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Linken-Chefin Schwerdtner und CSU-Mann Blume streiten bei Lanz

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Bei "Markus Lanz" prallten Mittwochabend CSU-Politiker Markus Blume und Linken- Chefin Ines Schwerdtner aufeinander. Es ging um Steuern für Superreiche. Vermögenssteuer, Umverteilung, Billionen-Schulden: Bei "Markus Lanz" lieferten sich CSU-Politiker Markus Blume und Linken-Chefin Ines Schwerdtner einen harten Schlagabtausch über Wirtschaftspolitik. Schwerdtner forderte höhere Abgaben für Superreiche und massive staatliche Investitionen. Blume hielt dagegen und warnte vor einer Rückkehr des Sozialismus. Zuvor hatte ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen aus Mexiko über den eskalierenden Iran-Konflikt berichtet. Die Gäste Markus Blume, bayerischer Wissenschaftsminister (CSU) Ines Schwerdtner, Parteivorsitzende der Linken Veit Medick, Journalist (Stern) Elmar Theveßen, ZDF-Korrespondent Schwerdtner forderte eine Vermögenssteuer von bis zu 12 Prozent – für Milliardäre. "Ein Prozent bei einer Million", erklärte sie das Modell. "Da muss man nicht viel abgeben." Bei 50 Millionen seien es fünf Prozent. "Da, wo es wehtut, bei den Milliardären, da muss man dann zwölf Prozent bezahlen." Lanz rechnete vor: "Wenn die eine Milliarde haben und zahlen jedes Jahr zehn Prozent, ist die Kohle in zehn Jahren weg." Schwerdtner daraufhin: "Wir sagen ja auch Milliardäre abschaffen. Nicht zu Unrecht". Es gehe um 250 Menschen in Deutschland. "Die können mehr Steuern zahlen." Die Einnahmen bezifferte sie auf bis zu 147 Milliarden Euro jährlich. Aktuelle Zahlen: Ab diesem Einkommen zahlen Sie Reichensteuer Gehalt und Vermögen: Ab wann gilt man in Deutschland als reich? Blume: Dann haben wir so ne Art DDR 2.0 Blume reagierte scharf: "Das ist ja Sozialismus reloaded", sagte er. Schwerdtner wolle "mit Billionen Schulden" investieren und "den Unternehmen sagen, was sie produzieren sollen". Am Ende warteten die Kunden "sieben Jahre, bis sie dann ihr Auto abholen können". Als Schwerdtner erklärte, die Reichen könnten ja nicht einfach abhauen, wenn sie Vermögenswerte in Deutschland hätten, wurde Blume deutlich: "Sperren Sie die Leute ein und wir haben so eine Art DDR 2.0." Schwerdtner wies das zurück. "Die Vermögenssteuer gab es unter Helmut Kohl", sagte sie. "Ein Drittel der CDU-Wähler sind auch für eine Vermögenssteuer. Sie sprechen nicht mal für die Mehrheit Ihrer eigenen Leute." Schwerdtner: Eine Billion Euro investieren Die Linken-Chefin forderte massive staatliche Investitionen in die Industrie. "Für die nächsten zehn Jahre müsste man bis zu eine Billion Euro investieren", sagte sie. Dafür müsse die Schuldenbremse reformiert werden. Blume konterte: "Die stärkste Kraft ist die Kraft der sozialen Marktwirtschaft." Diese Kräfte müsse man "sich mal wieder entfalten lassen". Journalist Veit Medick warf ein, der Staat als Unternehmer sei "reihenweise gescheitert in den vergangenen Jahren". Er nannte die gescheiterte Chipfabrik in Magdeburg und Batteriehersteller. Medick hatte Friedrich Merz zuvor bei Politico "eine gewisse Lust am Untergang" attestiert. Bei Lanz erklärte er, was er damit meinte. Der Kanzler eskaliere in bestimmten Situationen selbst, "statt sie herunterzukochen". Dass Merz am Vorabend eines Sozialgipfels gesagt habe, seine Geduld mit der SPD sei zu Ende, zeige die Belastung. Medick: "Merz ist "relativ einsam gerade" "Atmosphärisch zeigt das, wie stark Friedrich Merz unter Druck steht", sagte Medick. Er habe keinen Spielraum mehr, den eigenen Leuten Kompromisse zu vermitteln. "Machtpolitisch ist er sozusagen relativ einsam gerade." Gleichzeitig habe Merz nichts zu verlieren. "Er ist 70 Jahre alt. Keiner hätte geglaubt, dass er nochmal Bundeskanzler wird", sagte Medick. Das verleihe ihm "eine große Freiheit, auch klare Ansagen zu machen". Auch über die CSU wurde gesprochen. EU-Parlamentspräsident Manfred Weber hatte Parteichef Söder in einem Brief öffentlich kritisiert. Blume ging auf Distanz. "Der hat seine Liebe zum Brief entdeckt", sagte er. Seit Webers gescheiterter Kandidatur für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten sei er "irgendwie so ein bisschen von der Rolle". Am Ende ging es um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Die AfD liegt in Umfragen bei fast 40 Prozent. Eine Kooperation zwischen CDU und der Linken könnte nötig werden. Schwerdtner sagte, ihre Partei werde "alles tun, damit die AfD nicht an die Schalthebel der Macht kommt". Einen "Blankoscheck" für die CDU werde es aber nicht geben. Medick prognostizierte eine "Zerreißprobe" für die Union. Der Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linken existiere "eigentlich nur noch auf dem Papier". Theveßen: "Tiefes Zerwürfnis" zwischen Trump und Netanjahu Zu Beginn der Sendung hatte ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen aus Mexiko über den Iran-Konflikt berichtet. Die USA hatten Vergeltung für den Abschuss eines Hubschraubers geübt. Trump kündigte weitere Schläge an und führte diese in der Nacht zum Donnerstag auch durch. "Die amerikanischen Medien notieren, dass Donald Trump ja schon 37 Mal gesagt habe, dass dieser Krieg kurz vor dem Ende steht", sagte Theveßen. Davon sei nichts zu sehen. Der Iran habe nach den US-Schlägen "eine Reihe von Zielen in Kuwait, in Bahrain und auch in Jordanien angegriffen". Das Verhältnis zwischen Trump und Netanjahu sei laut Beobachtern ein als "tiefes Zerwürfnis", so Theveßen. Die Interessen seien "so unterschiedlich". Netanjahu wolle den Krieg weiterführen, "bis es am Ende einen Sieg über das iranische Regime gibt". Trump hingegen fürchte die wirtschaftlichen Folgen. "Die Inflationsrate ist jetzt auf 4,2 Prozent geklettert", sagte Theveßen. Netanjahu habe sich wiederholt über Trumps Warnungen hinweggesetzt. "Donald Trump war, ich sage mal, stinksauer, weil er das Gefühl hatte, dass Netanjahu nicht auf seinen Rat hört." Trotzdem glaube er nicht an eine große Eskalation. "Das Interesse daran ist eigentlich gleich Null", sagte Theveßen. "Ich tippe eher darauf, dass man versucht, irgendwie wieder an den Verhandlungstisch zu kommen."





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