Die deutschen U18-Jungen haben das 31. Albert Schweitzer Turnier in Mannheim und Viernheim gewonnen und damit für den dritten deutschen Sieg in der fast 70-jährigen Geschichte des AST gesorgt. Im heutigen Finale gewann das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic gegen Slowenien mit 83:79 (26:16, 20:22, 18:20, 19:21). Turnier-MVP wurde Jamie Edoka (Deutschland).
Umkämpft
7:0 für die DBB-Auswahl hieß es nach nur etwas mehr als einer Minute in der ausverkauften GBG Halle in Mannheim. Die Atmosphäre brodelte, aber Slowenien blieb cool und war schnell gleichauf (8:9, 4.). Edoka legte einen starken Start hin und hatte beim 12:8 (5.) schon acht Punkte auf seinem Konto. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball, Slowenien kam zum Ausgleich (14:14, 7.). Caspar Vossenberg war zweimal per Dunk zur Stelle und spielte einen Zuckerpass auf William Dopfer, die Halle stand Kopf (22:16, 9.). An der Freiwurflinie sorgte Vossenberg für den ersten zweistelligen Vorsprung des DBB-Teams (26:16, 10.).
Slowenien war komplett von der Rolle, Deutschland nutzte das konsequent aus (30:16, 12.). Dann fiel nach langer Durststrecke ein slowenischer Dreier, den Edoka prompt aus der Distanz beantwortete (33:19, 13.), Auszeit Slowenien. Leonard Kröger stopfte zum 37:23, Deutschland blieb trotz einiger Unkonzentriertheiten dominant (15.). So blieb es minutenlang beim etwa gleichen Abstand (39:27, 17.). Ganz abschütteln ließen sich die Slowenen aber nicht (41:32, 19.). Slowenien verkürzte weiter (42:35, 20.), aber Dopfer hatte einen weiteren Stopfer im Köcher. Zur Pause hieß es 46:38.
Deutschland wackelt
Edoka eröffnete die zweite Hälfte mit einem leichten Lay-up, die Antwort der Slowenen aus der Dreierdistanz ließ nicht lange auf sich warten. Die Partie wurde jetzt auch zu einer Kraftfrage, schließlich hatten die Spieler bereits sechs intensive Spiele in sieben Tagen in den Beinen (45:53, 24.). Der Gegner kam per Fastbreak-Dunk auf 49:55 heran und zwang Ibrahimagic zu einer Auszeit (25.). Offensiv war es in diesen Minuten schwierig für das DBB-Team, ein Rhythmus fehlte. Deutschland wackelte gewaltig, als Slowenien zum Ausgleich kam (55:55, 27.). Dann führte der Gegner (57:58, 28.), Vossenberg korrigierte sofort (61:58, 30.). Der Dreier von Kenan Youdom mit der Sirene bedeutete das 64:58.
Der starke Kröger erzielte das 67:58 (32.), die DBB-Auswahl hatte sich gut erholt. Aber Slowenien war noch lange nicht geschlagen (62:68, 33.). Eine spannende Schlussphase bahnte sich an. Die DBB-Youngster investierten noch einmal alles, um die Slowenen nicht wieder zurück in die Partie zu lassen. Slowenien blieb hartnäckig (68:74, 36.), aber Danziger hatte etwas gegen ein Comeback. Bojovic per Dreier und Ciperle trafen zum 73:76 (38.), Auszeit Deutschland. Vossenberg netzte zwei Freiwürfe und gab etwas Luft (1’51). 38 Sekunden vor dem Ende ging Ciperle an die Freiwurflinie: 74:78. Vossenberg war dann 27 Sekunden vor Schluss mit dem „Dagger-Dunk“ erfolgreich. Slowenien konnte zum 77:80 kontern, aber dann war der Jubel riesengroß.
Fotos: DBB/Berger | DBB/Lincke
