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Feuerpause im Iran-Krieg - Aufatmen nach Trump-Ultimatum

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Im Iran-Krieg sollen für zwei Wochen die Waffen schweigen. Die Erleichterung ist groß, die Börsenkurse steigen, die Ölpreise sinken. Gespräche über einen Frieden folgen, doch der Ausgang ist ungewiss. Mit großer Erleichterung hat die internationale Gemeinschaft auf die zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg reagiert. Zugleich wurden die Kriegsparteien beschworen, den diplomatischen Erfolg abzusichern. "Ziel muss nun sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz . Auch mehrere arabische Staaten sehen die Entwicklung positiv. Es sei nun wichtig, Lösungen zu finden, die die Krise an der Wurzel packten, teilte das Außenministerium des Golfstaats Oman mit. Die Golfstaaten waren in den vergangenen Wochen immer wieder unter Beschuss aus dem Iran geraten. Die Börsen feierten die Waffenruhe mit einem deutlichen Anstieg der Kurse. Der Dax kletterte zum Handelsstart um 4,9 Prozent auf 24.033 Punkte. Die Preise für Öl und Gas sackten dank der angekündigten Öffnung der Straße von Hormus ab. Iran: Passage der Straße von Hormus erst nach Genehmigung Ab wann genau und unter welchen Bedingungen die Meerenge wieder passierbar wird, ist noch unklar. Der Schiffsverkehr unterliege nach wie vor "technischen Beschränkungen und der Abstimmung mit den iranischen Streitkräften", hieß es aus Teheran. Die Feuerpause gilt nach israelischer Lesart nicht für den Libanon . Die Einsätze gegen die Hisbollah-Miliz dauerten dem israelischen Militär zufolge weiter an. Zehn-Punkte-Plan soll Grundlage für weitere Gespräche sein Kurz vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump , der angedroht hatte, die iranische Zivilisation durch ein Bombardement der zivilen Infrastruktur auszulöschen, hatten sich die Kriegsparteien auf einen von Teheran vorgelegten Zehn-Punkte-Plan geeinigt. Der soll die Grundlage für Friedensverhandlungen ab Freitag in Pakistans Hauptstadt Islamabad sein. Offiziell ist der Plan bisher nicht öffentlich gemacht worden. Laut iranischen Medien soll die Straße von Hormus zwar geöffnet werden, der Iran aber die Kontrolle über die Meerenge behalten sowie Uran anreichern dürfen. Auch die Aufhebung der harten internationalen Sanktionen und Strafmaßnahmen des UN-Sicherheitsrats wird gefordert. Die Islamische Republik verpflichte sich ihrerseits, niemals Atomwaffen herzustellen. Die Urananreicherung solle nach Verhandlungen eingeschränkt werden. Beide Seiten wollen Sieger sein Beide Seiten erklärten sich angesichts der Feuerpause zu Siegern in dem Konflikt. Viele regierungstreue Anhänger feierten in den Straßen Teherans. Am Revolutionsplatz im Stadtzentrum versammelten sich jubelnde Menschen, wie der iranische Sender SNN TV berichtete. Trump habe sich den iranischen Forderungen gebeugt, sagte der Reporter des Senders, der den paramilitärischen Basidsch-Milizen nahesteht. Experten meinten, die USA habe eigentlich wenige ihrer Forderungen durchsetzen können. "Das, was jetzt erreicht worden ist, sieht eher nach einer strategischen Niederlage der Vereinigten Staaten von Amerika aus", sagte der Sicherheitsexperte Carlo Masala im Deutschlandfunk. In dem Zehn-Punkte-Plan "ist ja wenig iranisches Entgegenkommen gegenüber den amerikanischen Forderungen von Beginn an drin". Um eine Wiederbewaffnung des Irans zu erschweren, drohte Trump kurz darauf erneut mit hohen Zöllen. Allen Staaten, die Teheran mit Waffen belieferten, würden mit Strafzöllen von 50 Prozent belegt, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social . Ein entsprechender Zollsatz solle in solchen Fällen mit sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden. US-Vizepräsident Vance spricht von "fragiler" Lage Nach Ansicht von US-Vizepräsident JD Vance ist ein Erfolg der Friedensgespräche alles andere als gewiss. Die Lage sei "fragil", weil es im Machtzentrum des Irans sowohl Kreise gebe, die konstruktiv an mögliche Friedensverhandlungen herangingen, als auch solche, die diese torpedieren möchten, so Vance. "Wenn die Iraner dazu bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, dann können wir zu einer Übereinkunft gelangen." Sollten sie jedoch lügen, betrügen und die gegenwärtige brüchige Waffenruhe sabotieren, "würden sie damit nicht glücklich werden". Spannung vor Treffen im Weißen Haus Die Einigung auf eine Waffenruhe in dem am 28. Februar von den USA und Israel gemeinsam begonnen Krieg im Iran erfolgte kurz vor einem heutigen Treffen Trumps mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus. Bei dem Gespräch dürfte es auch um die heftige Kritik Trumps an dem Bündnis gehen. Er hatte versucht, Nato-Verbündete dazu zu drängen, den USA bei der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen. Als die Hilfe ausblieb, verunglimpfte Trump das Bündnis als zahnlosen Tiger. Wie geht es jetzt weiter? Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif lud Delegationen der USA und des Iran für weitere Gespräche am Freitag in die Hauptstadt Islamabad ein. Pakistanischen Quellen zufolge werden dort bereits erste Sicherheitsvorbereitungen getroffen, um die Delegationen zu empfangen. Demnach könnten auch Vertreter aus Saudi-Arabien , der Türkei und Ägypten an den Gesprächen teilnehmen. Regierungschefs aus Europa wollen sich ebenfalls diplomatisch einbringen. Der britische Premier Starmer etwa wollte noch im Laufe des Tages in die Golfregion reisen, um mit den Verbündeten in der Region über diplomatische Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe zu sprechen. Wie steht Israel zu der Abmachung? Israel war an den Verhandlungen nicht beteiligt, unterstützt Trumps Entscheidung, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen einzustellen, nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aber. Voraussetzung sei, dass der Iran die Straße von Hormus öffne und seine Angriffe ebenfalls aussetze. Israel pocht demnach zudem weiterhin darauf, dass der Iran mit seinem Atom- und Raketenprogramm keine Bedrohung mehr für die USA, Israel und die arabischen Nachbarn Teherans darstellen darf.





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