Am Sonntag gegen den 1.FC Kaiserslautern die „kämpferische Facette bedienen“
Der 23. Spieltag steht vor der Tür und beschert dem SC Preußen Münster den 1.FC Kaiserslautern als Gegner. Unweigerlich kommen einem die Erinnerungen an die wenigen, aber emotional aufgeladenen Aufeinandertreffen beider Teams hoch: das verlorene Meisterschaftsfinale 1951, ein traumhafter Freistoß von Martin Kobylanski zum 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit (2018) oder ein von Max Schulze-Niehues parierter Elfmeter, der in einen Konter zum 1:1-Ausgleich durch Rufat Dadashov mündete (2019). Geschichten, die der Vergangenheit, angehören – was zählt, ist das Hier und Jetzt.
Am Sonntagnachmittag (13:30 Uhr) wollen die Adlerträger im restlos ausverkauften LVM-Preußenstadion nach drei Remis in Folge nun auch den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren und damit wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln. „Die Situation ist uns bewusst, wir gehen da nicht blauäugig rein. Ich sehe keinen, der hier verzweifelt oder kopflos herumläuft. Diese Mannschaft hat einen einwandfreien Charakter und steht zusammen“, betont Cheftrainer Alexander Ende den Teamgeist der Schwarz-Weiß-Grünen.
Mit den Roten Teufeln haben die Preußen zudem noch eine offene Rechnung zu begleichen. Schließlich kassierte der SCP im Hinspiel auf dem Betzenberg seine bisher höchste Saisonniederlage (1:4). Gleich drei Gegentore fielen dabei nach einer Hereingabe aus dem Halbfeld – eine Stellschraube, an der das Trainerteam um Ende erfolgreich gearbeitet hat: „Flankengegentore waren auch mal ein Thema bei uns. Wir sind aber seit langer Zeit viel stabiler geworden in dem Bereich, dort hat es eine klare Weiterentwicklung gegeben.“
Die gefährlichen Hereingaben gehören auch ohne den verletzten Topstürmer Ivan Prtajin (elf Tore) zum Angriffsrepertoire des FCK, der aus dem Spiel heraus die drittmeisten Flanken der Liga schlägt (269). Der Tabellensiebte (34 Punkte), der aus einem schweren Auftaktprogramm gegen die Top-Vier-Teams der Liga sieben Punkte holte, zeichnet sich auch durch seine physische Komponente aus. Das weiß auch Preußencoach Ende einzuordnen: „Ich erwarte eine sehr geradlinige und körperliche Mannschaft. Eklig sein, Zweikämpfe führen, zweite Bälle gewinnen, Stress ausüben – das wird ihr Ansatz sein.“ Da gilt es für die Adlerträger gegenzuhalten, ohne das eigene Spiel mit dem Ball zu vernachlässigen. „Diese kämpferische Facette müssen wir auch bedienen. Aber darüber hinaus wollen wir unsere fußballerische Identität draufpacken – und das werden wir auch“, fügt Ende an.
Ein spannendes und kampfbetontes Spiel ist demnach zu erwarten, wenn der SCP in sein drittes Heimspiel 2026 geht. Personell sind zuvor noch einige Fragezeichen zu klären: Marco Meyerhöfer, Niko Koulis und Marco Meyerhöfer mussten die Trainingswoche krankheitsbedingt aussetzen. Fraglich ist zudem der Einsatz von Imad Rondic, der im Training unglücklich mit dem Aluminium zusammengeprallt ist. Sicher ausfallen werden neben den drei am Kreuzband verletzten Antonio Tikvic, Simon Scherder und Malik Batmaz weiterhin Lars Lokotsch, Joshua Mees, Luca Bolay und Oscar Vilhelmsson. Ausfallen werden zudem Jorrit Hendrix (Kapselverletzung) sowie der an Grippe erkrankte Marcel Benger.
Dafür freut sich Trainer Ende auf die Rückkehr von Yassine Bouchama, der seine Drei-Spiele-Sperre erfolgreich abgesessen hat: „Yassine tut der Mannschaft durch seine Persönlichkeit und seine Fähigkeiten am Ball gut. Er war in den guten Phasen der Spiele gegen Karlsruhe und in Paderborn einer der führenden Köpfe auf dem Feld und hat aus dem Platzverweis dazugelernt.“
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