Die ENIAC-Frauen: Die wahre Geschichte des ersten Universalcomputers
- dass die sechs ENIAC-Frauen ohne den Krieg nie als Mathematikerinnen hätten arbeiten dürfen,
- warum Frauen in der Tech-Branche bis heute im Schatten stehen,
- wie der Fokus auf die Hardware und weniger aufs Programmieren gelegt wird,
- warum die ENIAC-Frauen trotz fehlender Wertschätzung stolze Pionierinnen waren.
Ab 1942 entwickelt das US-Militär einen Universalrechner, der die komplizierten Flugbahnen von Geschossen berechnet soll. Der ENIAC ist ein gigantische Ungetüm: 27 Tonnen schwer und im Rohzustand nicht mehr als eine Ansammlung von Stahl, Röhren und Kabeln.
Zum Leben erwecken sollen ihn sechs Mathematikerinnen, die zuvor stundenlang Flugbahnen per Hand berechnet haben. Eine Mammutaufgabe, denn es gibt keine Programmiersprache, sondern lediglich einen Schaltplan. Die sechs Frauen müssen sich alleine zurechtfinden – und leisten echte Pionierarbeit.
Am 15. Februar 1946 ist es dann soweit: Der ENIAC wird öffentlich vorgestellt und spuckt in sekundenschnelle eine Flugbahn aus. Politiker, Militärs und Geldgeber sind begeistert und feiern sich selbst - nicht aber die Mathematikerinnen, die den Computer ans Laufen gebracht haben.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Kathy Kleiman, Professorin für Internet-Gesetzgebung, American University Washington
- Kathy Kleiman: Proving Ground. The Untold Story of the Six Women Who Programmed the World's First Modern Computer, New York 2023
- Jennifer S. Light: When women were computers, in Technology and Culture, Baltimore 1999
Weiterführende Links:
- Planet Wissen: Geschichte des Computers
- Zeitzeichen 19.3.1927: US-Informatiker Allen Newell wird geboren
- Zeitzeichen 09.4.1925: Der Computer-Pionier aus Paderborn – Heinz Nixdorf
- Zeitzeichen 23.6.1912: Der Mathematiker Alan Turing wird geboren
- Zeitzeichen 27.11.1852: Die Mathematikerin Ada Lovelace stirbt in London
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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Christian Werthschulte
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Nicolas Dohle ]]>
