Bericht zum Datenschutz: Datenschutzbeauftragte erreichen mehr Beschwerden
Datenschutzverstöße beschäftigen immer mehr Menschen: Die Zahl der Beschwerden in Schleswig-Holstein ist deutlich gestiegen – besonders häufig geht es um Videoüberwachung.
Die Zahl der Beschwerden bei der Landesbeauftragten für Datenschutz Schleswig-Holstein, Marit Hansen, hat sich stark erhöht. Im vergangenen Jahr habe der Anstieg bei etwa 40 Prozent gelegen, teilte Hansen zur Vorstellung ihres Tätigkeitsberichts mit. "Wenn wir die aktuellen Zahlen der Eingänge hochrechnen, wird die Zahl der Fälle noch weiter ansteigen."
2025 seien 2.276 Beschwerden eingegangen. 1.839 Fälle seien in ihre Zuständigkeit gefallen, 437 Fälle mussten an andere Behörden abgegeben werden, so Hansen. Bei den meisten Beschwerden sei es um vermutete Datenschutzverstöße durch Unternehmen gegangen.
Ein Dauerbrenner seien Beschwerden über Videoüberwachung, etwa in Sportvereinen, Reitanlagen und Kleingärten, in Taxis, Restaurants und Schwimmbädern. "Nicht jede Videoüberwachung ist datenschutzrechtlich unzulässig – offenbar denken dies aber viele Menschen. Wir informieren auf unserer Website, was man für eine rechtskonforme Videoüberwachung beachten muss", so Hansen.
