US-Präsident Donald Trump plant vier Wochen für den Krieg gegen den Iran ein. Das Pentagon scheint sich allerdings auf eine längere Zeit einzustellen. Das US-Zentralkommando der Streitkräfte hat das Pentagon um mehr Militärgeheimdienstoffiziere in seinem Hauptquartier in Florida gebeten, um den Krieg gegen den Iran für mindestens 100 Tage, voraussichtlich aber auch bis September unterstützen zu können. Das berichtet das Nachrichtenportal "Politico" unter Berufung auf eine vorliegende Mitteilung. Die Forderung nach zusätzlichem Geheimdienstpersonal sei als Zeichen dafür zu werten, dass das Pentagon bereits mehr Mittel für den Krieg einplant, als für den von US-Präsident Donald Trump vorgesehenen Zeitrahmen von vier Wochen ausreichend wären. Iranische Strategie: So will Teheran die USA in die Knie zwingen "Das verstößt gegen Völkerrecht": Iranische Drohnen treffen Flughafen in Aserbaidschan Zudem entsendet das US-Außenministerium zusätzliches Personal nach Athen , um US-Bürgern zu helfen, die aktuell in der Region feststecken, erklärt ein Beamter des Ministeriums. Zuvor gab es Kritik an der Regierung, ihre Bürger zu spät gewarnt und zur Ausreise aus der Region aufgefordert zu haben. Die erste große Reisewarnung für US-Amerikaner gab die Regierung erst am Montag heraus – die Ausreise gestaltete sich durch die Luftraumsperrungen zu diesem Zeitpunkt allerdings schwierig. "Völlig improvisierte Aktion" Es scheint, als habe Trump die weitreichenden Folgen des mit Israel begonnenen Krieges nicht vollständig vorhergesehen. Davon ist auch der ehemalige hochrangige US-Diplomat Gerald Feierstein überzeugt. "Was wir erlebt haben, war eine völlig improvisierte Aktion, bei der offenbar niemand die unmittelbar bevorstehende Militäraktion für möglich hielt", erklärte er gegenüber "Politico". Es wirke, als seien sie am Samstagmorgen aufgewacht und hätten beschlossen, einen Krieg zu beginnen, so Feierstein. Bisher konnten weder Trump noch seine Berater überzeugende Gründe dafür anführen, warum die Angriffe auf den Iran zu genau dem Zeitpunkt notwendig waren. Neben mehr Personal bemüht sich das Pentagon "Politico" zufolge auch mehr kleinere und günstigere Luftverteidigungssysteme in die Region zu liefern. Grund dafür könnte die iranische Strategie sein, hunderte Raketen und Drohnen auf US-Verbündete in der Region abzufeuern, die die USA aktuell mit deutlich teureren Mitteln abwehren.