Millionenprojekt: Neue Direktorin: Zukunftszentrum wird dieses Jahr sichtbarer
Der Bau des für 277 Millionen Euro geplanten Einheits-Projekts beginnt erst 2028. Doch schon bald soll es für die Bevölkerung greifbarer werden, verspricht die künftige Programmchefin.
Das Zukunftszentrum in Halle soll erst ab 2028 gebaut werden - doch schon jetzt soll das Millionenvorhaben für die Bevölkerung greifbarer werden. "Dieses Jahr wird das Programm des Zukunftszentrums (aber) mit vielfältigen Angeboten und Veranstaltungen viel sichtbarer werden", sagte die künftige Programmdirektorin Uta Bretschneider in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung".
Sie könne nachvollziehen, dass manche Menschen in Halle die Fortschritte des Projekts kritisch betrachten, sagte die bisherige Chefin des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig. Die Kosten für das Zukunftszentrum werden mit 277 Millionen Euro veranschlagt.
"Geduld!" sei gefragt
"Ein Vorhaben in dieser Dimension umzusetzen, kostet viel Zeit. Zumal sich die Prozesse durch den Regierungswechsel in Berlin verzögert haben. Darauf hat Staatsministerin Elisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte der Bundesregierung, schon hingewiesen. Das Entstehen der Institution ist in vollem Gange und erfordert von allen: Geduld!", sagte Bretschneider.
Sie halte das Zukunftszentrum inhaltlich für "absolut notwendig", betonte die Kulturwissenschaftlerin. "Das Zukunftszentrum wird gebraucht als Übersetzungseinrichtung und als Begegnungsort. Für Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, für Forscherinnen und Forscher, für touristische Gäste aus nah und fern, für Schülerinnen und Schüler, für Ossis und Wessis."
Deutsche Einheit "noch unfertig"
Die im sächsischen Burgstädt geborene Bretschneider sagte zudem, dass sie die Deutsche Einheit für "noch unfertig" halte. "Wir müssen weiterhin an ihr arbeiten. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, die Erfolge zu feiern. Das ist auch ein Anliegen des Zukunftszentrums: positive Aspekte und gelungene Transformationen sichtbar zu machen und als Werkzeug für die Zukunft mitzunehmen."
Das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation soll 2032 eröffnet werden. Inhaltlich soll das Zentrum einerseits die Leistungen der Ostdeutschen nach der Deutschen Einheit 1990 würdigen, andererseits Transformationsprozesse insgesamt beleuchten und nach Osteuropa blicken.
