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Putin lässt in Wien spähen: So nutzt Russland die "Hauptstadt der Spione"

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Wien gilt als die "Hauptstadt der Spione". Einem Bericht zufolge hat Russland seine Spionagekapazitäten dort in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt. Russland soll seine geheimdienstlichen Aktivitäten in Wien deutlich ausgebaut und die österreichische Hauptstadt zu einem zentralen Knotenpunkt für Funk- und Satellitenaufklärung in Europa gemacht haben. Das berichten westliche Sicherheitskreise und Experten in einer Recherche der US-amerikanischen "Financial Times" – und gehen von einer erheblichen Gefahr für Nato‑Staaten und andere westliche Partner aus. Dem Bericht zufolge haben russische Einrichtungen in Wien in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche neue Satellitenschüsseln und andere Antennenanlagen auf ihren Dächern installiert. Viele dieser Anlagen seien nicht nach Osten in Richtung Moskau ausgerichtet, sondern nach Westen sowie auf Satelliten, die Kommunikationsverbindungen zwischen Europa, dem Nahen Osten und Afrika übertragen. Experten: Aktive Nutzung zur Überwachung Westliche Geheimdienstvertreter in Wien berichten demnach, dass Russland von dort aus gezielt Regierungen und Militärs von Nato-Staaten sowie weitere sicherheitspolitisch relevante Kommunikation abhören wolle. Auffällig sei, dass größere Antennen wiederholt neu ausgerichtet würden – etwa unmittelbar vor der Münchner Sicherheitskonferenz, einem der wichtigsten sicherheitspolitischen Treffen Europas. Kurz danach seien die Antennen wieder in ihre Ausgangsposition zurückbewegt worden. Propagandakampagne gestartet: Russland nimmt Nato-Gebiet ins Visier "Zentrum 795": Putin soll neue Spezialeinheit aufgebaut haben Nach Einschätzung dieser Dienste spricht dies für eine sehr aktive Nutzung zur Überwachung verschiedener Satelliten und Konferenzen, denn klassische gesicherte Botschaftsverbindungen nach Moskau müssten nicht ständig neu ausgerichtet werden. Eine Gruppe von Wiener Funktechnikern, die ihre Beobachtungen unter dem Pseudonym "NomenNescio" veröffentlicht, hat nach eigenen Angaben hochauflösende Aufnahmen der größten russischen Liegenschaft in der Donaustadt – im Volksmund "Russencity" – ausgewertet. Demnach richten sich viele der dortigen Schüsseln auf geostationäre Satelliten wie Eutelsat 3B und 10B sowie SES-5 und Rascom QAF1, die Verbindungen zwischen Europa und Afrika übertragen. Auf Fotos seien zudem Speziallinsen vor den Empfängern zu erkennen, die es erlaubten, Signale aus einem größeren Winkelbereich auszuwerten als bei herkömmlichen Anlagen. Die Großanlage "Russencity" am Ostufer der Donau wurde bereits in den 1980er-Jahren unter dem damaligen Chef der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Juri Andropow geplant. Nach Einschätzung des österreichischen Geheimdiensthistorikers Thomas Riegler für die "Financial Times" war das Gelände schon im Kalten Krieg als Stützpunkt für Nachrichtenaufklärung konzipiert. Neben dem Stützpunkt der russischen Mission bei den Vereinten Nationen beherbergt der Komplex Wohnungen für russisches Personal und eine Schule für Diplomatenkinder. Die Dächer sind dicht mit Antennen bestückt, wie die Fotos von "NomenNescio" zeigen. Begrenzte Gegenwehr in Österreich Österreichs Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) warnt in ihrem aktuellen Bericht ausdrücklich vor den technischen Möglichkeiten der russischen Abhöreinrichtungen in Wien. Die flexibel konfigurierbaren Stationen stellten "ein erhebliches Sicherheitsrisiko" für die Spionageabwehr dar, heißt es dort. Nach Erkenntnissen der Behörde arbeiten rund 500 russische Diplomaten in Wien, von denen bis zu ein Drittel als verdeckte Geheimdienstmitarbeiter eingestuft wird. Trotz dieser Einschätzungen reagierte Wien im Vergleich zu vielen EU‑Staaten bislang zurückhaltend auf russische Aktivitäten. Während andere europäische Länder seit 2022 Hunderte russische Diplomaten wegen mutmaßlicher Spionage auswiesen, wurden in Österreich nach Angaben internationaler Medien lediglich einige wenige Vertreter zur unerwünschten Person erklärt. Österreich will Verhältnis zu Moskau nicht beschädigen Ein Grund ist das österreichische Strafrecht: Klassische Spionage ist nur dann strafbar, wenn sie sich direkt gegen österreichische Interessen richtet – das Abhören ausländischer Ziele von österreichischem Boden bleibt rechtlich in der Regel folgenlos. Wie die "Financial Times" berichtet, hat die DSN der Regierung zwar eine Liste von Personen übergeben, die an den russischen Abhörstationen in Wien arbeiten sollen. Verantwortliche in der Regierung fürchten jedoch demnach, dass ein härteres Vorgehen, etwa durch Massenausweisungen, das Verhältnis zu Moskau weiter belasten und Gegenmaßnahmen nach sich ziehen könnte. Ein österreichischer Sicherheitsbeamter wird mit den Worten zitiert, man teile Informationen über russische Aktivitäten in Wien zwar mit europäischen Partnern, manchmal sei es jedoch "besser zuzuschauen als zu handeln". Russland selbst weist den Vorwurf eines Missbrauchs diplomatischer Einrichtungen für Spionage regelmäßig zurück oder äußert sich nicht dazu. Die russische Botschaft in Wien reagierte laut "Financial Times"-Anfrage nicht auf eine entsprechende Anfrage. Wien ist die "Hauptstadt der Spione" Wien gilt seit Jahrzehnten als einer der weltweit wichtigsten Standorte für Geheimdienste – schon lange vor dem aktuellen Streit über russische Abhöranlagen. Bereits im Kalten Krieg nutzten sowohl westliche als auch osteuropäische Dienste die österreichische Hauptstadt als neutralen Treffpunkt, Beobachtungsposten und Drehscheibe für Operationen in beiden Blöcken. Der österreichische Staatsvertrag von 1955 und die festgeschriebene immerwährende Neutralität machten das Land für beide Seiten attraktiv. Geografisch liegt Wien an der Schnittstelle zwischen West- und Osteuropa, unweit der ehemaligen innerdeutschen Grenze und der früheren Frontlinie des Warschauer Pakts. Historiker verweisen darauf, dass schon während der Weltkriege und im Kalten Krieg zahlreiche Agenten und Kurierdienste von hier aus in Staaten wie Ungarn , die Tschechoslowakei oder Jugoslawien operierten. Experten gehen davon aus, dass die Stadt auch nach 1990 ihre Rolle als internationaler Spionageknotenpunkt behalten und teils sogar ausgebaut hat. In Wien gibt es jede Menge hochrangiger Ziele Ein wichtiger Faktor sind die vielen internationalen Organisationen mit Sitz in Wien, darunter die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die Internationale Atomenergie-Organisation und die Organisation Erdöl exportierender Länder. Sie ziehen Tausende Diplomaten, Fachleute und Lobbyisten an – und bieten nach Einschätzung von Fachleuten vielfältige Ansatzpunkte und Deckungen für Geheimdienstmitarbeiter. Auch die große Zahl an Botschaften und internationalen Firmenzentralen erhöht die Attraktivität für Nachrichtendienste, die politische, militärische und wirtschaftliche Informationen sammeln wollen. Schon vor Jahren sprachen Fachleute etwa in einem "Welt"-Artikel von 2009 von der weltweit höchsten Dichte ausländischer Geheimdienstmitarbeiter in Wien. 2010 fand auf dem Flughafen der Stadt einer der größten Agentenaustausche zwischen Russland und den USA seit dem Ende des Kalten Kriegs statt, was den Ruf Wiens als "Hauptstadt der Spione" weiter festigte. Beobachter betonen zugleich, dass nicht nur Russland, sondern auch westliche und andere große Nachrichtendienste in Wien in großem Umfang Informationen sammeln – teils offen, teils unter diplomatischer Tarnung.





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