Eine Zukunftsentscheidung hat Manuel Neuer bereits getroffen und ein DFB-Comeback zur WM ausgeschlossen. Und wie geht's beim FC Bayern weiter? Trainer und Sportdirektor äußern sich. In dieser Woche wich Vincent Kompany von seiner üblichen Praxis ab. Eigentlich verrät der Cheftrainer des FC Bayern nämlich nie Details zu seiner Mannschaftsaufstellung. Ein Tag vor dem Pokalspiel am Mittwochabend gegen RB Leipzig gab Kompany aber auf der Pressekonferenz bekannt, dass nicht – wie in den vorangegangenen Pokalrunden – Ersatztorhüter Jonas Urbig zwischen den Pfosten stehen wird, sondern Stammtorwart Manuel Neuer . DFB-Comeback zur WM? Manuel Neuer spricht Klartext Strittige Szene bei Bayern-Spiel: Leipzig-Trainer wütet Damit setzte sich der 39 Jahre alte Belgier über eine eigene Regel hinweg, die er bislang immer strikt befolgt hatte. Folglich bekam Kompany die Neuer-Frage vor dem Bundesligaspiel am Samstag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei t-online) in Bremen prompt erneut gestellt. Der Bayern-Coach musste lachen, als er vom Fragesteller darauf hingewiesen wurde, dass es sich ja schließlich jetzt so eingebürgert habe, dass er verrät, wer im Tor steht. "Vielleicht muss ich diese Regel ein bisschen anpassen. Ansonsten kommt diese Frage jetzt jede Woche", sagte Kompany. "Ich muss das eigentlich nicht beantworten. Aber Manu steht morgen im Tor." Die kurzfristige und auf das nächste Spiel bezogene Planung mit Neuer ist damit bereits geklärt. Die Frage nach der langfristigen Zukunft des Weltmeisters von 2014 blieb dagegen auch am Freitag unbeantwortet. Immerhin eine Zukunftsentscheidung hat Neuer bereits getroffen: Am Mittwochabend nach dem Leipzig-Spiel schloss er ein Comeback in der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in diesem Sommer aus ( mehr dazu lesen Sie hier ). Neuer-Zukunft: Dann soll die Entscheidung fallen Aber wird Neuer auch in der kommenden Saison noch im Tor des FC Bayern stehen? Bei der Antwort auf diese Frage spielen sowohl Neuer als auch die sportlich Verantwortlichen beim deutschen Rekordmeister weiter auf Zeit. Entsprechende Gespräche sollen nach Neuers 40. Geburtstag am 27. März stattfinden. "Bei Spielern in einem gewissen Alter, sagen wir ab 34 Jahren, stoppt man damit, frühzeitig über die nächste Saison zu sprechen", sagte Trainer Vincent Kompany bei der Pressekonferenz am Freitag zu diesem heiklen Thema. "Ich habe im Moment den besten Torwart in Deutschland im Tor", so Kompany. "Ich bin wirklich glücklich – und möchte diesen Moment leben. Wir sind in drei Wettbewerben dabei, Bundesliga , Pokal, Champions League . Ich möchte keine Energie vergeuden, zu viel über die nächste Saison zu reden." Das werde sich erst dann ändern, wenn Sportvorstand Max Eberl , Sportdirektor Freund und Neuer selbst den Moment für Gespräche und eine Zukunftsentscheidung gekommen sehen. Hört Neuer im Sommer ganz auf? "Wir wissen, dass der Vertrag von Manu am Ende der Saison ausläuft. Aber wir haben alle zusammen keinen Stress", sagte Freund. Das habe man bereits öfter betont und das sei "auch die Wahrheit". Wenn ein Spieler so weit in der Karriere sei, habe man "nicht so einen Druck", erklärte Freund: "Manu fühlt in sich hinein, wie fit er sich fühlt. Er kennt seinen Körper so gut wie kein anderer. Er möchte auf höchstem Level spielen." Hört Neuer im Sommer etwa auch bei Bayern auf und beendet seine gesamte Karriere? "Manu ist richtig gut drauf, er ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Er ist unser Kapitän", sagte Freund. Er bezeichnete zudem die spezielle Torhüter-Konstellation mit Routinier Neuer und dem jungen Jonas Urbig (22) als "eine sehr gute Situation" für den Bundesliga-Tabellenführer. Urbig bekommt schon in dieser Saison mehr Einsätze und soll Neuer kurz- oder mittelfristig als Nummer eins beim deutschen Rekordmeister nachfolgen. Damit muss sich Urbig aber noch ein wenig gedulden. Und in Bremen erstmal wieder für Neuer auf der Ersatzbank Platz nehmen.