Добавить новость
123ru.net
World News
Апрель
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30

Neues Santa Cruz Nomad im ersten Test: Kleine Änderungen mit großer Wirkung

0

Neues Santa Cruz Nomad im ersten Test: Gut drei Jahre ist das letzte Update des Enduro- und Freeride-Boliden der kalifornischen Kultmarke her – nun präsentiert Santa Cruz bereits das siebte Nomad. Unverändert bleiben der Mullet-Laufradmix sowie 170 mm VPP-Federweg, die dank vieler Detail-Änderungen allerdings für eine smoothere Fahrt sorgen sollen. Selbiges verspricht der weniger steife CC-Carbon-Rahmen – eine günstigere C-Version wurde ebenso eingespart wie ein neues Megatower. Wir konnten das Nomad #7 bereits testen!

[toc]

Santa Cruz Nomad: Infos und Preise

Pünktlich zur Saison 2026 stellt Santa Cruz die nunmehr siebte Generation des neuen Nomad vor – diesmal ohne den 29″-Zwilling Megatower. Dessen eher Enduro-fokussierte Rolle muss ab jetzt das Nomad übernehmen, ohne dabei seine Freeride-Gene zu verleugnen. Helfen sollen dabei ein smootherer VPP-Hinterbau und eine verringerte Rahmensteifigkeit. Beim Material beschränkt sich die Auswahl auf die High-End-CC-Version. Diese verfügt im Gegensatz zu Bronson und Hightower allerdings über eine Leitungsführung zur Schaltung und ist etwas leichter geworden. Die Geometrie wurde nur leicht angepasst, preislich geht’s bei 6.299 € los. Wir konnten zwei Tage lang die Vollgas-Version mit X0-Schaltung und Reserve-Laufrädern für 10.199 € testen.

  • Rahmenmaterial CC Carbon
  • Federweg 170 mm (vorne) / 170 mm (hinten)
  • Hinterbau VPP
  • Laufradgröße Mullet (29″/27,5″)
  • Besonderheiten überarbeitetes Staufach, Werkzeugaufnahme, FlipChip für Geometrie & Kinematik, weniger Anti-Squat/Anti-Rise, verringerte Rahmensteifigkeit
  • Gewicht 15,57 kg (Größe L, gewogen)
  • Farben Matte Metallic Earth / Gloss Aqua Magenta
  • Rahmengrößen S / M / L / XL /XXL
  • verfügbar ab sofort
  • www.santacruzbicycles.com

Preis Nomad 90: 6.299 € (UVP)
Preis Nomad GX: 7.499 € (UVP)
Preis Nomad XT Di2: 8.299 € (UVP)
Preis Nomad X0 RSV: 10.199 € (UVP)

# Eindeutig ein Santa Cruz: Das neue Nomad wurde in einigen wichtigen Details angepasst – es ist ab sofort in 4 Versionen zu Preisen von 6.300–10.200 € erhältlich. Wir konnten es bereits testen.
Diashow: Neues Santa Cruz Nomad im ersten Test: Kleine Änderungen mit großer Wirkung
Diashow starten »

Im Detail

Das neue Nomad ist leicht als ein Santa Cruz zu erkennen – im Gegensatz zum aktuellen E-MTB-Line-up bleibt sich Santa Cruz bei den unmotorisierten Bikes treu und setzt weiterhin auf den bekannten VPP-Hinterbau. Das neue Modell verrät sich am etwas schlankeren Rahmen und dem von Bronson & Co. bekannten Fenster über dem Dämpfer. Tatsächlich soll das neue Nomad etwas weniger steif und somit komfortabler als der Vorgänger sein, wobei Santa Cruz angibt, dass die Steifigkeit des CC-Carbon-Rahmens je nach Rahmengröße justiert wird.

# Es braucht schon einen Nomad-Fan, um die Unterschiede zum Vorgänger direkt zu erkennen – der Rahmen ist etwas schlanker und weniger steif geworden.
# An den unmotorisierten Bikes bleibt Santa Cruz dem VPP-System treu.
# Optisch gleicht das Nomad nun stark dem Hightower und Bronson. – Die große Öffnung über dem Tretlager ist neu dazugekommen.
# Der obere Umlenkhebel ist schlanker und filigraner ausgeführt. – Insgesamt hat das Bike ein paar Gramm abgespeckt.

Mehr Komfort, Grip und Fahrspaß sollen zudem die Kinematik-Änderungen am VPP-System garantieren: Wie schon bei den letzten Santa Cruz-Bikes soll auch das Nomad 7 dank geringerem Anti-Squat, leicht gesunkenem Anti-Rise und einer verringerten Progression besser auf dem Trail aufliegen. Dazu gibt’s den bekannten Flipchip am hinteren Dämpferauge, der sich leicht auf die Geometrie, aber auch auf die Kinematik auswirkt, denn das hohe Setting ist etwas linearer. Die bekannt guten Pedaliereigenschaften des Nomads sollen unter den Änderungen nicht gelitten haben.

# Die Kinematik ist etwas weniger progressiv geworden.
# Der Anti-Squat wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich gesenkt.
# Auch der Anti-Rise ist nun etwas geringer.
# Die Geometrie und Kinematik kann über den Flipchip im hinteren Dämpferauge leicht justiert werden.

Ein willkommenes Update dürfte die Glovebox 2.0 sein, womit Santa Cruz das Staufach im Unterrohr bezeichnet. Die bei früheren Modellen gerne klappernde Lasche soll nun fest schließen sowie abdichten und verfügt über einen besser zu bedienenden Hebel. Dazu gibt’s wie gewohnt zwei Taschen zum internen Verstauen. Zusätzlich bietet das Nomad einen Montagepunkt für Werkzeug oder Taschen unter dem Oberrohr. Wer es hart krachen lassen will, wird sich über die unteren beiden ISCG05-Tabs für einen Bashguard freuen. Die obere Kettenführung von OneUp ist stets montiert. Wie gewohnt bietet Santa Cruz eine lebenslange Garantie auf Rahmen, Lager und Laufräder.

# Die zweite Version der Glovebox soll nun besser halten und nicht mehr klappern.
# Im Lieferumfang sind wie immer zwei recht hochwertige Sackerl dabei.
# Von Innen sieht der Carbon-Rahmen sehr schön gefertigt aus – außerdem sieht man die interne Leitungsführung.
# Unter dem Oberrohr kann zusätzlich ein Tool oder eine Tasche angeschraubt werden.
# Im unteren Link gibt's nach wie vor einen Abschmiernippel für den schnellen Service zwischendurch.

Natürlich ist der Rahmen weiterhin umfassend geschützt. Ein Schutz im Bereich des Tretlagers ist ebenso vorhanden wie der in Europa häufig etwas überflüssige Shuttle-Guard weiter oben. Dazu gibt’s den bekannten dämpfenden Kettenstrebenschutz und auch die Sitzstrebe ist im Bereich der Kette mit Gummi überzogen. Sämtliche Leitungen werden intern geführt, was äußerst praktisch ist.

# Das Unterrohr wird oben und unten von großflächigen Schützern bedeckt.
# Auch der Hinterbau ist geschützt – die Lamellen auf der Kettenstrebe sollen geräuschdämmend wirken.
# Das kleine Schutzblech hält Dreckbeschuss vom Dämpfer fern – allerdings kommt man dadurch extrem schlecht an die Rebound-Versteller ran.

Geometrie

Bei der Geometrie halten sich die Änderungen in Grenzen – verständlich, hier waren wir in der Vergangenheit immer sehr zufrieden mit Santa Cruz. Das Nomad 7 wird in fünf Größen von S bis XXL und einer Reach-Spanne von 435 mm bis 520 mm angeboten. Die Kettenstreben wachsen je nach Größe mit, wobei die Änderungen eher moderat ausfallen – von 439 bis 450 mm, wobei der größte Sprung zwischen XL und XXL liegt. Der Lenkwinkel ist mit 63,3°/63,6° je nach Flipchip-Setting etwas flacher geworden und absolut Freeride-tauglich. Der Sitzwinkel hingegen ist mit 77,4° über alle Größen hinweg steiler als am Vorgänger. Im Test bin ich das Nomad in Größe L mit 475 mm Reach und moderat hohen 643 mm Stack gefahren.

Rahmengröße SM
MD
LG
XL
XXL
Laufradgröße Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5 Mullet 29/27,5
Reach 435 mm 455 mm 475 mm 495 mm 520 mm
Stack 624 mm 633 mm 643 mm 660 mm 670 mm
STR 1,43 1,39 1,35 1,33 1,29
Lenkwinkel 63,6°63,3° 63,6°63,3° 63,6°63,3° 63,6° 63,6°63,3°
Sitzwinkel, effektiv 77,4° 77,4° 77,4° 77,4° 77,4°
Sitzrohr 380 mm 405 mm 430 mm 460 mm 500 mm
Überstandshöhe 712 mm 720 mm 723 mm 727 mm 733 mm
Kettenstreben 439 mm 440 mm 443 mm 446 mm 450 mm
Tretlagerhöhe 346 mm343 mm 346 mm343 mm 346 mm343 mm 346 mm343 mm 346 mm343 mm
# Die Geometrie lässt sich über einen Flipchip leicht anpassen.

Ausstattung

Zum aktuellen Zeitpunkt bietet Santa Cruz das neue Nomad in vier Ausstattungsvarianten von 6.399 € bis zu gewaltigen 10.199 € an. Ein Rahmenset hingegen wird nicht gelistet. In einigen Monaten soll jedoch eine neue, günstigere Version mit noch unbekanntem Antrieb folgen, die dann auch auf den High-End-CC-Rahmen setzt. Die beiden günstigsten Versionen setzen jeweils auf eine SRAM-Schaltung – 90 oder GX AXS – mit RockShox-Fahrwerk in der Select- beziehungsweise Select+-Version.

Ab 8.399 € gibt’s ein Fox Factory-Fahrwerk mit Shimano XT Di2 und Alu-Laufrädern von Reserve. Für eine X0 AXS-Schaltung und Reserve Carbon-Laufräder muss man 10.199 € hinblättern und bekommt dann ein ziemliches High-End-Gerät. Lediglich an der OneUp-Sattelstütze und den Maven Silver-Bremsen wurde seitens Santa Cruz gespart. Diese beiden Bikes werden zudem mit der DT Swiss 350 DEG DF-Nabe mit optionaler Anti-Pedalrückschlag-Funktion ausgeliefert.

Coming Soon90GX AXSXT Di2 CoilX0 AXS RSV Coil
RahmenCC Carbon 170mm VPP™ MXCC Carbon 170mm VPP™ MXCC Carbon 170mm VPP™ MXCC Carbon 170mm VPP™ MXCC Carbon 170mm VPP™ MX
GabelRockShox Zeb Base, 170mmRockshox Zeb Select, 170mmRockshox Zeb Select+, 170mmFox 38 Float Factory, Grip X2, 170mmFox 38 Float Factory, Grip X2, 170mm
DämpferRockshox Super Deluxe SelectRockshox Super Deluxe SelectRockshox Super Deluxe Select+Fox DH X2 Factory CoilFox DH X2 Factory Coil
AntriebCOMING SOONSRAM Eagle 90SRAM GX AXSShimano XT Di2SRAM X0 AXS
BremsenSRAM DB8 Stealth 200mm F/RSRAM Maven Base 200mm F/RSRAM Maven Bronze 200mm F/RSRAM Maven Silver 200mm F/RSRAM Maven Silver 200mm F/R
SattelstützeSDG Tellis DropperOneUp DropperOneUp DropperOneUp DropperOneUp Dropper
LaufräderReserve 30|TR + 30|HD AL/ Zipp ZM700Reserve 30|TR + 30|HD AL/ DT Swiss 370Reserve 30|SL + 30|HD AL 6069/ DT Swiss 370Reserve 30|SL + 30|HD AL 6069/ DT 350 DEG DFReserve 30|HD Carbon/ DT 350 DEG DF
ReifenMaxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DDMaxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DDMaxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DDMaxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DDMaxxis HighRoller 29x2.4, 3C, MG, EXO+ / Minion DHR II 27.5x2.4, 3C, MT, DD
Preis (UVP)-6.299 €7.499 €8.299 €10.199 €
# Das Nomad ist in 4 Ausstattungsvarianten und zwei Farben erhältlich. – Neben diesem poppigen Blau/Pink …
# … gibt's eine sehr gedeckte Version mit schwer zu beschreibendem braun-grünem Farbton.
# Die von mir getestete X01 RSV-Version kostet sportliche 10.199 € – dafür gibt's an der Front eine brandneue Fox 38 Factory mit 170 mm Federweg.
# Am Heck verrichtet ein Fox DHX2 Factory-Stahlfederdämpfer seine Dienste.
# Die Top-Version kommt mit Carbon-Laufrädern aus dem Hause Reserve.
# Verbaut sind DT 350 DEG DF-Naben – die speziellen Zahnscheiben erlauben Leerwege von 0°, 10° und 20°. Dadurch kann man optional den Pedalrückschlag eliminieren.
# Das Cockpit samt Carbon-Lenker stammt von OneUp.
# Gestoppt wird an der Top-Version …
# … mit SRAM Maven Silver-Bremsen.
# Geschaltet wird mit der SRAM X01 Transmission.
# Dazu gibt's die passenden Kurbeln und eine kleine OneUp-Kettenführung. – Ein Bashguard kann optional an den ISCG-Tabs unten montiert werden.
# Hinten rollt das Nomad auf Maxxis Minion DHRII-Reifen in DD-Karkasse.
# Vorn kommt ein High Roller II mit dünnerer Exo+-Karkasse zum Einsatz.

Auf dem Trail

Für den ersten Test des neuen Nomads hat mich Santa Cruz zwei Tage lang besucht. Ich konnte das Nomad X01 RSV auf meinen Hometrails am Schöckl bei Graz sowie auf den Wexl Trails zwischen Graz und Wien im Enduro- und Bikepark-Einsatz testen. Durch das mir sehr vertraute Gelände habe ich trotz der kurzen Zeit einen sehr umfassenden Ersteindruck des neuen Enduro-Boliden gewonnen.

# Ich durfte das Santa Cruz Nomad bereits zwei Tage lang auf meinen Hometrails am Schöckl sowie auf den Wexl Trails fahren. – Trotz des eher kurzen Zeitraums konnte ich so bereits recht detaillierte Testeindrücke gewinnen.

Beim ersten Setup habe ich mich an die wie immer ausführlichen und online verfügbaren Setup-Vorschläge von Santa Cruz gehalten. Die in Größe L verbaute 500 lbs Feder hat bei meinen ca. 85 kg (fahrfertig) gut gepasst und mir in etwa 27 % Sag beschert, was der seitens Santa Cruz empfohlene Wert ist. Auch beim Luftdruck in der Fox 38 sowie den Dämpfungseinstellungen habe ich mich zunächst nach den Vorgaben von Santa Cruz gerichtet. Der Flipchip war zunächst im tiefen Setting. Nach einer Fahrt habe ich zudem einen weiteren 5 mm-Spacer unter dem Vorbau montiert und mich dann sehr angenehm ins Rad integriert gefühlt.

# Auf dem Nomad habe ich mich direkt richtig wohl gefühlt – man steht super im Rad integriert.
# Der Hinterbau spricht sensibel an, bietet aber immer noch genug Gegenhalt – für ein so potentes Enduro-Bike fühlt sich das Nomad richtig verspielt und poppig an.

Generell war der erste Eindruck merkwürdig vertraut – ich hatte kaum das Gefühl, mich an ein neues Bike gewöhnen zu müssen. Die neue Fox 38 an der Front und der VPP-Hinterbau harmonieren sehr gut miteinander und sprechen extrem sensibel an. Eine schwerfällige Sänfte ist das neue Nomad immer noch nicht, es bleibt das gewohnt direkte Santa Cruz-Gefühl. Allerdings vermittelt der Hinterbau deutlich weniger harsches Feedback, als ich es vom Megatower oder Hightower kenne, sondern bügelt durchaus beeindruckend über ruppigste Singletrails. Bei harten Schlägen gibt das Nomad seine üppigen Reserven frei, ansonsten sorgen der spürbare Gegenhalt des Fahrwerks und das für ein modernes Enduro eher geringe Gewicht für ein richtig leichtfüßiges Fahrgefühl. Im engen Fichtenslalom verrät der flache Lenkwinkel hingegen, dass man es nicht mit einem Trail-Bike zu tun hat.

# In den DH-mäßigen Abschnitten am Schöckl liegt das Nomad gut auf und überzeugt mit einem ausbalancierten Fahrgefühl – die Front ist immer noch eher auf der steifen Seite, was etwas ermüdend sein kann.
# Auf den Wexl Trails konnte ich die Park-Eigenschaften des neuen Nomads austesten.

Die Geometrie hat Santa Cruz schon lange im Griff und auch im Nomad steht man integriert mit guter Balance zwischen Front und Heck. Durch das Mullet-Setup musste ich mich in Kurven teils etwas aktiver über die Front beugen als mit einem reinen 29er, woran ich mich allerdings schnell gewöhnen konnte. Nach einigen Fahrten am Schöckl bin ich ins hohe Flipchip-Setting gewechselt und habe dieses für den harten Enduro-Einsatz als passender empfunden. Die Geometrie-Änderungen sind minimal und spendieren dem Nomad ein Mü mehr Wendigkeit. Vor allem hat mir der linearere Hinterbau besser gefallen und für mehr Komfort in sehr ruppigen Abschnitten gesorgt.

# Im hohen Flipchip-Setting war das Nomad etwas wendiger auf Naturtrails und konnte seinen Federweg sinnvoller nutzen – Zudem würde ich die DEG DF-Nabe hier immer im 10°-Setting fahren. Das öffnet das Fahrwerk spürbar und sorgt für mehr Grip und Komfort.

Der von Santa Cruz beworbene erhöhte Flex macht sich vor allem am Hinterbau in Loamern und Offcamber-Passagen bemerkbar: Das Nomad ist weit davon entfernt, sich nudelig anzufühlen, verspringt allerdings nicht übermäßig und ist insgesamt recht intuitiv und einfach zu fahren. Nur am Hauptrahmen habe ich es immer noch als eher straff empfunden, wobei hier ein etwas anderer Lenker oder andere Griffe bereits deutlich helfen dürften. Einen spürbaren Effekt hat zudem die DEG DF-Nabe – 10° Bewegungsfreiheit sorgen für spürbar weniger Feedback in den Füßen und ein freieres Fahrwerk. 20° sind für den Enduro-Einsatz eindeutig zu viel.

# Das Nomad ist immer noch weit davon entfernt, zu viel zu flexen – in technischen Sektionen fühlt es sich allerdings auch nicht viel zu steif und anstrengend zu fahren an.
#

Eine sehr gute Figur macht das siebte Nomad im Bikepark: Es fährt sich äußerst lebendig, fühlt sich selbst auf Flowtrails nicht völlig fehl am Platz und geht stoisch und ausgewogen über fette Absprünge, ohne jemals etwas Unvorhergesehenes zu machen. In der Landung kann man sich dann über satte 170 mm Reserve freuen. Für den reinen Bikepark-Einsatz könnte man wieder ins flache Setting wechseln, wobei sich das Nomad so oder so pudelwohl auf Bikepark- oder Jumplines fühlt. Auch für den ein oder anderen DH-Abstecher sind Reserven vorhanden, wobei es dann irgendwann doch etwas unkomfortabel werden könnte.

# Springt ab, fliegt quer, landet satt – als Bikepark-Bike gibt's am Nomad nichts auszusetzen.

Nicht vergessen sollte man die Pedaliereigenschaften: Im Test habe ich mich auf die Abfahrt konzentriert, bin allerdings auch einige Kilometer Traverse oder kurze Anstiege gefahren. Die Sitzposition ist dank steilem Sitzwinkel recht aufrecht und etwas nach vorn gekippt, was sich im Uphill positiv bemerkbar macht. In flachen Passagen habe ich es als akzeptabel empfunden, auch wenn die Last etwas sehr auf die Hände geschoben wird. Der Hinterbau bleibt wie bei Santa Cruz üblich sehr ruhig und neigt so gut wie gar nicht zum Wippen. Man merkt eigentlich nicht, dass man ein 170 mm-Gerät unter sich hat. Den Griff zum Lockout habe ich mir komplett gespart.

# Das verhältnismäßig geringe Gewicht, die ausbalancierte Geometrie und der Gegenhalt im Hinterbau geben dem Nomad einiges an Popp.
#
#

Das ist uns aufgefallen

  • Einstecktiefe Die sehr lange Sattelstütze kann durch den über dem Tretlager verbauten Dämpfer nicht extrem tief versenkt werden, was ein Problem für Kurzbeiner sein könnte.
  • Setup-Guide Wie gewohnt gibt’s zum neuen Nomad einen ausführlichen Setup-Guide auf der Santa Cruz-Website. Dieser bietet Luftdrücke, Federhärten und sämtliche Dämpfungseinstellungen und hat in meinem Fall recht gut gepasst. Ich bin die Dämpfung an Front und Heck etwas offener gefahren und habe den Rebound hinten leicht geöffnet.
  • DEG DF-Nabe Die beiden Top-Versionen werden mit der neuen Anti-Pedalrückschlag-Nabe von DT Swiss ausgeliefert (DT Swiss DEG DF-Test). Diese hat einen spürbaren Einfluss auf die Hinterbau-Performance und sorgt im 10°-Setting für ein smootheres Fahrgefühl.
  • Erreichbarkeit Die Rebound-Einsteller am aktuellen Fox DHX2 und Float X2 sind leider sehr verschachtelt und schwergängig. Am Nomad – und allen anderen VPP-Bikes – sind sie zudem extrem schwer erreichbar. Ich habe für das initiale Setup den kleinen Fender darüber abgebaut, um die Klicks zählen zu können. Auch den Flipchip zu tauschen, erfordert sehr spitze Finger!
  • Fox 38 vs Zeb Im Nomad war eine neue 38 verbaut, parallel habe ich gerade ein Trek Fuel LX mit Zeb, das ich auf denselben Trails fahre. Beide Gabeln sprechen beeindruckend gut an, die Zeb ist allerdings um einiges komfortabler, während die 38 höher im Federweg steht. Auf dem konstanten Gerüttel am Schöckl mit bis zu 1.000 Tiefenmetern würde ich fraglos zur Zeb greifen. Ein detaillierter Vergleichstest ist bereits in der Produktion.
  • Preise Für eine fünfstellige Summe möchte man eigentlich immer das Beste vom Besten an einem Bike sehen. Das getestete Nomad X01 RSV erfüllt diese Forderung mit 350er-Naben, Maven Silver-Bremsen und OneUp-Sattelstütze nicht ganz. Ein spürbarer Nachteil im Fahrerlebnis entsteht dadurch allerdings nicht. Man kann jedoch feststellen, dass das Nomad in sämtlichen Modellen recht hochpreisig angesetzt ist.
  • Notower Das Megatower ist vorerst Geschichte. Bisher wurde der 29″-Zwilling meist parallel vorgestellt, 2026 ist das Nomad Einzelkind. Santa Cruz ist damit keine Ausnahme, Mullet-Laufräder setzen sich im Gravity-Bereich immer weiter durch. Schade eigentlich …
# Santa Cruz verbaut durch die Bank weg recht lange Variostützen – die Einstecktiefe ist allerdings begrenzt.
# Der Rebound am Dämpfer ist wirklich sehr fummelig zu erreichen.

Fazit – Santa Cruz Nomad

Sieht aus wie ein Nomad, ist auch eins, aber trotz – oder gerade aufgrund – der geringen Änderungen das wohl beste, das wir je gefahren sind. In der siebten Generation präsentiert sich das Santa Cruz Nomad als großhubiger Allrounder, der vom Trailcenter bis zur Bikepark-Jumpline alles beherrscht und einen äußerst spaßigen Mix aus Laufruhe und Wendigkeit bietet. Die Preise sind allerdings insgesamt recht saftig.

# Wer einen Allrounder vom Singletrail bis zum Bikepark sucht, ist mit dem neuen Santa Cruz Nomad erstklassig bedient. – Nur die insgesamt recht hohen Preise muss man verschmerzen können.

Wie gefällt dir das neue Santa Cruz Nomad?

Testablauf

Für den ersten Test des neuen Santa Cruz Nomad hat Santa Cruz Gregor für zwei Tage auf seine Hometrails am Schöckl bei Graz und in die Wexl Trail Area zwischen Graz und Wien eingeladen.

Hier haben wir das Santa Cruz Nomad getestet

  • Schöckl (Österreich) In Österreich für den extrem ruppigen, mit scharfen Steinen und dicken Wurzeln durchsetzten Boden. Mittlerweile Heimat einiger der besten Enduro-Trails der Alpen-Republik, guter Mix aus eher flacheren Loamern und steilen DH-Segmenten.
  • Wexl Trails (Österreich) Heimat einer der smoothesten Jumplines Europas – einfach rollen lassen und Airtime genießen. Dazu sehr spaßige Flowtrails mit riesigen Anliegern und eine lustige DH-Strecke, auf der man mit einem 170 mm Enduro genau richtig aufgehoben ist.
Tester-Profil: Gregor Sinn
Körpergröße 183 cm
Schrittlänge 85,5 cm
Oberkörperlänge 60 cm
Armlänge 61 cm
Gewicht 80 kg
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie – sitzt meistens aber auf dem Mountainbike. Downhill- und Enduro-Bikes bewegt er gerne im Renneinsatz, dreht aber auch große Runden auf Touren- und Trail-Bikes.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Trail Bikes
Vorlieben beim Fahrwerk
ausbalanciert, Gegenhalt über die Feder, Druckstufe eher offen, mittelschneller Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
eher kurz, hoher Stack, ausgewogener Sitz- und Lenkwinkel





Загрузка...


Губернаторы России

Спорт в России и мире

Загрузка...

Все новости спорта сегодня


Новости тенниса

Загрузка...


123ru.net – это самые свежие новости из регионов и со всего мира в прямом эфире 24 часа в сутки 7 дней в неделю на всех языках мира без цензуры и предвзятости редактора. Не новости делают нас, а мы – делаем новости. Наши новости опубликованы живыми людьми в формате онлайн. Вы всегда можете добавить свои новости сиюминутно – здесь и прочитать их тут же и – сейчас в России, в Украине и в мире по темам в режиме 24/7 ежесекундно. А теперь ещё - регионы, Крым, Москва и Россия.


Загрузка...

Загрузка...

Экология в России и мире




Путин в России и мире

Лукашенко в Беларуси и мире



123ru.netмеждународная интерактивная информационная сеть (ежеминутные новости с ежедневным интелектуальным архивом). Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. "123 Новости" — абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Smi24.net — облегчённая версия старейшего обозревателя новостей 123ru.net.

Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам объективный срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть — онлайн (с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии).

123ru.net — живые новости в прямом эфире!

В любую минуту Вы можете добавить свою новость мгновенно — здесь.






Здоровье в России и мире


Частные объявления в Вашем городе, в Вашем регионе и в России






Загрузка...

Загрузка...





Друзья 123ru.net


Информационные партнёры 123ru.net



Спонсоры 123ru.net