Luftfahrt: Airbus meldet Rektord – Probleme mit US-Zulieferer bremsen
Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus legt zu. Die Produktion ist über zehn Jahre gesichert. Nur ein Problem macht dem Unternehmen zu schaffen. Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will 2026 eine Rekordzahl an Jets ausliefern. Vorstandschef Guillaume Faury plant die Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Damit würde er seinen Rekord von 863 Jets aus dem Jahr 2019 übertreffen, den er seit der Corona-Krise nicht annähernd wieder erreicht hatte. Allerdings kämpft Airbus weiterhin mit schleppenden Triebwerkslieferungen des US-Herstellers Pratt & Whitney. Die Produktionspläne für die meistgefragte Modellfamilie A320neo verschieben sich daher noch weiter in die Zukunft. Airbus-Chef Guillaume Faury gab dem Triebwerkshersteller ausdrücklich die Schuld an der weiteren Verzögerung. Absatzbewegung: Merz rückt von FCAS ab Panne: Boeing-Jet muss Flug abbrechen Bereits im Vorjahr hatte Airbus seine Auslieferungsziele wegen knapper Triebwerke und anderer Bauteile mehrfach verfehlt. 2025 konnten die Triebwerkshersteller ihre Rückstände aus der ersten Jahreshälfte zwar aufholen, doch ein Zulieferer von Rumpfteilen patzte: Wegen Qualitätsmängeln an bestimmten Verkleidungen musste Airbus ab November hunderte praktisch fertige Jets überprüfen. Statt der zuvor angepeilten 820 Maschinen lieferte Airbus nur 793 Stück aus. Streit um FCAS mit Dassault An Bestellungen fehlt es Airbus nicht: Ende Dezember saß der Konzern auf einem Rekord-Auftragsbestand von 8.754 Passagier- und Frachtflugzeugen. Gemessen an den für 2026 geplanten Auslieferungen würden die Bestellungen die Produktion rechnerisch über zehn Jahre auslasten. Die Produktion der A320neo-Familie ist längst bis ins nächste Jahrzehnt hinein ausgebucht. Fluggesellschaften müssen neue Maschinen daher lange im Voraus bestellen. Der einzige große Airbus-Konkurrent Boeing aus den USA steckt seit Jahren in der Krise und ist zwischenzeitlich weit hinter den Hersteller aus Europa zurückgefallen. Trotzdem sitzt auch er auf einem riesigen Auftragsbestand und kommt der Nachfrage kaum hinterher. Doch macht ein deutsch-französischer Konflikt Airbus zu schaffen: der Streit um den neuen deutsch-französischen Kampfjet FCAS. Das Future Combat Air System, so der offizielle Name, soll von Airbus und dem französischen Konzern Dassault entwickelt werden. Doch verlangt der französische Rüstungsgigant die Führung. Nun rückte Merz öffentlich von dem Projekt ab. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron drohte mit Folgen: "Stellen Sie sich vor, der deutsche Partner würde das gemeinsame Flugzeugprojekt infrage stellen, dann müssten wir auch das gemeinsame Panzerprojekt infrage stellen." Konkurrent Boeing in Schwierigkeiten Umso mehr setzt Airbus auf zivile Erfolge. So stieg im vergangenen Jahr der Airbus-Umsatz um sechs Prozent auf 73,4 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn sprang um ein Drittel auf etwas mehr als 7,1 Milliarden nach oben, und unter dem Strich stand ein Überschuss von rund 5,2 Milliarden Euro, fast ein Viertel mehr als im Vorjahr. Im laufenden Jahr erwartet die Airbus-Führung vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) einen Gewinnanstieg auf rund 7,5 Milliarden Euro. Branchenexperten hatten im Schnitt mehr als 8 Milliarden auf dem Zettel. Zuwächse gab es nicht nur im Hauptgeschäft mit Passagierflugzeugen. Auch die Hubschraubersparte konnte ihren Umsatz und ihren bereinigten operativen Gewinn steigern. Die Rüstungs- und Raumfahrtsparte schaffte es zurück in die Gewinnzone, nachdem hohe Sonderkosten für Satellitenprogramme und den Militärtransporter A400M den Geschäftsbereich im Vorjahr tief in die roten Zahlen gerissen hatten. Konkurrent Boeing erzielte 2025 unterdessen seinen ersten Jahresgewinn seit 2018 - und verdankte selbst dies nur dem Verkauf einer Sparte. Der US-Konzern hatte seit zwei tödlichen Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 und einem längeren Startverbot für sein wichtigstes Modell 737 Max in vielen Bereichen mit Qualitätsmängeln zu kämpfen und musste sich dem Vorwurf aussetzen, an der Sicherheit gespart zu haben. Nach einem Beinahe-Unglück Anfang 2024 griffen die Behörden durch und legten Boeing harte Beschränkungen auf.
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