Radsport: Berlin im Boot: Tour-de-France-Bewerbung auf der Zielgeraden
Ein Grand Départ auf deutschen Straßen nimmt weiter Konturen an. Nun ist auch Berlin offiziell mit dabei.
Eine deutsche Bewerbung für den Tour de France-Start 2029 oder 2030 in Ostdeutschland wird immer konkreter. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verein "Grand Départ" erfuhr, gehört nun auch die Bundeshauptstadt Berlin offiziell neben den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Bundesrepublik zum Team. Ein entsprechendes Schreiben liegt dem Verein von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner vor.
Mit der Einbindung Berlins folgen die Organisatoren einer Empfehlung von Tour-Chef Christian Prudhomme. Dieser hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass die Bewerbung auch mit dem politischen Signal der Wiedervereinigung verbunden sei. "Für mich als Franzosen und für viele andere Europäer hängt dieses Ereignis vor allem mit dem Fall der Mauer im November 1989 zusammen. Das wäre für mich ein sehr starkes Signal: Berlin 2029 und der Fall der Mauer 1989", sagte Prudhomme in einem "Sportschau"-Interview.
"Grande Départ"-Pläne nicht mehr nur an 2030 gebunden
Die deutschen Organisatoren hatten bislang das Jahr 2030 bevorzugt, da es mit Tschechien und Slowenien bereits starke Bewerber für 2029 gibt. "Wir priorisieren aber kein Jahr mehr. Es gibt Pläne, die für 2029 genauso funktionieren wie für 2030", sagte Andreas Prokop, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.
Am Montag reisen Mitglieder des Vereins nach Paris, wo es nun konkretere Gespräche mit Prudhomme und weiteren Vertretern des Tour de France-Ausrichters ASO geben wird, ehe die Bewerbung dann offiziell verkündet werden soll.
