix Nmecha und driftete gut zwischen Sechser- und Halbraum. Nagelsmann brachte ihn sicherlich auch wegen seiner Stärken bei Flanken und Standardsituationen. Eine Halbflanke von Amiri besorgte dann in der 68. Minute den Ausgleich durch Undav. Schon in der 11. Minute hatte eine Halbfeldflanke von Joshua Kimmich für Gefahr gesorgt, als Torhüter Yahia Fofana noch gerade so den Kopfball von Havertz klären konnte. Eine Schwachstelle in der Defensive der Westafrikaner wurde also von Amiri und Undav gut genutzt. Vollendet wurde das Spiel durch einen starken Pass von Nmecha auf Undav, welcher dieses Zuspiel perfekt verarbeiten konnte. Beim Tor zum 2:1 in der dritten Minute der Nachspielzeit stand die Elfenbeinküste überhaupt nicht mehr kompakt, sondern ließ einmal komplett den Passweg hin zum Sechzehner offen. Von der vormaligen defensiven Stabilität war nichts mehr zu sehen. Insofern gewann Deutschland den Abnutzungskampf, jedoch muss Nagelsmann darüber nachdenken, wie er eine erste Hälfte wie die gestrige in Toronto künftig vermeiden kann.





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