Kiel: Sprengstoffalarm auf Kreuzfahrtschiff – Passagiere teilweise evakuiert
Eine Frachtlieferung am Ostseekai löst einen Großeinsatz aus. Die Polizei räumt die Backbordseite eines Kreuzfahrtschiffs. Was bisher bekannt ist.
Wegen eines Sprengstoffalarms hat die Polizei am Nachmittag ein in Kiel liegendes Kreuzfahrtschiff teilweise evakuiert. Gegen 13.00 Uhr sei eine Lieferung mit vier Paletten Ladung am Schiff „Mein Schiff Relax“ eingetroffen, woraufhin Sprengstoff-Detektoren ausgelöst hätten, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur DPA. Die Backbordseite, wie die linke Seite eines Schiffs bezeichnet wird, sei anschließend evakuiert worden. Zuvor hatten die „Kieler Nachrichten“ berichtet.
„Aktuell läuft ein größerer Polizeieinsatz“, sagte ein Polizeisprecher. Es sei ein Sicherheitsradius von 150 Metern um die Einsatzstelle eingerichtet worden. Vor dem Verladen der Paletten von einem Parkplatz auf das Schiff sei die Ladung routinemäßig überprüft worden. „Dabei sind Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Wir gehen jetzt gewissen Verdachtsmomenten nach.“
Kampfmittelräumdienst auf Kreuzfahrtschiff
Experten des Kampfmittelräumdienstes waren am Nachmittag vor Ort im Einsatz. „Außerhalb des gesperrten Bereiches besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit“, sagte die Polizeisprecherin. Der Verkehr vor dem Terminal wurde umgeleitet.
Rund 2.000 Menschen befänden sich auf dem Schiff, sagte der Sprecher. „Die sind aber angewiesen worden, sich nicht auf der Backbordseite aufzuhalten.“ Ebenfalls rund 2.000 Menschen wollten noch auf das Schiff. Die Situation sei ruhig. Die Stimmung der Passagiere sei „sehr entspannt“. Diese wollten ja auch in den Urlaub fahren, sagte sie.
Nach Angaben auf der Homepage von Tui Cruises sollte das Schiff Kiel um 19.00 Uhr verlassen, um sich auf den Weg nach Oslo in Norwegen zu machen.
