Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den neuen ARD-Krimi. Die "Polizeiruf 110"-Folge diese Woche führt nach Magdeburg. Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der "Tatort" oder ein neuer "Polizeiruf 110". Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept. Diese Kommissarin ermittelt in "Your Body My Choice" Sonntagabend, 8. März 2026 , um 20.20 Uhr, zeigt die ARD den neuen "Polizeiruf 110" aus dem Magdeburg . Die Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen) ermittelt im Fall mit dem Titel " Your Body My Choice ". Darum geht es in "Polizeiruf 110": "Your Body My Choice" Doreen Braschs neuer Fall ist ein gezielter Anschlag: Die Bremskabel eines Fahrrads wurden durchgeschnitten – mit tödlichen Folgen. Der Fall hat Brisanz, denn die Tote arbeitete in einer Frauenarztpraxis, die Abtreibungen vornimmt und dafür bereits in der Vergangenheit wiederholt Anfeindungen ausgesetzt war. Entsprechend suchen die Ermittlungen nach einer möglichen Verbindung zwischen dem Mord und dem Beruf des Opfers. Während Brasch das Leben des Mordopfers untersucht, begegnet ihr unter anderem eine junge Polin, die selbst vor der Entscheidung steht, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Immer tiefer gerät Brasch zwischen verhärtete Fronten und erhitzte Gemüter. Inmitten von persönlicher Konflikte, Hass, Aktivismus und Aufklärung bleibt das eigentliche Motiv für den Mord lange unklar. Dabei arbeitet Doreen Brasch größtenteils alleine an dem Fall. Die Kriminalhauptkommissarin ist dafür bekannt, eher Einzelgängerin zu sein und die Dinge auf ihre eigene Weise zu lösen. Nachdem sie in früheren Fällen noch als Duo ermittelt hatte, ist sie inzwischen weitgehend im Alleingang unterwegs. Nur wenige Kollegen lässt sie nah genug an sich heran, darunter den Kriminalrat Uwe Lemp. Kommende "Tatort" und "Polizeiruf 110"-Termine im Überblick Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant: "Polizeiruf 110" : "Ablass" – Sonntag, 15. März 2026, um 20.15 Uhr "Tatort" aus Frankfurt : "Fackel" – Sonntag, 22. März 2026, um 20.20 Uhr "Polizeiruf 110" : "Goldraub" – Sonntag, 29. März 2026, um 20.15 Uhr Während der "Tatort" 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie "Der Kommissar" ins Leben gerufen wurde, ist der "Polizeiruf 110" ein Konzept aus der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der "Polizeiruf" deutlich seltener zu sehen als sein Pendant. Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt. "Tatort" versus "Polizeiruf 110": ein ungleiches Duell Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel 7 bis 10 Folgen aus dem "Polizeiruf 110"-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim "Tatort" gibt, schicken beim "Polizeiruf 110" lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen. Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, "Tatort"-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.