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Trump brüskiert Japans Regierungschefin mit Pearl-Harbour-"Scherz"

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US-Präsident Donald Trump sorgt erneut für internationale Schlagzeilen, diesmal jedoch bezogen auf seine berüchtigten Spontanantworten an Journalisten im Oval Office. Trump stellte sich während des Besuches der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi den Fragen von Reportern. Nach der Frage eines japanischen Pressevertreters, warum die Trump-Administration die Verbündeten in Tokio nicht vorab über den Iran-Krieg informiert habe, kam es zum diplomatischen Eklat.

Das gestrige Treffen von Präsident Trump mit Premierministerin Sanae Takaichi im Weißen Haus war am heutigen Freitag "das Gesprächsthema Nummer eins in Japan", so die New York Times (Bezahlschranke). So hätten im Mittelpunkt nach dem Besuch der japanischen Delegation in Washington bei den Gesprächen nicht nur anvisierte Investitionsabkommen und geopolitische Fragen auf dem Tagesprogramm gestanden, "sondern vor allem Trumps Witz über Pearl Harbor".

Der Eklat nahm seinen Lauf, als der US-Präsident während seines Treffens mit Japans Regierungschefin, umgeben von der Delegation, Mitarbeitern seiner Administration und Pressevertretern, mit einer mehr als fragwürdigen Pearl-Harbor-Bemerkung für Irritationen bei den Anwesenden sorgte.

Ein japanischer Reporter fragte Trump, warum die USA Japan und ihre europäischen Verbündeten nicht im Voraus über den Angriff auf Iran informiert hätten. Trump erklärte in bekannter Art spontan improvisierend, zur Irritation der japanischen Delegation:

"Du willst nicht zu viel signalisieren. Als wir [in Iran] hineingegangen sind, sind wir sehr hart hineingegangen. Und wir haben niemandem davon erzählt, weil wir eine Überraschung wollten. Wer weiß es nicht besser mit Überraschungen als Japan? Warum hast du [an den Journalisten gerichtet] mich nicht über Pearl Harbor informiert? Okay? Richtig?"

Die New York Times berichtet am Tag danach zu der bizarren Situation:

"In der Gruppe aus Beamten und Journalisten war vereinzeltes Gelächter zu hören. Frau Takaichi riss die Augen auf und blickte in Richtung des japanischen Reporters, der die Frage gestellt hatte. Sie sagte nichts und saß mit verschränkten Armen da. Viele japanische Wissenschaftler, Politiker und Kommentatoren waren entsetzt."

Der regelmäßige RT-Gastautor Rainer Rupp erklärte zur Causa Pearl Harbour in einem Meinungsbeitrag:

"1941 hatte Washington mit Wirtschaftssanktionen und Blockaden der wichtigsten Meeresengen im asiatisch-pazifischen Raum das aufstrebende Japan von der Versorgung mit überlebenswichtigen Gütern, vor allem aber von Öl-Importen abgeschnitten. Damit sollte Tokio gezwungen werden, die US-Vorherrschaft anzuerkennen, sowohl im Pazifik als auch im umkämpften China, wo die USA die Gegner Japans militärisch unterstützten. Schließlich reagierte das in die Enge getriebene Japan, das ebenso wie die USA, Großbritannien und Frankreich in der Region seine imperialen Ambitionen mit militärischen Eroberungen verwirklichen wollte, mit dem Angriff auf Pearl Harbour. Diesen Angriff sah die japanische Kriegsführung als einen Befreiungsschlag an, was viele Japaner auch heute noch tun."

Umgehende oder weitreichendere Konsequenzen hatte der diplomatische Faux pas demnach nicht. US-Medien berichten, dass die jeweiligen Delegationen ein gemeinsames Projekt zum Bau von Atomreaktoren in den US-Bundesstaaten Tennessee und Alabama in Höhe von 40 Milliarden Dollar (34,5 Milliarden Euro) vereinbart hätten.

In einer am Donnerstag nach dem Staatsbesuch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung wurden zudem Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Dollar in Erdgas-Kraftwerksanlagen in den US-Bundesstaaten Pennsylvania und Texas vereinbart. 

Mehr zum Thema - Europas Chance zum Beenden seiner geistigen Umnachtung durch Trumps Iran-Krieg






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