Steigende Energiepreise treiben die Inflation in den USA deutlich an. Ökonomen rechnen damit, dass der Höhepunkt noch nicht erreicht ist. Die Inflation in den USA ist im März deutlich gestiegen. Die Verbraucherpreise haben im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 Prozent zugelegt, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Damit hat sich die Teuerung gegenüber Februar um 0,9 Prozentpunkte erhöht. Damals hatte die Inflationsrate noch bei 2,4 Prozent gelegen. Hauptgrund für den Anstieg ist der Iran-Krieg, der die Preise für Öl und Gas deutlich nach oben getrieben hat. Newsblog : Alle aktuellen Nachrichten zu Donald Trump und den USA "Spinner" : US-Präsident wettert gegen Kommentatoren aus eigenem Lager Besonders stark verteuerten sich Treibstoffe. Sie kosteten im Monatsvergleich 21,2 Prozent mehr. Insgesamt stiegen die Energiepreise um 10,9 Prozent. Lebensmittelpreise legten dagegen nur leicht um 0,2 Prozent zu. Auch die sogenannte Kerninflation zog an. Sie lag im März bei 2,6 Prozent nach 2,5 Prozent im Februar. Diese Kennzahl ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel gilt als wichtiger Indikator für den grundlegenden Preistrend. Ökonomen erwarten weiteren Anstieg Ökonomen sehen in den aktuellen Daten erst den Beginn der Entwicklung. Der Chefvolkswirt der Helaba, Ralf Umlauf, erklärte, der kriegsbedingt starke Anstieg der Benzinpreise sei hauptverantwortlich für die Entwicklung. "Die Inflationsrate wird dann vermutlich nochmal kräftig steigen", sagte er mit Blick auf die kommenden Monate. Ein Grund dafür ist, dass ein Teil der jüngsten Preissprünge statistisch noch gar nicht vollständig erfasst ist. Zudem rechnen Fachleute damit, dass Unternehmen gestiegene Kosten zunehmend an Verbraucher weitergeben. Die Entwicklung hat auch politische Folgen. Seit Monaten diskutieren Amerikanerinnen und Amerikaner über steigende Lebenshaltungskosten. Umfragen zeigen eine sinkende Zustimmung zur Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump . Vor Beginn des Iran-Kriegs hatte Trump noch sinkende Preise und einen wirtschaftlichen Aufschwung in Aussicht gestellt. Im November stehen die Zwischenwahlen zum Kongress an, die als wichtiger Stimmungstest für den Präsidenten gelten und seinen Republikanern eine empfindliche Niederlage einbringen könnten.