Natur: Mehr als fünf Millionen junge Bäume sollen gepflanzt werden
Mehr Mischwald, weniger Fichte: Sachsen treibt den Waldumbau voran. Doch es gibt Herausforderungen.
Sachsenforst will in diesem Jahr mehr als fünf Millionen junge Bäume im Staatswald pflanzen und den Umbau hin zu klimastabileren Mischwäldern weiter vorantreiben. Wie der Staatsbetrieb mitteilte, sollen auf rund 1.310 Hektar vor allem Laubgehölze in den Boden gebracht werden. Ihr Anteil liegt demnach bei etwa 72 Prozent.
Besonders häufig werden Rotbuchen sowie Trauben- und Stieleichen gepflanzt. Bei den Nadelbäumen spielt die Weißtanne eine wichtige Rolle.
Millioneninvestition für klimastabile Wälder
Der Freistaat investiert für Pflanzungen und Waldsaaten rund 15,6 Millionen Euro. Ziel ist es, die Wälder widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. "Damit unsere Wälder langfristig wachstumsfreudig bleiben und mit ihren vielfältigen Ökosystemleistungen auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen, brauchen wir klimastabile, arten- und strukturreiche, leistungsfähige Wälder", sagte Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU).
Trockenheit erschwert Aufforstung
Allerdings stehen die Pflanzungen vor Herausforderungen. So erschweren etwa geringe Niederschläge seit Jahresbeginn das Anwachsen der jungen Bäume. "Der Winter-Niederschlag lag noch unter der bereits geringen Menge des Vorjahres und macht uns große Sorgen", sagte Thomas Rother, Leiter eines Forstbetriebes von Sachsenforst. Es brauche daher dringend mehr Niederschläge, damit der Anwuchs gelinge.
Saatgut bleibt knapp
Auch die Verfügbarkeit von Saatgut ist ein Problem. "Die Saatgutverfügbarkeit ist eine zentrale Herausforderung bei der Umsetzung unserer Waldumbauziele", so Rother. Hintergrund sei, dass viele Baumarten nicht jedes Jahr gleich viele Samen tragen. In sogenannten Mastjahren müsse deshalb möglichst viel Saatgut gesichert werden.
Wildverbiss als weiteres Risiko
Neben Trockenheit können auch Wildtiere junge Bäume schädigen. Vor allem Rehe, Rotwild und Hasen verbeißen Knospen. Sachsenforst setzt daher den Angaben zufolge auf angepasste Jagd, um waldverträgliche Wildbestände zu erreichen und zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Zäune möglichst zu vermeiden.
