Der 1. FC Köln hat am Montagabend den Saisonabschluss gefeiert. Obwohl sich Sportchef Thomas Kessler nicht äußerte, war die Trainerfrage allgegenwärtig. Am Montagabend lud der 1. FC Köln in die Flora am Zoo zur großen Feier nach Ende der Bundesliga-Saison 2025/26. Die Geißböcke ließen nach dem Klassenerhalt für die Bundesliga-Männer ebenso wie für die Bundesliga-Frauen das Jahr noch einmal Revue passieren. Es ist viel passiert seit dem vergangenen Sommer. Und es dürfte einmal mehr viel passieren in diesem Sommer. Doch ehe sich die Ereignisse auf dem Transfermarkt überschlagen dürften, muss der FC die Trainerfrage klären. Bleibt René Wagner Chefcoach oder nicht? Und wenn nicht, wer übernimmt dann das Zepter am Geißbockheim? Sportchef Thomas Kessler schwieg dazu am Montag. Er will sich erst wieder äußern, wenn diese zentrale Frage geklärt ist. Lob vom Vorstand für Wagner Das wird schon bald der Fall sein, wenn man den Verantwortlichen Glauben schenken mag, die an Kesslers Stelle sprachen. "René hat in den vergangenen Wochen einen klaren Auftrag gehabt – und den hat er absolut erfüllt", sagte Vizepräsident Ulf Sobek, der im Vorstand für den Sport zuständig ist. "Er hat uns letztendlich zum Klassenerhalt geführt. Das war ein ganz wichtiger Faktor und auch der Grund, warum wir uns bewusst für ihn entschieden haben. Wir sehen in ihm auf jeden Fall einen Trainer mit sehr viel Potenzial." Präsident Jörn Stobbe formulierte es sogar noch deutlicher: "René Wagner ist aktuell natürlich in der Pole Position als Trainer", sagte der FC-Boss. "Besonders gefällt mir, dass er sich selbst nicht so in den Vordergrund stellt. Man nimmt ihm glaubhaft ab, dass ihm der 1. FC Köln und der Erfolg der Mannschaft wirklich wichtig sind." Alles scheint also beim FC darauf hinauszulaufen, dass der 37-jährige Wagner Cheftrainer bleiben wird. Wagner muss sich einer Befragung stellen Oder doch nicht? Sobek und Stobbe versicherten auch, dass bis zu der finalen Entscheidung noch eine ausführliche Analyse anstehe. "Das ist wichtig", sagte Stobbe. Es gehe darum, zu hinterfragen, was in den letzten zwölf Monaten gut und was schlecht gelaufen sei. Und vor allem wird es um die Frage gehen, ob Wagner wirklich in der Lage wäre, eine Gruppe aus rund 30 Spielern und 20 Trainern, Betreuern, Ärzten und Physios zu führen. Dafür wird sich Wagner, das deutete Sobek an, auch noch einigen Fragen stellen müssen. "Dazu gehört auch, dass alle Beteiligten noch offene Fragen beantworten und die verschiedenen Gremien eingebunden werden", erklärte Sobek. Erst dann soll die Entscheidung fallen – immerhin wohl noch in dieser Woche.