Psyche im Jobcenter | Ein Termin im Jobcenter, der Angst macht: „Ohne Begleitung gehe ich da nicht rein“
Bei Günther Lamm* würde man auf den ersten Blick nicht vermuten, dass er wohnungslos ist. Mit blauer Jacke und dickem Pullover steht der 64-Jährige, der eigentlich anders heißt, an diesem eisigen Januarmorgen vor dem Jobcenter im Berliner Stadtteil Tempelhof. Er spricht ins Telefon – ohne zu hasten, selbstbewusst, stellt Rückfragen. In wenigen Minuten hat er einen Termin.
Lamm telefoniert deswegen noch schnell mit einer Bekannten, die sich mit Jobcentern auskennt. Neben ihm wartet Markus Müller – Stoppelbart, Wintermütze – von der Erwerbsloseninitiative Basta. Er begleitet regelmäßig Menschen zu Behörden und ist auch heute zur Unterstützung da. „Ohne Begleitung gehe ich da nicht rein, ich habe früher schlech
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