Neues Santa Cruz Nomad im ersten Test: Kleine Änderungen mit großer Wirkung
Neues Santa Cruz Nomad im ersten Test: Gut drei Jahre ist das letzte Update des Enduro- und Freeride-Boliden der kalifornischen Kultmarke her – nun präsentiert Santa Cruz bereits das siebte Nomad. Unverändert bleiben der Mullet-Laufradmix sowie 170 mm VPP-Federweg, die dank vieler Detail-Änderungen allerdings für eine smoothere Fahrt sorgen sollen. Selbiges verspricht der weniger steife CC-Carbon-Rahmen – eine günstigere C-Version wurde ebenso eingespart wie ein neues Megatower. Wir konnten das Nomad #7 bereits testen!
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Santa Cruz Nomad: Infos und Preise
Pünktlich zur Saison 2026 stellt Santa Cruz die nunmehr siebte Generation des neuen Nomad vor – diesmal ohne den 29″-Zwilling Megatower. Dessen eher Enduro-fokussierte Rolle muss ab jetzt das Nomad übernehmen, ohne dabei seine Freeride-Gene zu verleugnen. Helfen sollen dabei ein smootherer VPP-Hinterbau und eine verringerte Rahmensteifigkeit. Beim Material beschränkt sich die Auswahl auf die High-End-CC-Version. Diese verfügt im Gegensatz zu Bronson und Hightower allerdings über eine Leitungsführung zur Schaltung und ist etwas leichter geworden. Die Geometrie wurde nur leicht angepasst, preislich geht’s bei 6.299 € los. Wir konnten zwei Tage lang die Vollgas-Version mit X0-Schaltung und Reserve-Laufrädern für 10.199 € testen.
- Rahmenmaterial CC Carbon
- Federweg 170 mm (vorne) / 170 mm (hinten)
- Hinterbau VPP
- Laufradgröße Mullet (29″/27,5″)
- Besonderheiten überarbeitetes Staufach, Werkzeugaufnahme, FlipChip für Geometrie & Kinematik, weniger Anti-Squat/Anti-Rise, verringerte Rahmensteifigkeit
- Gewicht 15,57 kg (Größe L, gewogen)
- Farben Matte Metallic Earth / Gloss Aqua Magenta
- Rahmengrößen S / M / L / XL /XXL
- verfügbar ab sofort
- www.santacruzbicycles.com
Preis Nomad 90: 6.299 € (UVP)
Preis Nomad GX: 7.499 € (UVP)
Preis Nomad XT Di2: 8.299 € (UVP)
Preis Nomad X0 RSV: 10.199 € (UVP)
Im Detail
Das neue Nomad ist leicht als ein Santa Cruz zu erkennen – im Gegensatz zum aktuellen E-MTB-Line-up bleibt sich Santa Cruz bei den unmotorisierten Bikes treu und setzt weiterhin auf den bekannten VPP-Hinterbau. Das neue Modell verrät sich am etwas schlankeren Rahmen und dem von Bronson & Co. bekannten Fenster über dem Dämpfer. Tatsächlich soll das neue Nomad etwas weniger steif und somit komfortabler als der Vorgänger sein, wobei Santa Cruz angibt, dass die Steifigkeit des CC-Carbon-Rahmens je nach Rahmengröße justiert wird.
Mehr Komfort, Grip und Fahrspaß sollen zudem die Kinematik-Änderungen am VPP-System garantieren: Wie schon bei den letzten Santa Cruz-Bikes soll auch das Nomad 7 dank geringerem Anti-Squat, leicht gesunkenem Anti-Rise und einer verringerten Progression besser auf dem Trail aufliegen. Dazu gibt’s den bekannten Flipchip am hinteren Dämpferauge, der sich leicht auf die Geometrie, aber auch auf die Kinematik auswirkt, denn das hohe Setting ist etwas linearer. Die bekannt guten Pedaliereigenschaften des Nomads sollen unter den Änderungen nicht gelitten haben.
Ein willkommenes Update dürfte die Glovebox 2.0 sein, womit Santa Cruz das Staufach im Unterrohr bezeichnet. Die bei früheren Modellen gerne klappernde Lasche soll nun fest schließen sowie abdichten und verfügt über einen besser zu bedienenden Hebel. Dazu gibt’s wie gewohnt zwei Taschen zum internen Verstauen. Zusätzlich bietet das Nomad einen Montagepunkt für Werkzeug oder Taschen unter dem Oberrohr. Wer es hart krachen lassen will, wird sich über die unteren beiden ISCG05-Tabs für einen Bashguard freuen. Die obere Kettenführung von OneUp ist stets montiert. Wie gewohnt bietet Santa Cruz eine lebenslange Garantie auf Rahmen, Lager und Laufräder.
Natürlich ist der Rahmen weiterhin umfassend geschützt. Ein Schutz im Bereich des Tretlagers ist ebenso vorhanden wie der in Europa häufig etwas überflüssige Shuttle-Guard weiter oben. Dazu gibt’s den bekannten dämpfenden Kettenstrebenschutz und auch die Sitzstrebe ist im Bereich der Kette mit Gummi überzogen. Sämtliche Leitungen werden intern geführt, was äußerst praktisch ist.
Geometrie
Bei der Geometrie halten sich die Änderungen in Grenzen – verständlich, hier waren wir in der Vergangenheit immer sehr zufrieden mit Santa Cruz. Das Nomad 7 wird in fünf Größen von S bis XXL und einer Reach-Spanne von 435 mm bis 520 mm angeboten. Die Kettenstreben wachsen je nach Größe mit, wobei die Änderungen eher moderat ausfallen – von 439 bis 450 mm, wobei der größte Sprung zwischen XL und XXL liegt. Der Lenkwinkel ist mit 63,3°/63,6° je nach Flipchip-Setting etwas flacher geworden und absolut Freeride-tauglich. Der Sitzwinkel hingegen ist mit 77,4° über alle Größen hinweg steiler als am Vorgänger. Im Test bin ich das Nomad in Größe L mit 475 mm Reach und moderat hohen 643 mm Stack gefahren.
| Rahmengröße |
SM
|
MD
|
LG
|
XL
|
XXL
|
|---|---|---|---|---|---|
| Laufradgröße | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 | Mullet 29/27,5 |
| Reach | 435 mm | 455 mm | 475 mm | 495 mm | 520 mm |
| Stack | 624 mm | 633 mm | 643 mm | 660 mm | 670 mm |
| STR | 1,43 | 1,39 | 1,35 | 1,33 | 1,29 |
| Lenkwinkel | 63,6°63,3° | 63,6°63,3° | 63,6°63,3° | 63,6° | 63,6°63,3° |
| Sitzwinkel, effektiv | 77,4° | 77,4° | 77,4° | 77,4° | 77,4° |
| Sitzrohr | 380 mm | 405 mm | 430 mm | 460 mm | 500 mm |
| Überstandshöhe | 712 mm | 720 mm | 723 mm | 727 mm | 733 mm |
| Kettenstreben | 439 mm | 440 mm | 443 mm | 446 mm | 450 mm |
| Tretlagerhöhe | 346 mm343 mm | 346 mm343 mm | 346 mm343 mm | 346 mm343 mm | 346 mm343 mm |
Ausstattung
Zum aktuellen Zeitpunkt bietet Santa Cruz das neue Nomad in vier Ausstattungsvarianten von 6.399 € bis zu gewaltigen 10.199 € an. Ein Rahmenset hingegen wird nicht gelistet. In einigen Monaten soll jedoch eine neue, günstigere Version mit noch unbekanntem Antrieb folgen, die dann auch auf den High-End-CC-Rahmen setzt. Die beiden günstigsten Versionen setzen jeweils auf eine SRAM-Schaltung – 90 oder GX AXS – mit RockShox-Fahrwerk in der Select- beziehungsweise Select+-Version.
Ab 8.399 € gibt’s ein Fox Factory-Fahrwerk mit Shimano XT Di2 und Alu-Laufrädern von Reserve. Für eine X0 AXS-Schaltung und Reserve Carbon-Laufräder muss man 10.199 € hinblättern und bekommt dann ein ziemliches High-End-Gerät. Lediglich an der OneUp-Sattelstütze und den Maven Silver-Bremsen wurde seitens Santa Cruz gespart. Diese beiden Bikes werden zudem mit der DT Swiss 350 DEG DF-Nabe mit optionaler Anti-Pedalrückschlag-Funktion ausgeliefert.
| Coming Soon | 90 | GX AXS | XT Di2 Coil | X0 AXS RSV Coil | |
|---|---|---|---|---|---|
| Rahmen | CC Carbon 170mm VPP™ MX | CC Carbon 170mm VPP™ MX | CC Carbon 170mm VPP™ MX | CC Carbon 170mm VPP™ MX | CC Carbon 170mm VPP™ MX |
| Gabel | RockShox Zeb Base, 170mm | Rockshox Zeb Select, 170mm | Rockshox Zeb Select+, 170mm | Fox 38 Float Factory, Grip X2, 170mm | Fox 38 Float Factory, Grip X2, 170mm |
| Dämpfer | Rockshox Super Deluxe Select | Rockshox Super Deluxe Select | Rockshox Super Deluxe Select+ | Fox DH X2 Factory Coil | Fox DH X2 Factory Coil |
| Antrieb | COMING SOON | SRAM Eagle 90 | SRAM GX AXS | Shimano XT Di2 | SRAM X0 AXS |
| Bremsen | SRAM DB8 Stealth 200mm F/R | SRAM Maven Base 200mm F/R | SRAM Maven Bronze 200mm F/R | SRAM Maven Silver 200mm F/R | SRAM Maven Silver 200mm F/R |
| Sattelstütze | SDG Tellis Dropper | OneUp Dropper | OneUp Dropper | OneUp Dropper | OneUp Dropper |
| Laufräder | Reserve 30|TR + 30|HD AL/ Zipp ZM700 | Reserve 30|TR + 30|HD AL/ DT Swiss 370 | Reserve 30|SL + 30|HD AL 6069/ DT Swiss 370 | Reserve 30|SL + 30|HD AL 6069/ DT 350 DEG DF | Reserve 30|HD Carbon/ DT 350 DEG DF |
| Reifen | Maxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DD | Maxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DD | Maxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DD | Maxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DD | Maxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DD |
| Preis (UVP) | - | 6.299 € | 7.499 € | 8.299 € | 10.199 € |
Auf dem Trail
Für den ersten Test des neuen Nomads hat mich Santa Cruz zwei Tage lang besucht. Ich konnte das Nomad X01 RSV auf meinen Hometrails am Schöckl bei Graz sowie auf den Wexl Trails zwischen Graz und Wien im Enduro- und Bikepark-Einsatz testen. Durch das mir sehr vertraute Gelände habe ich trotz der kurzen Zeit einen sehr umfassenden Ersteindruck des neuen Enduro-Boliden gewonnen.
Beim ersten Setup habe ich mich an die wie immer ausführlichen und online verfügbaren Setup-Vorschläge von Santa Cruz gehalten. Die in Größe L verbaute 500 lbs Feder hat bei meinen ca. 85 kg (fahrfertig) gut gepasst und mir in etwa 27 % Sag beschert, was der seitens Santa Cruz empfohlene Wert ist. Auch beim Luftdruck in der Fox 38 sowie den Dämpfungseinstellungen habe ich mich zunächst nach den Vorgaben von Santa Cruz gerichtet. Der Flipchip war zunächst im tiefen Setting. Nach einer Fahrt habe ich zudem einen weiteren 5 mm-Spacer unter dem Vorbau montiert und mich dann sehr angenehm ins Rad integriert gefühlt.
Generell war der erste Eindruck merkwürdig vertraut – ich hatte kaum das Gefühl, mich an ein neues Bike gewöhnen zu müssen. Die neue Fox 38 an der Front und der VPP-Hinterbau harmonieren sehr gut miteinander und sprechen extrem sensibel an. Eine schwerfällige Sänfte ist das neue Nomad immer noch nicht, es bleibt das gewohnt direkte Santa Cruz-Gefühl. Allerdings vermittelt der Hinterbau deutlich weniger harsches Feedback, als ich es vom Megatower oder Hightower kenne, sondern bügelt durchaus beeindruckend über ruppigste Singletrails. Bei harten Schlägen gibt das Nomad seine üppigen Reserven frei, ansonsten sorgen der spürbare Gegenhalt des Fahrwerks und das für ein modernes Enduro eher geringe Gewicht für ein richtig leichtfüßiges Fahrgefühl. Im engen Fichtenslalom verrät der flache Lenkwinkel hingegen, dass man es nicht mit einem Trail-Bike zu tun hat.
Die Geometrie hat Santa Cruz schon lange im Griff und auch im Nomad steht man integriert mit guter Balance zwischen Front und Heck. Durch das Mullet-Setup musste ich mich in Kurven teils etwas aktiver über die Front beugen als mit einem reinen 29er, woran ich mich allerdings schnell gewöhnen konnte. Nach einigen Fahrten am Schöckl bin ich ins hohe Flipchip-Setting gewechselt und habe dieses für den harten Enduro-Einsatz als passender empfunden. Die Geometrie-Änderungen sind minimal und spendieren dem Nomad ein Mü mehr Wendigkeit. Vor allem hat mir der linearere Hinterbau besser gefallen und für mehr Komfort in sehr ruppigen Abschnitten gesorgt.
Der von Santa Cruz beworbene erhöhte Flex macht sich vor allem am Hinterbau in Loamern und Offcamber-Passagen bemerkbar: Das Nomad ist weit davon entfernt, sich nudelig anzufühlen, verspringt allerdings nicht übermäßig und ist insgesamt recht intuitiv und einfach zu fahren. Nur am Hauptrahmen habe ich es immer noch als eher straff empfunden, wobei hier ein etwas anderer Lenker oder andere Griffe bereits deutlich helfen dürften. Einen spürbaren Effekt hat zudem die DEG DF-Nabe – 10° Bewegungsfreiheit sorgen für spürbar weniger Feedback in den Füßen und ein freieres Fahrwerk. 20° sind für den Enduro-Einsatz eindeutig zu viel.
Eine sehr gute Figur macht das siebte Nomad im Bikepark: Es fährt sich äußerst lebendig, fühlt sich selbst auf Flowtrails nicht völlig fehl am Platz und geht stoisch und ausgewogen über fette Absprünge, ohne jemals etwas Unvorhergesehenes zu machen. In der Landung kann man sich dann über satte 170 mm Reserve freuen. Für den reinen Bikepark-Einsatz könnte man wieder ins flache Setting wechseln, wobei sich das Nomad so oder so pudelwohl auf Bikepark- oder Jumplines fühlt. Auch für den ein oder anderen DH-Abstecher sind Reserven vorhanden, wobei es dann irgendwann doch etwas unkomfortabel werden könnte.
Nicht vergessen sollte man die Pedaliereigenschaften: Im Test habe ich mich auf die Abfahrt konzentriert, bin allerdings auch einige Kilometer Traverse oder kurze Anstiege gefahren. Die Sitzposition ist dank steilem Sitzwinkel recht aufrecht und etwas nach vorn gekippt, was sich im Uphill positiv bemerkbar macht. In flachen Passagen habe ich es als akzeptabel empfunden, auch wenn die Last etwas sehr auf die Hände geschoben wird. Der Hinterbau bleibt wie bei Santa Cruz üblich sehr ruhig und neigt so gut wie gar nicht zum Wippen. Man merkt eigentlich nicht, dass man ein 170 mm-Gerät unter sich hat. Den Griff zum Lockout habe ich mir komplett gespart.
Das ist uns aufgefallen
- Einstecktiefe Die sehr lange Sattelstütze kann durch den über dem Tretlager verbauten Dämpfer nicht extrem tief versenkt werden, was ein Problem für Kurzbeiner sein könnte.
- Setup-Guide Wie gewohnt gibt’s zum neuen Nomad einen ausführlichen Setup-Guide auf der Santa Cruz-Website. Dieser bietet Luftdrücke, Federhärten und sämtliche Dämpfungseinstellungen und hat in meinem Fall recht gut gepasst. Ich bin die Dämpfung an Front und Heck etwas offener gefahren und habe den Rebound hinten leicht geöffnet.
- DEG DF-Nabe Die beiden Top-Versionen werden mit der neuen Anti-Pedalrückschlag-Nabe von DT Swiss ausgeliefert (DT Swiss DEG DF-Test). Diese hat einen spürbaren Einfluss auf die Hinterbau-Performance und sorgt im 10°-Setting für ein smootheres Fahrgefühl.
- Erreichbarkeit Die Rebound-Einsteller am aktuellen Fox DHX2 und Float X2 sind leider sehr verschachtelt und schwergängig. Am Nomad – und allen anderen VPP-Bikes – sind sie zudem extrem schwer erreichbar. Ich habe für das initiale Setup den kleinen Fender darüber abgebaut, um die Klicks zählen zu können. Auch den Flipchip zu tauschen, erfordert sehr spitze Finger!
- Fox 38 vs Zeb Im Nomad war eine neue 38 verbaut, parallel habe ich gerade ein Trek Fuel LX mit Zeb, das ich auf denselben Trails fahre. Beide Gabeln sprechen beeindruckend gut an, die Zeb ist allerdings um einiges komfortabler, während die 38 höher im Federweg steht. Auf dem konstanten Gerüttel am Schöckl mit bis zu 1.000 Tiefenmetern würde ich fraglos zur Zeb greifen. Ein detaillierter Vergleichstest ist bereits in der Produktion.
- Preise Für eine fünfstellige Summe möchte man eigentlich immer das Beste vom Besten an einem Bike sehen. Das getestete Nomad X01 RSV erfüllt diese Forderung mit 350er-Naben, Maven Silver-Bremsen und OneUp-Sattelstütze nicht ganz. Ein spürbarer Nachteil im Fahrerlebnis entsteht dadurch allerdings nicht. Man kann jedoch feststellen, dass das Nomad in sämtlichen Modellen recht hochpreisig angesetzt ist.
- Notower Das Megatower ist vorerst Geschichte. Bisher wurde der 29″-Zwilling meist parallel vorgestellt, 2026 ist das Nomad Einzelkind. Santa Cruz ist damit keine Ausnahme, Mullet-Laufräder setzen sich im Gravity-Bereich immer weiter durch. Schade eigentlich …
Fazit – Santa Cruz Nomad
Sieht aus wie ein Nomad, ist auch eins, aber trotz – oder gerade aufgrund – der geringen Änderungen das wohl beste, das wir je gefahren sind. In der siebten Generation präsentiert sich das Santa Cruz Nomad als großhubiger Allrounder, der vom Trailcenter bis zur Bikepark-Jumpline alles beherrscht und einen äußerst spaßigen Mix aus Laufruhe und Wendigkeit bietet. Die Preise sind allerdings insgesamt recht saftig.
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Testablauf
Für den ersten Test des neuen Santa Cruz Nomad hat Santa Cruz Gregor für zwei Tage auf seine Hometrails am Schöckl bei Graz und in die Wexl Trail Area zwischen Graz und Wien eingeladen.
Hier haben wir das Santa Cruz Nomad getestet
- Schöckl (Österreich) In Österreich für den extrem ruppigen, mit scharfen Steinen und dicken Wurzeln durchsetzten Boden. Mittlerweile Heimat einiger der besten Enduro-Trails der Alpen-Republik, guter Mix aus eher flacheren Loamern und steilen DH-Segmenten.
- Wexl Trails (Österreich) Heimat einer der smoothesten Jumplines Europas – einfach rollen lassen und Airtime genießen. Dazu sehr spaßige Flowtrails mit riesigen Anliegern und eine lustige DH-Strecke, auf der man mit einem 170 mm Enduro genau richtig aufgehoben ist.
| Körpergröße | 183 cm |
| Schrittlänge | 85,5 cm |
| Oberkörperlänge | 60 cm |
| Armlänge | 61 cm |
| Gewicht | 80 kg |
- Fahrstil
- verspielt
- Ich fahre hauptsächlich
- Downhill, Trail Bikes
- Vorlieben beim Fahrwerk
- ausbalanciert, Gegenhalt über die Feder, Druckstufe eher offen, mittelschneller Rebound
- Vorlieben bei der Geometrie
- eher kurz, hoher Stack, ausgewogener Sitz- und Lenkwinkel
