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Chagos-Inseln im Visier: Trump wird nervös – Kritik an Großbritannien

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Sie sind kaum bekannt, wecken aber großes Interesse bei US-Präsident Trump: Ein Blick auf die Chagos-Inseln offenbart einen Konflikt um Kolonialerbe und einen brisanten Stützpunkt. Das Säbelrasseln der USA in Richtung Iran hält an: US-Präsident Donald Trump hat wiederholt mit einem Militäreinsatz im Nahen Osten gedroht, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Unterdessen legen auch umfangreiche US-Truppenverlegungen nahe, dass ein Angriff bevorstehen könnte. Am Mittwochabend wurde Trump dann konkreter: "Sollte der Iran sich gegen ein Abkommen entscheiden, könnte es für die Vereinigten Staaten notwendig werden, Diego Garcia und den Flugplatz in Fairford zu nutzen, um einen möglichen Angriff eines höchst instabilen und gefährlichen Regimes zu verhindern", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social und erwähnte dabei sowohl eine Insel im Indischen Ozean sowie einen Militärflugplatz in England. Großbritannien dürfe daher "auf keinen Fall die Kontrolle über Diego Garcia verlieren". US-Militäraufmarsch im Nahen Osten: Trump steht vor seiner größten Entscheidung Newsblog: Alle aktuellen Entwicklungen in der US-Politik Was hat es mit der Insel im Indischen Ozean auf sich, unter wessen Kontrolle steht sie – und warum zeigt sich Trump plötzlich nervös? Ein Blick zurück: Diego Garcia gehört zum Chagos-Archipel, das aus über 600 Inseln im Indischen Ozean besteht. Es liegt etwa auf halbem Weg zwischen Afrika und Indonesien . Einst gehörten die Chagos-Inseln zu Mauritius , als der Inselstaat noch eine französische Kolonie war. Später wurden Mauritius und die Chagos-Inseln gemeinsam als eine britische Kolonie verwaltet. Chagos-Inseln: Tausende Einwohner für Stützpunkt vertrieben Bevor die Kolonialherren Mauritius 1968 in die Unabhängigkeit entließen, trennten sie die Chagos-Inseln administrativ ab und beließen sie unter britischer Kontrolle. Im Rahmen eines Abkommens schuf Großbritannien mit den USA während des Kalten Krieges auf Diego Garcia einen strategisch bedeutsamen Militärstützpunkt im Indischen Ozean. Etwa 2.000 Einwohner wurden dafür vertrieben. Gegen die Abtrennung des Archipels hatte Mauritius vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) geklagt und 2019 Recht bekommen. Im Oktober 2024 erklärte sich Großbritannien nach jahrzehntelangem Streit bereit, die Chagos-Inseln zurückzugeben – unter der Bedingung, Zugang zu dem auch von den USA genutzten Militärstützpunkt zu behalten. Diego Garcia: Eine wichtige Ausnahme Im Mai 2025 folgte das entsprechende Abkommen, mit dem Großbritannien seine Souveränität über die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgab. Tatsächlich beinhaltet das Abkommen eine Ausnahme bezüglich Diego Garcia: Die Insel soll wegen ihrer strategischen Bedeutung noch mindestens 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben. Genauer sieht das Abkommen vor, dass Großbritannien Diego Garcia für diese Dauer von Mauritius pachtet und dafür eine Milliardensumme zahlt. Bislang wurde das Abkommen allerdings noch nicht in Kraft gesetzt. Zwar wurde es von beiden Regierungen unterzeichnet, doch die Ratifizierungen durch das britische Unterhaus und das Parlament von Mauritius stehen noch aus. Diego Garcia – "einzigartig und unverzichtbar" Nicht nur für Großbritannien, sondern auch für die USA hat Diego Garcia eine große strategische Bedeutung. Es ermöglicht beiden Staaten eine Militärpräsenz im Nahen Osten, im Indopazifik und in Afrika. In der Vergangenheit wurden von dort aus etwa Flugzeuge in Richtung Irak und Afghanistan entsandt. Auch für Angriffe auf die Huthi im Jemen sowie für humanitäre Hilfslieferungen nach Gaza spielte der Stützpunkt eine zentrale Rolle. Nach Angaben der britischen Regierung zählen zu den "einzigartigen und unverzichtbaren" Fähigkeiten des Standorts ein Flugplatz und ein Tiefwasserhafen sowie Einrichtungen, die den weltweiten Betrieb des Satellitennavigationssystems GPS unterstützen und die Überwachung von Objekten im Erdorbit ermöglichen. Außerdem verfüge der Standort über Ausrüstung zur Überwachung des Verbots von Nuklearversuchen. Ein guter Deal? Trump vollzieht Kehrtwende Dem britischen Premier Keir Starmer zufolge hatte die US-Regierung den Deal im vergangenen Jahr ausdrücklich begrüßt – auch Trump persönlich. US-Außenminister Marco Rubio sagte damals, Trump habe seine "Unterstützung für diese monumentale Errungenschaft" zum Ausdruck gebracht. Inmitten der Grönland-Krise kam dann die Kehrtwende: Trump attackierte den Nato-Partner Großbritannien im Januar und behauptete, dieser gebe die Souveränität über die Chagos-Inseln auf. Die vereinbarte Rückgabe der Inseln an Mauritius sei "ein Akt großer Dummheit", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Schockierenderweise plant unser 'brillanter' Nato-Verbündeter, das Vereinigte Königreich, derzeit, die Insel Diego Garcia, den Standort eines wichtigen US-Militärstützpunkts, an Mauritius zu verschenken, und das ohne jeden Grund", schrieb Trump. Die Regierung in London wies die Kritik zurück. Das Abkommen sei die beste Option, um den Betrieb des Militärstützpunkts für die nächsten 100 Jahre zu sichern, sagte der britische Minister Darren Jones dem Sender Times Radio. Nicht zuletzt dürften auch Menschenrechtler die Behauptung, es gebe keinen Grund für das Abkommen, mit Verweis auf die menschenrechtswidrige Vertreibung der Bevölkerung zurückweisen. Trump erneuert Kritik wegen Atomstreit mit Iran Dennoch pocht Trump nun erneut darauf, dass Großbritannien nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt – dieses Mal anlässlich der möglichen Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Im Falle eines Scheiterns der derzeitigen Verhandlungen unter anderem über das iranische Atomprogramm könnten die USA auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff aus Teheran abzuwehren, so Trumps Argumentation. Für den Verteidigungsfall solle dann auch der Flugplatz in Fairford im Südwesten Großbritanniens genutzt werden. Trump stellte in Aussicht, dass sich ein Angriff des Iran auch "gegen das Vereinigte Königreich und andere befreundete Länder" richten könne. Wie Diego Garcia wird auch Fairford von US-Streitkräften genutzt. Angst vor Chinas wachsendem Einfluss Die Entscheidung aus London, Diego Garcia zu pachten, erfolgte durchaus aus taktischen Gründen. Denn hätte Großbritannien die Insel wegen des Rechtsanspruchs von Mauritius auf das Chagos-Archipel verloren, hätte dies unter Umständen feindlichen Staaten ermöglicht, dort eigene Stützpunkte zu errichten oder Übungen durchzuführen. Insbesondere mit Blick auf Peking besteht weiterhin ein Risiko für die westlichen Mächte. Denn Mauritius und China sind politisch, wirtschaftlich und strategisch eng miteinander verbunden. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Beziehung deutlich intensiviert. Hinzu kommt, dass China Stützpunkte im Indischen Ozean anstrebt und ohnehin neidisch auf Diego Garcia blickt. Sollte sich Mauritius nicht an die Vereinbarung mit Großbritannien halten, könnte dies China die Übernahme des Stützpunktes ermöglichen.





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