Kriminalität: Hessisches LKA stellt Waffen bei Razzia gegen Rechts sicher
Das LKA Hessen durchsucht Wohnungen und findet Waffen sowie digitale Beweismittel. Was die Ermittler zu den Einsätzen gegen rechte politisch motivierte Kriminalität sagen.
Wegen rechter politisch motivierter Kriminalität hat das Landeskriminalamt (LKA) sechs Durchsuchungsbeschlüsse in Hessen vollstreckt. Die Ermittler durchsuchten Wohnungen in den Landkreisen Main-Kinzig, Marburg-Biedenkopf, Gießen, Bergstraße und in Frankfurt, wie das LKA mitteilte. Betroffen waren demnach sechs Männer im Alter zwischen 25 und 62 Jahren.
Bei den sechs Wohnungsdurchsuchungen seien zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden. Neben Waffen-, Waffenteilen und Pfefferspray hätten die Ermittler auch Mobiltelefone, Laptops, PCs, Tablets und weitere Speichermedien sichergestellt. Die Durchsuchungsbeschlüsse wurden unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung und dem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erlassen, hieß es.
Mehr rechte politisch motivierte Kriminalität in Hessen
"Das Gefahrenpotenzial von Personen aus dem rechten Spektrum ist real und hoch - die Ereignisse in den letzten Jahren machen dies deutlich", sagte LKA-Präsident Daniel Muth einer Mitteilung zufolge. Um die freiheitlich demokratische Grundordnung zu schützen, ergreife die hessische Polizei alle notwendigen Maßnahmen.
Die Fallzahlen im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Rechts steigen in den letzten Jahren zunehmend an. In den Jahren 2017 und 2018 wurden dem LKA zufolge noch rund 600 Straftaten statistisch erfasst. 2025 seien in Hessen fast 2.500 Straftaten rechter politisch motivierter Kriminalität registriert worden.
