Frankreich: TGV kollidiert mit Militärtransport – Lokführer tot, mehrere Verletzte
Ein Schnellzug ist am Dienstagmorgen in Nordfrankreich in einen Lkw gekracht und entgleist. Im TGV, der von Dunkerque nach Paris unterwegs war, befanden sich 246 Fahrgäste. Der Lastwagen beförderte Militärfahrzeuge. Auf Fotos vom Ort des Geschehens war der beschädigte und aus den Gleisen gesprungene Triebkopf des Zuges zu sehen.
ALERTE - Le conducteur d'un TGV est mort et 27 passagers blessés dans une collision avec un poids lourd à un passage à niveau de Noeux-les-Mines, dans le Pas-de-Calais (TF1 / Horizon Actu). pic.twitter.com/rTF9xPJjKB
— Infos Françaises (@InfosFrancaises) April 7, 2026
Die Kollision ereignete sich um 6:48 Uhr auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Nœux-les-Mines abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes der französischen Bahn. Dort war der TGV mit geschätzten 160 Kilometern pro Stunde unterwegs. Der Schnellzug stieß laut Medienberichten mit dem Anhänger des Lasters zusammen.
PAS-DE-CALAIS : Le ministre des transports est attendu sur les lieux de l'accident de TGV. Le conducteur du train, incarcéré dans sa cabine, est mort, après avoir percuté un camion militaire du régiment de génie d'Angers au passage à niveau (La Voix du Nord). https://t.co/VUeGQ1mJte pic.twitter.com/fB12SbKvOM
— Infos Françaises (@InfosFrancaises) April 7, 2026
Infolge des Zusammenstoßes kam der Lokführer ums Leben. Zunächst sprach die Polizei von 27 Verletzten, korrigierte dann diese Zahl nach unten auf 13 und dann wieder nach oben auf 16. Zwei der Verletzten schweben in Lebensgefahr. Der Lastzugfahrer erlitt ebenfalls schwere Verletzungen.
Die staatliche französische Eisenbahngesellschaft SNCF organisierte nach der Kollision Reisebusse, um die Fahrgäste in Sicherheit zu bringen. Der Verkehr auf der Strecke Béthune – Arras wurde in beiden Richtungen gesperrt.
Der SNCF-Chef Jean Castex erklärte, dass die Unfallursache noch ungewiss sei. Der Bahnübergang habe aber normal funktioniert. Der Familie des getöteten 56 Jahre alten Lokführers sprach er sein Beileid aus.
Die Polizei nahm den Lkw-Fahrer fest. Die Staatsanwaltschaft von Béthune leitete eine Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung ein.
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