Das Teilnehmerfeld der WNBL für das RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 ist komplett. Drei von vier Mannschaften kehren dabei zurück nach Berlin. Darunter die TG Main Sharks Würzburg, Phoenix-TSV Hagen und ALBA Berlin. Der einzige Neuling ist die TS Jahn München. Im Kampf um den Klassenerhalt konnten sich die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel und die Mitteldeutsche Basketball Academy in der Abstiegsrunde Nord retten. Die Metropolitain Girls und die TG Neuss Junior Tigers, sowie das RegioTeam Stuttgart und die Porsche BBA Ludwigsburg werden sich neu qualifizieren müssen.
Viertelfinale
ALBA Berlin – USC Freiburg 66:61
ALBA gegen Freiburg wird wohl als eine der besten Viertelfinalserien der letzten Jahre in Erinnerung bleiben. Am Ende brauchte es im dritten entscheidenden Spiel eine Overtime. Kurz zuvor hatte Sophia Dramé den Freiburger Ausgleich erzielt (57:57). In der Verlängerung schwanden bei den Gästen aber die Kräfte. Nachdem man sich bereits nach einem Rückstand nach Viertel eins zurückgekämpft hatte, waren die Tanks leer. Dies war besonders bei den sich heroisch aufbäumenden Lara Gierlich (24 PTS, 10 REB, 4 STL) und Karla Paradzik (21 PTS, 5 REB, 5 STL) zu spüren. Abseits beiden gab es aber offensiv zu wenig Unterstützung. ALBA löste diese Aufgabe im Kollektiv besser. Neben der dominanten Lilli Schultze (19 PST, 9 REB) waren auch Helene Lehmann (13 PST, 7 STL) und Mathilda Haensch (11 PTS, 9 REB) aktiv. Mit 9:4 in der Verlängerung entschieden die Gastgeber die Partie für sich und stehen damit zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale.
Phoenix-TSV Hagen – MTV Stuttgart 85:83
Dass der MTV Stuttgart, der „nur“ als dritter Seed im Süden in die Playoffs ging am Ende beinahe Hagen in drei Spielen besiegt, hatten wohl nur die wenigsten auf der Rechnung. Am Ende fehlte den Gästen vielleicht nur eine bessere Freiwurfquote (24/35) um die Überraschung perfekt zu machen. Hagen, die angeführt von Hannah Abramowskis 19 Punkte in einer chaotischen Schlusssequenz die Nerven behielten. Beim Stand von 81:83 für den MTV, leisteten sich die in rot spielenden Gäste einen Turnover, den Darina Zrachenko (17 PST, 12 REB) bestrafte. Im nächsten Angriff, ging der Ball bei den Schwaben wieder verloren und zu allem Überfluss foulte man Lia Wasielewski (17 PTS) ohne Not im Fastbreak. Aufgrund der bereits überschrittenen Foulgrenze kam Wasielewski mit sieben Sekunden an die Linie und verwandelte beide Versuche. Stuttgart kam sogar noch in eine aussichtsreiche Abschlusssituation, konnte den Ball aber nicht kontrollieren. Somit siegte Hagen und kehrt zurück nach Berlin. Topscorerin der geschlagenen Stuttgarterinnen war Selin Bandirma mit 19 Punkten. Diana Ivancic kam auf 17 Zähler und elf Rebounds.
Abstiegsrunde Nord
Metropolitain Girls – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 59:53
Obgleich die Metropolitain Girl alles reinlegten und die Partie trotz schwachem Schlussviertel für sich entschieden, bleibt man unter dem Strich. Der direkte Vergleich rettete schlussendlich die Gäste, die dank 15 Punkte und 13 Rebounds von Rania Ayadi die Klasse halten. Bei den Gastgebern ging Stella Reinike mit 21 Punkte voran.
TG Neuss Junior Tigers – Mitteldeutsche Basketball Academy 48:84
Ein deutliches Ausrufezeichen setzte die MBA in Neuss. Nach durchwachsenen Wochen, ließen die Gäste am letzten Spieltag keinen Zweifel an ihren Ambitionen die Klasse zu halten und gewannen nach starker erster Halbzeit deutlich gegen die Junior Tigers. Auf dem Weg dahin stachen besonders Elisabeth Böhlert (18 PTS) und Ronja Meixner (13 PTS, 15 REB) ins Auge.
Abstiegsrunde Süd
Porsche BBA Ludwigsburg – Rhein-Main Baskets 40:47
In einer Partie ohne sportliche Bedeutung fuhren die Gäste aus Hofheim einen knappen Sieg und beenden die Playdowns damit ungeschlagen. In einer insgesamt punktearmen Partie, zogen die Baskets im Schlussviertel davon. Topscorerin war Maya Czirwitzky (12 PTS), die allgemein eine starke Abstiegsrunde spielt. Bei den Gastgebern kam Eléa Anthoine auf 16 Punkte.
RegioTeam Stuttgart – Talents BonnRhöndorf 65:59
Mit einem Heimsieg verabschiedet sich das RegioTeam aus der Saison 25/26. Rika Windgasse avancierte mit 27 Punkten zur Matchwinnerin und sorgte für ein zumindest versöhnliches Saisonende. Bonn kam offensiv nicht in den Tritt, wird der WNBL aber auch kommende Saison erhalten bleiben. Nela Ridder überzeugte als beste Talents-Scorerin mit 16 Punkten.
