Zwischen Journalismus und Widerstand: Das Doppelleben der Ilse Stöbe
Als Adolf Hitler 1938 die „Sudeten-Frage“ in der Tschechoslowakei zum Kriegsgrund hochspielt, wächst in Europa das Interesse an Minderheiten. Im August erscheint in der Schweizer Thurgauer Zeitung eine Artikelserie über Minoritäten in Polen, aus denen sich dort gut ein Drittel der Bevölkerung rekrutiert. Gezeichnet ist sie mit I.S. – dem Kürzel für Ilse Stöbe (1910 – 1942), die sich in Warschau als Kulturobfrau für Angehörige des deutschen Botschaftspersonals ihren Lebensunterhalt verdient.
Zunächst beschäftigt sich die Autorin mit der deutschen Minderheit in Polen. Da sie in wirtschaftlich hoch entwickelten Gebieten lebe, sei sie „für den polnischen Staat besonders wichtig“. Der habe seit seiner
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