Der Iran sieht eine Einigung greifbar nahe. Trump widerspricht und warnt. Die Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 12. Juni US-Regierungsvertreter: Chancen für Abkommen mit Teheran bei "80 bis 85 Prozent" Die USA gehen nach Angaben eines Regierungsvertreters in Washington zu "80 bis 85 Prozent" davon aus, dass in den kommenden Tagen ein Friedensabkommen mit dem Iran unterzeichnet wird. Die Abmachung würde die "erhebliche" Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte vorsehen, sagte der ranghohe Regierungsvertreter am Freitag in einem Telefonat mit Journalisten in Washington. Im Gegenzug würde sich Teheran bereit erklären, sein Atomprogramm abzubauen und sein atomares Material zu übergeben. "Wir sind noch nicht ganz über die Ziellinie, aber wir sind sehr nah dran", sagte der Regierungsvertreter. Ein Ort und ein Datum für eine mögliche Unterzeichnung des Abkommens seien noch nicht festgelegt worden. Europa, das US-Präsident Donald Trump ins Spiel gebracht hatte, sei jedoch eine Möglichkeit. Schweiz bietet sich als Ort für Unterzeichnung von US-Iran-Abkommen an Die Schweiz hat angeboten, als Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zu dienen. "Die Schweiz ist voll mobilisiert. Wir stehen in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten und dem Iran", erklärte das Schweizer Außenministerium am Freitagabend in einer kurzen Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP. Die Schweiz unterstütze als Vermittler die Bemühungen um eine Absichtserklärung, die darauf abziele, "den Waffenstillstand zu festigen und den Weg für eine Deeskalation im Rahmen des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zu ebnen", hieß es weiter in der Mitteilung des Ministeriums. Es habe "die Schweiz als Ort für eine mögliche Unterzeichnung vorgeschlagen, falls die Parteien dem zustimmen". USA und Iran einigen sich offenbar auf Friedensvereinbarung Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt. "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte Sharif am Freitag im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun "eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen", fügte er hinzu. Lesen Sie hier mehr dazu. Israels Verteidigungsminister warnt vor Zugeständnissen an Iran Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat Vorbehalte gegen ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran erkennen lassen. US-Präsident Donald Trump strebe eine Vereinbarung an, die vor allem amerikanischen Interessen diene, schrieb Katz auf Telegram. Zwar hätten die USA und Israel das gemeinsame Ziel, den Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern, erklärte Katz. Israel erwarte jedoch, dass Washington auch weitere Sicherheitsbedenken berücksichtige. Dabei nannte er das iranische Raketenprogramm sowie die Unterstützung bewaffneter Gruppen – Katz sprach von Terroristen – durch Teheran. Irans Außenminister: Rahmenabkommen zum Greifen nah Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe. "Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss", schrieb Araghtschi auf X. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügte er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran über ein Kriegsende verkündet. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben, "vielleicht in Europa", sagte der Republikaner am Freitag im Oval Office vor Reportern. Trump wirft Iran Fake News vor: Sollten sich zusammenreißen US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, Falschinformationen über mögliche Verabredungen mit den USA zu verbreiten. Bedingungen für ein mögliches Rahmenabkommen, die das Land durchgestochen habe, hätten "NICHTS" mit dem zu tun, was vereinbart worden sei, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social . Worauf er sich genau bezog, blieb unklar. Trump nannte keine Details und sprach von "unehrenhaften" Leuten, mit denen man es zu tun habe. "Sie sollten sich besser zusammenreißen – und zwar SCHNELL!", drohte er. Der US-Präsident schrieb außerdem von einem angeblich abgewehrten versuchten Drohnenangriff des Iran auf indische Schiffe, als diese in der vergangenen Nacht die Straße von Hormus verlassen hätten – das sei "ABSOLUT INAKZEPTABEL". Pakistan: Fortschritte bei US-Verhandlungen mit dem Iran Nach Signalen aus den USA und dem Iran über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen. Außenministers Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine "anhaltenden Verständigung und friedliche Lösung" zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb. Dialog und Diplomatie sei der einzige Weg für langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen immer wieder Nachrichten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Im April hatten sie sich auch in der pakistanischen Hauptstadt getroffen. Iran spricht von unterschriftsreifem Abkommen Nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, spricht auch das Regime in Teheran von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna am Donnerstagabend in einem TV-Programm. Zugleich drückte Baghai erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghai demnach weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete in der Nacht zum Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt. Es handle sich um einen 14 Punkte umfassenden Text. Bei dem jetzt diskutierten Dokument geht es Berichten zufolge zunächst um ein Rahmenabkommen, mit dem die Grundlage für weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran gelegt werden soll. Mit dem Rahmenabkommen könnte aber bereits etwa die für den Handel wichtige Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet werden. Der Iran hatte zuletzt Pläne, eine Gebühr für die Durchfahrt der Passage zu erheben. Insider: US-Militär schießt zwei iranische Drohnen ab Das US-Militär hat einem Insider zufolge zwei iranische Angriffsdrohnen abgeschossen. "Der Schiffsverkehr durch die Meerenge läuft weiter", erklärte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der Iran versuche offenbar, Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus anzugreifen. Iranische Medien: Einsatzkräfte stoppen Tanker vor Straße von Hormus Iranische Einsatzkräfte verwehren staatlichen Medien zufolge einem Tanker die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die regimenahe Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf einen ihrer Reporter, man habe dem Tanker die Passage verweigert, da dieser sich im Vorfeld nicht abgestimmt und vorschriftswidrig gehandelt habe. Kurz zuvor gab es in der nahegelegenen Hafenstadt Bandar Abbas zwei Explosionen, deren Ursache staatlichen Medien zufolge zunächst unklar war. Israel: Haben Zusicherung von Trump zu US-Iran-Deal bekommen Angesichts einer möglichen Einigung der USA mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die israelische Regierung nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass israelische Sicherheitsinteressen bei einem späteren Deal berücksichtigt werden. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am späten Abend mit, US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, dass ein endgültiges Abkommen mit Teheran die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau der iranischen Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde. Trump habe Netanjahu auch zugesichert, dass eine Vereinbarung auch die iranische Raketenproduktion einschränken sowie Teherans Unterstützung von Stellvertretern in der Region beenden werde. Gemeint sind damit unter anderem die palästinensische Terrororganisation Hamas sowie die libanesische Hisbollah-Miliz. Den Angaben zufolge sprachen Trump und Netanjahu am Abend miteinander über eine "sich abzeichnende Absichtserklärung" zwischen den USA und dem Iran zur Aufnahme von Verhandlungen. Israel sei daran nicht beteiligt, stellte Netanjahus Büro klar. Donnerstag, 11. Juni Trump: Könnten Iran-Deal in Europa unterzeichnen Donald Trump hat erneut Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran geweckt und als Ort für eine mögliche Unterzeichnung Europa ins Spiel gebracht. Dokumente würden noch finalisiert, sagte Trump im Oval Office vor Reportern. Das sollte in den nächsten Tagen passieren. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben – "vielleicht in Europa". Einen genauen Ort oder ein Land nannte Trump nicht. Kurz darauf sagte er, vielleicht werde die Unterzeichnung schon am Wochenende vollzogen. Er selbst werde dann nicht dabei sein können, dafür aber Vize-Präsident JD Vance. Trump sagte auf Nachfrage, nach "seinem Verständnis" habe das iranische Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei bereits zugestimmt. Das Rahmenabkommen umfasse unter anderem eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus sowie das Ende der US-Seeblockade. Trump feiert am Sonntag (14. Juni) in Washington seinen 80. Geburtstag. Danach will er zum G7-Gipfel nach Frankreich fliegen. Im französischen Kurort Évian am Genfer See kommt die Gruppe führender demokratischer Wirtschaftsmächte, zu der die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien , Italien , Kanada und Japan sowie die Europäische Union gehören, vom 15. bis zum 17. Juni zusammen. Angebliche Einigung: Iran und Israel widersprechen Trump Der Iran hat nach eigenen Angaben noch keine endgültige Entscheidung über ein Abkommen mit den USA getroffen. "Bislang ist der Iran zu keiner abschließenden Entscheidung über das Abkommen gelangt", sagte am Freitagmorgen der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Bakaei, gegenüber iranischen Medien. Er widersprach damit Angaben von US-Präsident Donald Trump. Trump hatte zuvor verkündet, dass mit Teheran eine "großartige Vereinbarung" für ein Ende des Iran-Krieges erzielt worden sei. Diese sei das Ergebnis von Gesprächen mit "der höchsten Ebene der iranischen Führung". Zeit und Ort der Unterzeichnung des Abkommens würden "in Kürze bekanntgegeben", kündigte der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social an Trump bläst für heute geplante Angriffe auf Iran plötzlich ab US-Präsident Donald Trump hat die für diesen Abend angekündigten schweren Angriffe auf den Iran abgesagt. Der Republikaner begründete das auf der Plattform Truth Social mit laufenden Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten. Ähnliche Wasserstandsmeldungen hatte Trump in der Vergangenheit bereits verbreitet – sie hatten sich stets als unwahr herausgestellt. "Hitlers Weg": Erdoğan droht Netanjahu Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdoğan und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben sich erneut einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Erdoğan verglich Netanjahu am Donnerstag mit Hitler, nachdem der israelische Regierungschef den türkischen Präsidenten einen "antisemitischen Diktator" genannt und ihm "Völkermord" an den Kurden vorgeworfen hatte. Netanjahu hatte damit seinerseits auf Erdoğans Kritik an Israels Vorgehen im Libanon und in Syrien reagiert. Erdoğan hatte am Mittwoch angedeutet, dass er Israel wegen seines militärischen Vorgehens im Libanon und in Syrien als Bedrohung auch für die Türkei sehe. "Die Sicherheit der Türkei beginnt nicht erst in (ihrer südlichsten Provinz) Hatay, sondern in Aleppo , in Damaskus und in Beirut", sagte er mit Blick auf die in Syrien und dem Libanon gelegenen Städte. Zugleich drohte er Israel damit, dass Ankara "keine vollendeten Tatsachen in unseren Nachbarländern dulden" werde. Netanjahu erklärte daraufhin, dass Israel weiterhin "entschlossen" gegen den Iran und dessen Verbündete vorgehen werde, um den von ihnen ausgehenden Bedrohungen gegen sein Land entgegenzuwirken. "Der antisemitische Diktator Erdoğan, der Völkermord an den Kurden begeht, die Terrororganisation Hamas unterstützt, sein eigenes Volk unterdrückt und politische Gegner inhaftiert, ist der Letzte, der Israel Lektionen in Moral erteilen kann", erklärte Netanjahu. Erdoğan legte am Donnerstag nach und sagte an Netanjahu adressiert: "Wer Hitlers Weg folgt, sollte nicht vergessen, dass sein Schicksal dem anderer Tyrannen in der Geschichte gleichen wird." Iranisches Öl an Bord? US-Militär greift erneut Tanker an Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Beschossen worden sei der Maschinenraum des Schiffes "Jalveer", das unter der Flagge des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau fahre, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Die Besatzung habe wiederholt Anweisungen der US-Streitkräfte missachtet. Es ist bereits das dritte Mal binnen weniger Tage, dass das US-Militär Tanker außer Gefecht setzt. Wie schon bei den beiden vorangegangenen Angriffen auf Handelsschiffe in dieser Woche in der Region waren erneut überwiegend indische Besatzungsmitglieder betroffen. Wie das Schifffahrtsministerium in Neu-Delhi mitteilte, sind alle 20 Inder an Bord der "Jalveer" in Sicherheit. Die Behörde sprach von einem "Sicherheitsvorfall auf See" nahe dem omanischen Hafen Shinas und von einem "Asphalttanker". Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte zuvor unter Berufung auf lokale Behörden über ein Feuer im Maschinenraum des Schiffes berichtet. Trump: USA werden Irans Öl und Gas "vollständig" kontrollieren US-Präsident Donald Trump hat mit der Übernahme der für die Ölindustrie des Iran wichtigen Insel Kharg gedroht. Irgendwann "in nicht allzu ferner Zukunft" werde man die Insel und andere Ölinfrastrukturpunkte übernehmen und die "vollständige Kontrolle" über die Öl- und Gasmärkte des Iran erlangen, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social und kündigte zugleich für die Nacht schwere Angriffe auf den Iran an. Die Insel Kharg liegt im Norden des Persischen Golfs. Über die Insel wird der Ölexport des Iran fast vollständig abgewickelt. Erneut Brand auf Schiff in Straße von Hormus Vor der Küste des Oman sei im Maschinenraum eines Tankers ein Feuer ausgebrochen, berichtete die britische Marinestelle für Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf lokale Behörden. Ob der Brand durch einen Angriff verursacht wurde, war zunächst unklar. Die Behörden ermittelten weiter, hieß es. Teheran: Feuerpause ist "praktisch bedeutungslos" Das iranische Außenministerium hat angesichts der jüngsten US-Angriffe die seit Anfang April geltende Feuerpause im Iran-Krieg als "praktisch bedeutungslos" bezeichnet. In einer Mitteilung des Ministeriums vom Donnerstag hieß es, die von den Vereinigten Staaten ausgeführten "illegalen und kriminellen Angriffe" der vergangenen Stunden seien nicht nur ein offensichtlicher Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen. Auch sei die Feuerpause dadurch "praktisch bedeutungslos" geworden. Die Verantwortung für "die extrem ernsten Konsequenzen dieser kriminellen Handlung" liege bei den Anführern der Vereinigten Staaten. Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden zielten die jüngsten US-Angriffe hauptsächlich auf den Süden des Landes, es wurden aber auch Orte nahe der Hauptstadt Teheran getroffen. Jordanische Armee: 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen "abgeschossen" Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben bei dem jüngsten iranischen Angriff auf das Land 20 Raketen abgefangen. Luftabwehrsysteme und die Luftwaffe hätten am frühen Donnerstag 20 Raketen "abgeschossen", hieß es in einer Erklärung der Armee. Sie seien vom Iran in Richtung des Gebiets Asrak abgefeuert worden, wo sich ein Stützpunkt der US-Streitkräfte befindet. Das Gebiet liegt etwa 80 Kilometer östlich der jordanischen Hauptstadt Amman. Nach Beschuss aus Iran: Kuwait öffnet Luftraum wieder Nach erneutem Beschuss aus dem Iran hat der Golfstaat Kuwait vorerst Entwarnung gegeben. Nach einer Sperrung des Luftraums teilte die zuständige Behörde am Morgen mit, dass die "Umstände, die die zuvor ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich gemacht hatten, nicht mehr bestehen." Der reguläre Betrieb werde am Flughafen in Kuwait wieder aufgenommen. Gleichzeitig beobachte man neue Entwicklungen und bewerte sie fortlaufend neu. USA beschießen Öltanker – Seeleute tot Der Beschuss eines Tankers vor Oman verschärft den Streit über die US-Blockade gegen Iran-Verbindungen. Indien protestiert scharf, während drei zunächst vermisste Seeleute tot geborgen werden. Iran: Revolutionsgarden greifen US-Stützpunkt in Jordanien an Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen angegriffen. Ziele auf dem Stützpunkt Al-Asrak seien US-Flugzeuge, wichtige militärische Einrichtungen sowie das Kontrollzentrum gewesen, berichten staatliche iranische Medien und die Nachrichtenagentur Tasnim. Kuwait schließt Luftraum wegen iranischer Angriffe Wegen iranischer Angriffe schließt Kuwait vorübergehend seinen Luftraum. Flüge werden umgeleitet, teilt die kuwaitische Zivilluftfahrtbehörde mit. Die Armee des Landes wehrt nach eigenen Angaben feindliche Angriffe aus der Luft ab. In Bahrain heulen dem dortigen Innenministerium zufolge erneut Warnsirenen. US-Armee meldet neue Angriffe auf den Iran Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen. Es handele sich um Angriffe zur "Selbstverteidigung", erklärte die US-Armee am Mittwoch. Zuvor hatte Präsident Donald Trump weitere "sehr harte" Angriffe auf den Iran angekündigt. Mehr dazu lesen Sie hier. Trump räumt ein, Öl aus Iran "abgezogen" zu haben Das US-Militär hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Öltanker und andere Handelsschiffe in einer "geheimen Mission" dabei unterstützt, die Straße von Hormus zu durchqueren. Er habe dies im vergangenen Monat angeordnet, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, ohne genauere Angaben zu der Unterstützung zu machen. "Heute freue ich mich, bekannt zu geben, dass diese Bemühungen dazu geführt haben, dass mehr als 100 MILLIONEN Barrel Öl die Straße durchquert haben und auf den freien Markt gelangt sind", schrieb er. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur wurden im vergangenen Jahr pro Tag im Schnitt 20 Millionen Barrel an Rohöl und Ölprodukten durch die Meerenge transportiert. "Ich gebe das heute zum ersten Mal bekannt, aber wir haben Millionen Barrel Öl abgezogen, Millionen Barrel jede Nacht", hatte Trump zuvor auch vor Reportern gesagt. Der Iran habe das gerade erst herausgefunden. "Millionen Barrel Öl wurden abgezogen, und deshalb liegt der Preis bei 85 bis 90 Dollar pro Barrel statt bei 250 Dollar", sagt Trump. Weitere Details oder Belege für seine Worte legt er nicht vor. US-Energieminister Chris Wright sagt kurz darauf im Kongress, ihm sei nicht bekannt, dass die USA Millionen Barrel Öl aus dem Iran abgezogen hätten. Mittwoch, 10. Juni Trump: Greifen Iran "heute" an – trotz "fertigem" Deal US-Präsident Donald Trump sagt vor Reportern, es werde noch heute weitere Angriffe auf den Iran geben. Dabei werde man den Iran "sehr hart" treffen. Er werde aber nicht sagen, ob dabei auch Brücken und Kraftwerke "ausgeschaltet" würden. Trump sagt weiter, ein "Deal" mit dem Iran sei fertig ausgehandelt und der Iran habe zugestimmt, keine Atomwaffen zu besitzen. Ob das stimmt, blieb zunächst offen. Stunden zuvor hatte Trump noch gesagt, er sei kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen. Nach US-Angriffen: Zehntausende Iraner ohne Wasser Nach den nächtlichen US-Angriffen und der Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Zehntausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter. "Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20.000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten", hieß es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen in Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit über 30 Grad. Trump: Bin kurz davor, neue Angriffe auf den Iran anzuordnen US-Präsident Donald Trump ist eigenen Aussagen zufolge kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen. Der Iran brauche zu lange, um eine Vereinbarung zu treffen, sagt er bei Fox News. Zuvor hatte er in einem Post bereits geschrieben, dass der Iran zu lange brauche und nun den Preis dafür zahlen müsse. Details nannte er nicht. Amnesty wirft Israel gezielte Annexion im Westjordanland vor Amnesty International wirft der israelischen Regierung in einem neuen Bericht vor, die formelle Annexion des besetzten Westjordanlands zu einem erklärten Politikziel gemacht zu haben. "In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben die israelischen Behörden eine staatlich unterstützte Kampagne ethnischer Säuberung im Westjordanland beschleunigt, palästinensische Gemeinschaften entwurzelt, enteignet und zwangsweise umgesiedelt", sagte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation, Agnès Callamard, einer Mitteilung zufolge. Laut Amnesty sind die Übergriffe nicht das Werk einzelner Täter. "Siedler*innengewalt ist ein zentraler Bestandteil einer staatlich gebilligten Kampagne ethnischer Säuberung und wesentlich für die Aufrechterhaltung des israelischen Systems der Apartheid", so die Organisation. Trump löst Spekulationen aus, Netanjahu widerspricht Die israelische Likud-Partei hat betont, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auch bei den kommenden Wahlen kandidiert. Die Partei reagierte damit auf eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der zuvor gezweifelt hatte, ob Netanjahu noch einmal antritt. Lesen Sie hier mehr dazu. Schusswechsel vor Jemens Küste – es gibt einen Verdacht Vor der Küste des Jemen haben sich Angreifer auf einem kleinen Boot einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften eines Frachtschiffs geliefert. Die sechs Angreifer hätten sich dem Frachter genähert, woraufhin es zum Schusswechsel gekommen sei, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Morgen mit. Daraufhin sei das kleine Boot abgedreht. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Lesen Sie hier mehr dazu. Abgestürzter Hubschrauber: So wurden die US-Soldaten gerettet Nach dem Absturz eines US-Kampfhubschraubers vor der Küste Omans sind jetzt Details zur Rettungsaktion der beiden Piloten bekannt geworden. Sie sollen von einem unbemannten Drohnenboot gerettet worden sein, berichten mehrere US-Medien mit Verweis auf Tim Hawkins, den Sprecher des zuständigen US Central Command. Lesen Sie hier mehr dazu. Iran beschießt drei Golfstaaten Die iranischen Revolutionsgarden haben US-Militärstützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dies sei ein Vergeltungsschlag für US-Luftschläge auf iranische Ziele nahe der Straße von Hormus gewesen, teilte die Eliteeinheit mit. Die gegenseitigen Attacken stellen eine der schwersten Eskalationen seit einer im April vereinbarten Waffenruhe zwischen Washington und Teheran dar. Teheran: Golfstaaten müssen US-Angriffe auf den Iran verhindern Das iranische Außenministerium sieht die Golfstaaten nach eigenen Angaben in der "rechtlichen und moralischen Verantwortung", Angriffe der USA und Israels auf die Islamische Republik zu verhindern. Die Länder in der Region müssten dafür sorgen, dass die US-Armee und Israel "ihr Territorium oder ihre Einrichtungen" nicht nutzten, um "feindselige Handlungen gegen den Iran zu planen, zu organisieren, auszuführen oder zu unterstützen", erklärte das Ministerium am Mittwoch. Der Iran werde nötigenfalls von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch zu machen, erklärte das Ministerium weiter. Als mögliche Ziele wurden in der Erklärung insbesondere Stützpunkte und logistische Einrichtungen genannt, die für Angriffe auf den Iran genutzt würden. Möglicher Angriff: Alarmsirenen ertönen in Bahrain Im Golfstaat Bahrain haben in der Nacht die Sirenen geheult, die Bewohner zuletzt mehrfach vor iranischen Raketen- oder Drohnenangriffen gewarnt hatten. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mit. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Die Revolutionsgarden des Iran – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – hatte kurz zuvor laut iranischen Medien bekanntgegeben, als Reaktion auf die nächtlichen US-Bombardements einen Angriff auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain ausgeführt zu haben. Die iranischen Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Bahrain war wie auch andere Golfstaaten zuletzt mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Dort befinden sich Militärstützpunkte der USA. Bericht: Netanjahu zu Alleingang gegen den Iran bereit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach Angaben des Fernsehsenders i24News unter Umständen zu einem eigenständigen Militärschlag gegen den Iran ohne Unterstützung der USA bereit. Der Sender berief sich auf eine Kabinettssitzung am Montagabend und zitierte Netanjahu mit den Worten: "Es könnte sein, dass wir in eine Situation geraten, in der wir den Iranern allein, ohne Rückendeckung der USA, gegenüberstehen – mit allen damit verbundenen Kosten: Rüstungsausgaben und weltweite Isolation." Israel wolle nicht, dass es so weit komme, wisse aber, dass es so weit kommen könne, sagte Netanjahu demnach. US-Präsident Donald Trump hatte den israelischen Regierungschef zuvor vor einem Alleingang gewarnt. Die US-Regierung führt derzeit Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit Teheran, um den regionalen Konflikt diplomatisch beizulegen. Der israelische Iran-Experte Danny Citronowicz warnte auf X, ein signifikanter militärischer Schritt ohne amerikanische Unterstützung wäre ein strategisch gewaltiges Wagnis für Israels nationale Sicherheit und sollte daher nur in Betracht gezogen werden, wenn keine Alternativen bestehen. Citrinowicz wies auch auf die Konsequenzen hin, falls es ein Abkommen mit dem Iran gebe, das die US-Regierung als zentralen Erfolg betrachte. Dann könnte eine einseitige israelische Aktion gegen den Iran ohne Abstimmung mit Washington einen hohen Preis fordern – auch in den strategischen Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten. Dienstag, 9. Juni US-Militär startet neue Angriffe gegen Iran Das US-Zentralkommando Centcom startet nach eigenen Angaben neue Angriffe gegen den Iran. Die Schläge dienen der Selbstverteidigung und seien eine Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Hubschraubers der US-Armee am Vortag, wie das US-Militär mitteilt. Trump: Iran hat hochmodernen US-Helikopter abgeschossen US-Präsident Donald Trump hat dem Iran vorgeworfen, in der Nacht einen US-Kampfhubschrauber abgeschossen zu haben. Der hochmoderne Hubschrauber vom Typ Apache sei über der Straße von Hormus auf Patrouillenflug gewesen, teilte Trump mit. "Es waren zwei Piloten an Bord, die beide wohlauf und unverletzt sind", so der US-Präsident. Trotzdem kündigte er Vergeltung an: "Die USA müssen zwangsläufig auf diesen Angriff reagieren." Mehr dazu lesen Sie hier. Iran beschlagnahmt Vermögen von zahlreichen Kritikern Die iranische Justiz hat nach eigenen Angaben mehr als 200 Vermögen von Kritikern und Regierungsgegnern beschlagnahmt. Justizsprecher Asghar Dschahangir sprach laut iranischen Medien von "Vaterlandsverrätern", deren Besitz und Vermögen konsequent eingezogen werde. Auf welchen Zeitraum sich die Zahl bezieht, ließ er offen. Seit Beginn des Kriegs mit den USA und Israel Ende Februar berichten Bewohner iranischer Großstädte von verschärften Repressionen. Demnach haben Fahrzeugkontrollen durch Sicherheitskräfte zugenommen, zudem sollen Konten von Regimekritikern eingefroren worden sein. Die Führung in Teheran begründet das Vorgehen mit dem Kampf gegen mutmaßliche Spione und Verräter. Kritiker werfen den Behörden dagegen vor, die Beschlagnahmungen auch zur Finanzierung des Staates zu nutzen. Seit Kriegsbeginn wurden zudem bereits Dutzende Menschen hingerichtet. Iran meldet zwei getötete Soldaten nach israelischen Angriffen Nach den israelischen Angriffen hat der Iran zwei Tote gemeldet. Die beiden Soldaten der Flugabwehr seien am Montag durch israelischen Beschuss getötet worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Zu ihrem Einsatzort gab es zunächst keine Angaben. Zuvor hatten iranische Rettungsdienste 15 Verletzte gemeldet. 14 der Verletzten stammten demnach aus der Provinz Chusestan im Süden des Landes. Einer der Verletzten stammte aus der Hauptstadt Teheran. Westliche Staaten verhängen Sanktionen gegen Siedler in Westjordanland Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien, Neuseeland und Norwegen haben am Dienstag koordinierte Sanktionen gegen extremistische israelische Siedler im Westjordanland verhängt. Dies teilte der französische Außenminister Jean-Noel Barrot mit. Die Staaten reagierten damit auf eine Verschlechterung der Sicherheitslage in dem Gebiet. Frankreich habe zudem ein Einreiseverbot gegen den israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich, vier Anführer von Siedlerorganisationen sowie 21 gewalttätige Siedler verhängt, erklärte Barrot auf der Plattform X. Die Staatengruppe warnte, sie sei zu weiteren Schritten bereit, sollte die israelische Regierung nicht unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Situation vor Ort zu verbessern. Erneut Tote nach israelischem Angriff im Libanon Ungeachtet einer Waffenruhe-Vereinbarung greift das israelische Militär weiter im Südlibanon an. Bei einem Angriff am Stadtrand der Küstenstadt Tyrus wurden nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet und 32 weitere Personen verletzt. Aus Kreisen des libanesischen Zivilschutzes hieß es zuvor, es seien neun Menschen getötet worden. Kurz nach dem Angriff erteilte die israelische Armee einen Fluchtaufruf für die gesamte Stadt. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, rund um die Stadt käme es zu israelischem Beschuss. Das israelische Militär äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht. Das israelische Militär rief ausdrücklich auch die Bewohner und Verbliebenen in den christlichen Teilen der Stadt zur Flucht auf. Viele Menschen hatten dort in den vergangenen Tagen Zuflucht gesucht, nachdem die restlichen Teile der Stadt bereits immer wieder unter Beschuss standen. Christen im Libanon stehen der Hisbollah zum Teil ablehnend gegenüber. Das israelische Militär wirft der Hisbollah vor, sich in den Vierteln vor Angriffen zu verstecken. Tödliche Siedler-Gewalt im Westjordanland nimmt zu Die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland hat laut einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Dem Bericht zufolge wurden mindestens sieben Palästinenser getötet und 832 weitere verletzt – mehr als doppelt so viele Opfer wie 2024. Die Kommission wirft den israelischen Behörden vor, die Angriffe durch finanzielle und militärische Unterstützung zu ermöglichen und Siedlergewalt über Jahrzehnte weitgehend straffrei zu lassen. Israel weist diese Vorwürfe zurück. Auch die Hamas wird in dem Bericht belastet. Die UN-Kommission dokumentierte für die Jahre 2024 und 2025 insgesamt 249 Fälle von Hinrichtungen und schwerer Gewalt im Gazastreifen mit mindestens 108 Todesopfern und 384 Verletzten. In mindestens 60 Fällen seien mit der Hamas verbundene Kräfte beteiligt gewesen. Die Taten könnten dem Bericht zufolge Kriegsverbrechen wie Mord und Folter darstellen. Seit dem Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg hat die Gewalt im Westjordanland nach UN-Angaben deutlich zugenommen. Trump: Verhandlungen über Iran-Abkommen "in den letzten Zügen" US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Er halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tagen" für möglich. Israel: Militär fängt im Süden des Landes Drohne aus dem Jemen ab Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben über dem Süden des Landes eine Drohne aus dem Jemen abgefangen. Der Vorfall im Luftraum über der Stadt Eilat am Roten Meer sei abgeschlossen, teilte das Militär auf der Plattform X mit. Die Streitkräfte machten keine Angaben dazu, welche Gruppe sie für den Drohnenangriff verantwortlich machten. Libanons Gesundheitsministerium: Tote bei israelischem Angriff Bei einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanon sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Acht weitere seien bei dem Angriff auf Tyros verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium am Montag. Darunter seien vier Sanitäter des Roten Kreuzes. Trump warnt Netanjahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem erneuten Krieg gegen den Iran gewarnt. Sollte es zu einem neuen Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagte Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. "Ich habe gesagt: 'Bibi (Netanjahu), du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein'", zitierte das Portal den US-Präsidenten. Montag, 8. Juni Israel stoppt Angriffe im Iran wohl auf US-Wunsch Israel will nach Medienberichten die Angriffe einstellen. Nach Ende einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte demnach ein namentlich nicht genannter ranghoher israelischer Regierungsvertreter: "Auf Wunsch von (US-Präsident Donald) Trump stellen wir die Angriffe auf den Iran ein." Er habe den Eindruck, "dass die derzeitige Eskalation hinter uns liegt". Eine mit der Angelegenheit vertraute israelische Quelle bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Berichte auf Anfrage. Im Libanon sollen die Einsätze aber weitergehen. Iran sperrt bis auf Weiteres gesamten Luftraum Der Iran hat nach der jüngsten Eskalation mit Israel seinen gesamten Luftraum gesperrt. Dies geht aus einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur des Iran hervor. Sämtliche Verbindungen an allen iranischen Flughäfen seien demnach gestrichen. Zuvor hatte die iranische Luftfahrtbehörde nur für Teile des Landes ein Flugverbot verhängt. Libanon: Fast 3.500 Angriffe Israels während Waffenruhe Israel hat den Libanon nach offiziellen libanesischen Angaben seit Verkündung der Waffenruhe im April fast 3.500 Mal angegriffen. Das teilte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam nach einer Kabinettssitzung in Beirut mit. Das sei die Zahl der israelischen Verstöße gegen die kaum wirksame Waffenruhe, die am 17. April in Kraft trat, bis zum vergangenen Sonntag. Rund 30 Soldaten der staatlichen Armee und fast 20 weitere Sicherheitskräfte seien seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und der erneuten Eskalation im Libanon getötet worden, teilte Salams Büro mit. Insgesamt wurden im Libanon nach offiziellen Angaben seitdem mehr als 3.500 Menschen getötet und mehr als 10.000 weitere verletzt. Iran meldet 15 Verletzte nach Angriffen Bei den jüngsten Angriffen auf den Iran sind nach iranischen Angaben bislang 15 Menschen verletzt worden. Eine der verletzten Personen sei derzeit noch im Krankenhaus, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Rettungsdienste des Landes. Es gebe bislang keine Toten infolge der Angriffe. 14 der Verletzten stammten demnach aus der für die iranische Petrochemie wichtigen Provinz Chusestan am nördlichen Ende des Persischen Golfes. Einer der Verletzten stamme den Angaben zufolge aus der Hauptstadt Teheran. Iran erklärt Angriffe auf Israel für beendet Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel für beendet erklärt. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine "schmerzhafte Antwort" erteilt, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. "Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben." Trump: Iran und Israel müssen Angriffe sofort stoppen US-Präsident Donald Trump hat den Iran und Israel nach neuen Angriffen aufgefordert, diese sofort einzustellen. "Israel und der Iran müssen unverzüglich aufhören zu 'schießen'", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Mehr fügte er inhaltlich nicht hinzu. Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen Der Iran meldet weitere Angriffe in verschiedenen Landesteilen. In der Provinz Hamdan im Nordwesten habe es am Vormittag einen Angriff gegeben, berichtete die Agentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Im Süden Teherans seien Explosionen zu hören gewesen, so die Nachrichtenagentur Nour-News. Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte, unterirdische Parkhäuser würden als Schutzräume vorbereitet. Bereits zuvor hatten iranische Medien von Explosionsgeräuschen und aktivierter Flugabwehr in der Hauptstadt Teheran berichtet. Spekulationen in sozialen Netzwerken über einen Angriff auf den Flughafen der Metropole Schiras wurden in einem Bericht der Agentur Mehr zurückgewiesen. Der Flughafen stellte am Vormittag den Betrieb auf weiteres ein, berichtete Tasnim. Auch Huthis feuern Raketen auf Israel ab In die neue Gewalt zwischen dem Iran und Israel greifen auch die Huthi-Rebellen aus dem Jemen ein. Nach eigenen Angaben feuerten sie ebenfalls Raketen auf Israel ab. Die Zeitung "Times of Israel" zitierte einen Sprecher der israelischen Armee mit den Worten, die Geschosse seien abgefangen worden. Der Iran hatte in der Nacht zu Montag erstmals seit Wochen Israel mit Raketen beschossen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ordnete daraufhin Gegenschläge an. Der Iran antwortete danach mit einer zweiten Raketenwelle. Dann stiegen die Huthis in die Kämpfe ein. Die vom Iran unterstützten Kämpfer im Jemen kündigten zudem an, die Navigation israelischer Schiffe im Roten Meer mit elektronischen Gegenmitteln lahmlegen zu wollen. Israel trifft wohl Raffinerie im Iran Israel soll bei Luftangriffen auf den Iran die Karun Petrochemical Company im Süden des Landes getroffen und teilweise beschädigt haben, schreibt die iranische Nachrichtenagentur Fars. Demnach soll ein hochrangiger israelischer Beamter dem israelischen Sender Channel 14 bestätigt haben, dass Israel die Anlage getroffen hat. Neuer Raketenbeschuss aus dem Iran auf Israel In mehreren Gegenden Israels haben nach neuem iranischem Raketenbeschuss am Morgen die Warnsirenen geheult. Unter anderem im Zentrum und Süden des Landes gab es Raketenalarm. Etliche Menschen mussten erneut Schutz in Bunkern vor dem Angriff suchen. Zuvor hatten sie eine Warnung per Handy erhalten. "Die Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen", teilte das israelische Militär mit. Der Iran soll laut OSINT-Kanälen auf X mit ballistischen Raketen von mehreren iranischen Basen – unter anderem Urmia, Kermanshah, Khorramabad und Najaf Abad – angegriffen haben. Israels Militär meldet Rakete aus dem Jemen Nach Angaben des israelischen Militärs ist eine Rakete aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Gefahr abzufangen, teilte das Militär am frühen Morgen auf Telegram weiter mit. Die Bevölkerung war aufgerufen, Schutzanweisungen zu folgen. Später teilte das Militär mit, dass die Menschen die Bunker wieder verlassen könnten. Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Terrorgruppe der Huthis. Sie hatte in der Vergangenheit die "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt. Immer wieder wird befürchtet, die Gruppe werde sich aus dem Jemen in den Iran-Krieg einmischen. Eskalation in Nahost belastet Börsen in Südkorea und Japan Die Börsen in Ostasien haben im Zuge der jüngsten Eskalation in Nahost deutlich nachgegeben. Der südkoreanische Leitindex Kospi startete mit einem Minus von über acht Prozent in die Handelswoche. Wegen der starken Kursbewegung verhängte die Börse in Seoul eine 20-minütige Handelsunterbrechung. Mit Stand Ortszeit 12 Uhr pendelte sich der Kospi auf ein Minus von rund vier Prozent ein. Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank zum selben Zeitpunkt um minus 3,8 Prozent. Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert, am Montagmorgen griff auch Israel den Iran an. Die iranischen Angriffe erfolgten als Reaktion auf israelische Angriffe auf die Terrororganisation Hisbollah im Libanon. Die jüngste Eskalation weckt die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .