Ski-Star Mikaela Shiffrin und Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson kennen sich schon lange. Im Anschluss an den Goldgewinn hielt Erstere eine Rede, die Johnson auflöste. Aus Cortina d'Ampezzo berichtet Melanie Muschong Sie hat lange und hart für ihren Erfolg gearbeitet, doch mit 30 Jahren ist die US-Amerikanerin Breezy Johnson auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt. Im vergangenen Jahr holte sie zweimal WM-Gold, nun folgte am Sonntag die Krönung mit dem Olympiasieg in der Abfahrt, knapp vor dem deutschen Ski-Ass Emma Aicher . In Cortina d'Ampezzo zeigte sich Johnson am Sonntag bereits emotional, strahlte und jubelte bei der Siegerehrung. So sehr, dass sie ihre Goldmedaille nach kurzer Zeit bereits beschädigte. Auch ihre Teamkolleginnen freuten sich bei diesen Olympischen Winterspielen mit der Skirennfahrerin. Allen voran Mikaela Shiffrin . Breezy Johnson: Olympiasiegerin macht Medaille kaputt Superstar Vonn stürzt schwer: Das "tragische" Ende Skispringerin nach Olympia-Auftakt aufgelöst: "Es ist brutal" Die Weltcup-Rekordhalterin und Johnson kennen sich schon lange. Zudem gewann das Duo im vergangenen Jahr WM-Gold in der Team-Kombination. Gemeinsam wollen sie auch am Dienstag bei Olympia wieder in dem Wettbewerb antreten und haben beste Chancen, sich ebenfalls mit dem Sieg zu küren – immerhin ist Johnson Abfahrts-Olympiasiegerin und Shiffrin die Königin des Slaloms. "Erinnerung, die alle Medaillen in den Schatten stellt" Und genau diese schaffte einen Moment, den Johnson so schnell nicht vergessen wird. Nach dem Goldmedaillengewinn von Johnson am Sonntag hielt Shiffrin eine Rede für ihre Teamkollegin. Diese postete Shiffrin auf ihrem Instagram-Account. Sie sagte darin zu Johnson: "Wir haben uns besonders gut verstanden, weil wir uns ein wenig verloren fühlten in einer Welt, in der junge Mädchen eigentlich nicht so ehrgeizig sein sollten wie wir. Wenn wir auf all die Jahre zurückblicken, die wir beide zurückgelegt haben, und auf die Reisen, die wir beide unternommen haben. Breezy, auf alles, was du überwunden hast, um hierherzukommen, in den letzten anderthalb Jahren, in denen du vieles alleine bewältigen musstest." Während dieser Worte stand Johnson noch ganz lässig neben Shiffrin und lächelte. Dann fügte Shiffrin an: "Das aus der Ferne zu beobachten, war unglaublich. Und jetzt, aus der Nähe zu beobachten. Ich bin so dankbar, heute deine Teamkollegin zu sein. Danke für eine Erinnerung, die alle Medaillen, die ich je gewonnen habe, in den Schatten stellt." Und ab diesem Moment brach Johnson in Tränen aus und weinte. Sie hielt sich die Hand vor das Gesicht, um all die Tränen zu verbergen. Im Anschluss umarmte sie Shiffrin lange. Johnson begeisterte nicht nur Shiffrin, sondern auch US-Fans vor Ort in Cortina. So sagte Jay Tucker aus Virginia, der den Sieg des US-Stars von der Tribüne aus sah, zu t-online: "Es ist großartig." Er erzählte zudem, dass er mitgefiebert habe, dass es hoffentlich für Gold reiche. Das hat es – und Johnson hat im Anschluss eine Ehrung erhalten, mit der sie selbst nicht gerechnet hatte.