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Gewalt im Nahen Osten: US-Armee attackiert den Iran

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Eigentlich gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch nun greifen die USA erneut an. Eine diplomatische Lösung erscheint immer unwahrscheinlicher. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. "Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans", teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die neuesten Attacken hätten um 17.15 Uhr US-Ostküstenzeit (23.15 Uhr deutscher Zeit) begonnen. Centcom bezeichnete diese als "Selbstverteidigungsschläge". Kurz zuvor hatte Trump bereits weitere Angriffe für "heute" angekündigt. Wie das nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-Regierungskreise berichtet, soll Trump dem Regime in Teheran vorgeworfen haben, ihn bei den Verhandlungen über einen dauerhaften Friedensvertrag "an der Nase herumzuführen". Daher habe er beschlossen, dass sich etwas ändern müsse – und die neuerlichen Angriffe befohlen. USA üben Vergeltung: Die Spirale der Gewalt dreht sich Krieg gegen den Iran: Trump schlägt zu Ministerpräsident reagiert: Trump spricht über Netanjahus Ende Iranische Streitkräfte griffen Berichten von staatlichen iranischen Medien zufolge unterdessen US-Schiffe nahe der Straße von Hormus mit Raketen und Drohnen an. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtet von Zusammenstößen auf See zwischen iranischen und US-Einheiten. Ferner gibt es Meldungen über mehrere Explosionen in der iranischen Hafenstadt Gorgan sowie in Bandar Abbas. In Bandar Abbas seien Detonationen in der Nähe des Flughafens und eines Militärstützpunktes zu hören, meldet die Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen eigenen Reporter. Der Sender Press TV berichtet, dass auch die Hafenstadt Bandar Sirik von feindlichen Projektilen getroffen worden sei. In der Nacht zu Donnerstag verkündete Trump dann beim Sender Fox News, dass die Angriffe auf den Iran bald schon wieder beendet sein werden. Er habe bereits direkt mit iranischen Vertretern gesprochen, sagt der Republikaner. Demnach hätten die Mullahs ihn gebeten, die Bombardierung einzustellen. Trump hält sich dem Sender zufolge jedoch die Option für weitere Angriffe offen. Israel sei an den aktuellen Angriffen auf den Iran hingegen nicht beteiligt, so der US-Präsident. Zuletzt hatte es offenbar Spannungen zwischen dem weiteren Vorgehen im Irankonflikt zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Trump gegeben. Wenig später herrschte dann Verwirrung, nachdem der Iran die Aussagen von Trump über direkte Kontakte zwischen beiden Seiten zurückwies. Der US-Präsident mache falsche Behauptungen hieß es aus Teheran. Er nutze die angeblichen Kontakte zu den Mullahs lediglich als einen Vorwand, um sich vor einem Krieg gegen den Iran zu drücken, berichten staatliche Medien unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter. Zudem meldete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen Insider, jede amerikanische Aggression werde mit einer entschlossenen militärischen Antwort und nicht mit politischer Erpressung beantwortet. Straße von Hormus dicht – oder nicht? Wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr unterdessen berichtete, hat das Militärkommando des Iran die Sperrung der Straße von Hormus für alle Schiffe, einschließlich Öltanker und Handelsschiffe, angeordnet. Jedes Schiff, das sich an einer Passage durch die Meerenge versuche, werde unter Beschuss genommen, hieß es. Damit setzt das Mullah-Regime offenbar sein schärfstes Druckmittel ein. Eine Sperrung der Straße hatte bereits zu Beginn des Krieges für erhebliche Verwerfungen der Weltwirtschaft geführt und unter anderem die Preise für Kraftstoffe und Energie weltweit stark ansteigen lassen. Allerdings dementierte das US-Militär die angebliche Komplettsperrung der Straße von Hormus. "Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Straße von Hormus ein und wieder heraus", teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Auch in den vergangenen Tagen Angriffe Auch wollen Irans Streitkräfte nach eigenen Angaben Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert haben. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot. Irans mächtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden. Aus Bahrain, Kuwait oder vom US-Militär gab es dafür zunächst keine Bestätigung. In den vergangenen Tagen war es trotz der Waffenruhe bereits zu gegenseitigem Beschuss gekommen. Am Sonntag feuerten Irans Streitkräfte gut zwei Monate nach Beginn der Feuerpause erstmals wieder Raketen auf Israel. Israel griff daraufhin Ziele im Iran an. Trump rief beide Staaten zu einer sofortigen Waffenruhe auf, woraufhin beide Seiten erklärten, ihre Angriffe einzustellen. Sorgen vor neuer regionaler Eskalation In der Nacht zu Mittwoch bombardierte das US-Militär als Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers eigenen Angaben zufolge im Iran Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen. Trump hatte zuvor den Iran für den Absturz verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. Iranischen Angaben zufolge wurden bei den Bombardierungen mit zwei Wasserspeichern auch zivile Infrastruktur zerstört. Irans Präsident kritisierte die Angriffe scharf. "Die Infrastruktur eines Landes ist die Lebensader der Menschen", schrieb Massud Peseschkian auf X. "Wer mit Angriffen auf Verkehrsnetze, Stromversorgung oder Wasserindustrie droht, demonstriert keine Stärke, sondern nur Verzweiflung." Die USA und Israel hatten Ende Februar ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Zuletzt hatten die militärischen Spannungen und gegenseitige Angriffe wieder Sorgen vor einer neuen regionalen Eskalation befeuert. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bislang ohne Durchbruch. Erst am Mittwoch traf iranischen Berichten zufolge eine Delegation aus Katar in Teheran ein, um im Krieg zu vermitteln.





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