Winterwetter: Glätte sorgt für Unfälle und Staus - wie geht es weiter?
Ein Schneepflug rutscht in eine Hauswand, Lastwagen blockieren Autobahnen - zum Wochenstart hat das Winterwetter noch mal nachgelegt. Worauf müssen sich Pendler am Dienstag gefasst machen?
Neuschnee und Glätte haben zum Wochenstart mancherorts für Chaos auf den Straßen gesorgt. In den meisten Fällen blieb es glücklicherweise bei Blechschäden. Pendler und Pendlerinnen mussten sich allerdings teils durch lange Staus kämpfen. Am Dienstag könnte es laut dem Deutschen Wetterdienst am Morgen wieder vorübergehend glatt werden und erneut Schnee fallen. Die Hochwasserlage im Norden entspannte sich indes weiter.
Am Montagmorgen geriet in Mittelfranken ausgerechnet ein Schneepflug ins Schleudern und prallte nach Angaben der Polizei in Oberasbach (Landkreis Fürth) gegen eine Hauswand. Verletzt wurde dabei niemand. Auf der A8 bei Irschenberg (Landkreis Miesbach) rutschte ein Lastwagen in der Nacht eine Böschung hinunter und verlor rund 18.000 Liter flüssigen Kalk. Den Schaden schätzte die Polizei auf rund 150.000 Euro. Die Bergung des Lkws dauerte bis zum frühen Nachmittag.
Blockierte Autobahnen
Viele Unfälle gab es am Morgen auch in der Oberpfalz. Auf der Autobahn 3 bei Neumarkt geriet laut der Autobahnpolizei ein Sattelzug aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern und krachte gegen eine Betonschutzwand. Ein Autokran musste den Lkw bergen. Die A3 wurde in Richtung Regensburg gesperrt.
Auf der A6 bei Sulzbach-Rosenberg in Richtung Pilsen und auf der A93 zwischen Regensburg-Süd und Kreuz Regensburg blockierten Laster die Fahrbahnen. Es bildeten sich teils kilometerlange Staus im Berufsverkehr. Auch im Rest Bayerns verzeichnete die Polizei einige witterungsbedingte Unfälle, bei denen zumeist bei Blechschäden blieb.
Keine Zeitung - teilweise noch Hochwasser
Der Schnee erschwerte auch Zeitungszustellern am Morgen mancherorts die Arbeit. Weil Zeitungen deswegen nicht rechtzeitig zugestellt wurden, stellten einige Medien deswegen die digitale Version ihrer Ausgabe frei zur Verfügung.
Im Norden Bayerns entspannte sich die Hochwasserlage weiter. Niederschläge am Montag und Dienstag können laut dem Hochwassernachrichtendienst jedoch gebietsweise wieder zu leichten Anstiegen führen. Am gesamten schiffbaren Main kommt es demnach stellenweise noch zu kleinen Ausuferungen. Überschwemmungen und Ausuferungen (Meldestufe 2 von 4) meldete der Dienst unter anderem an der unteren Aisch. An der Donau und südlich davon sei in den nächsten Tagen dagegen kein Hochwasser zu erwarten.
Hochwasserwarnungen
