ZDF-Entscheidung um "Spreewaldkrimi": "Es ist etwas unglücklich"
Überraschend stellt das ZDF den "Spreewaldkrimi" ein. Für die Macher kam das Aus weniger plötzlich. Immer mal wieder gab es im Laufe der Jahre Diskussionen. Zum Drehstart des neuen "Spreewaldkrimis" gab das ZDF Anfang März das Ende der Reihe bekannt. Nach dem Film "Mein ist der Tod" ist Schluss. Der Sender erklärte laut "TV Spielfilm": "Die Weiterentwicklung unseres fiktionalen Portfolios ist ein kontinuierlicher Prozess. Vor diesem Hintergrund trennen wir uns nach rund 20 Jahren von dieser besonderen Reihe, um Raum für neue programmliche Akzente zu schaffen." Für Produzent Wolfgang Esser kam das Aus nach 18 Episoden nicht überraschend, wie er im Gespräch mit t-online erklärt, "weil in den vergangenen Jahren viele erfolgreiche Reihen beendet wurden". Wie das ZDF die Absetzung begründet, findet er sogar "grundsätzlich nachvollziehbar". Dennoch erklärt Esser klipp und klar: "Ich halte das Aus tatsächlich für unnötig." Trotz guter Quoten: ZDF setzt "Spreewaldkrimi" ab ZDF-Star Teresa Weißbach: "Ein unerträglicher Trend" Ideen habe es noch viele gegeben. Ihm zufolge hatten die Macher, bevor es zum endgültigen Ende kam, "bereits ein innovatives Konzept für einen Generationswechsel entwickelt und waren schon deutlich weiter als nur in der Konzeptphase". Esser sagt: "Vieles hätte gut funktionieren können. Man muss es allerdings auch wollen." "Viele Zuschauer sind das nicht mehr gewohnt" Gespräche mit dem Sender gab es offenbar wiederholt. Wolfgang Esser erzählt: "Wir standen immer mal wieder vor einem möglichen Aus. Es war nie selbstverständlich, dass es weitergeht. Für jeden Film musste neu gekämpft werden." Das habe vor allem damit zu tun, dass der "Spreewaldkrimi" eher ungewöhnlich sei, was die Erzählweise und die filmische Umsetzung angeht, sagt Esser. "Er ist nicht einfach konsumierbar. Man muss sich vor allem bewusst darauf einlassen. Beim linearen Fernsehen sind viele Zuschauer das heutzutage jedoch nicht mehr gewohnt." Esser führt aus: "Das Fernsehen hat sich stark verändert." So werden immer mehr Filme und Serien auf dem Handy konsumiert. "Da verliert man irgendwann die Argumente für aufwendige Qualität. Kaum jemand konzentriert sich heute noch 90 Minuten auf einen Film. Viele lassen sich lieber von kurzen Formaten berieseln. Aber gerade auf öffentlich-rechtlichen Sendern mit Kultur- und Bildungsauftrag wünscht man sich ja, nicht nur das zu sehen, was gerade am leichtesten konsumierbar ist." Die Menschen hinter dem "Spreewaldkrimi" galten laut ihm "schon immer als ein bisschen zu anspruchsvoll, und das ist nicht jedermanns Geschmack, auch nicht auf den Entscheidungsebenen. Heute sind die Herausforderungen andere und es entscheiden eher Strategiepapiere über Inhalte." Dennoch zeigt sich Wolfgang Esser dankbar. "Dass wir diese Art von Filmen machen durften, war vor 20 Jahren ein großes Wagnis", sagt er. "Es ging komplett gegen die damaligen Sehgewohnheiten im Fernsehen. Und das tut es teilweise auch heute noch." Dass das ZDF das Aus des "Spreewaldkrimis" ausgerechnet zu Beginn der Dreharbeiten für den letzten Film verkündet hat, kann Esser nicht nachvollziehen. "Es ist etwas unglücklich", sagt er und erklärt: "Die Region ist in Schockstarre. Seit bekannt ist, dass die kommende Folge 'Mein ist der Tod' die letzte sein wird, sprechen mich während der Dreharbeiten viele Menschen darauf an." Lieber wäre ihm gewesen, die Einstellung der Reihe wäre zur Ausstrahlung des Filmes bekannt geworden. Der erste "Spreewaldkrimi" lief im November 2006 im ZDF. Christian Redl spielt von Anfang an die Rolle des Hauptkommissars Thorsten Krüger, der ab Folge 14 im Ruhestand ist. In der zweiten Folge, die im Jahr 2009 erstausgestrahlt wurde, kam Thorsten Merten als Polizist Martin Fichte hinzu, der den Kommissar bei seinen Ermittlungen unterstützt. Die Filme zeichnen sich durch mystische Elemente sowie durch das Spiel mit Zeitebenen aus. Wolfgang Esser ist Produzent aller Episoden, die in vielen Fällen mehr als sechs Millionen Zusehende anlockten, dem Sender also gute Quoten bescherten.
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