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Handball-EM: DHB-Gegner Norwegen verzweifelt an "Gott" Andreas Wolff

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Den Sieg der deutschen Handball-Nationalmannschaft im zweiten EM-Hauptrundenspiel gegen Norwegen hielt Andreas Wolff im Alleingang fest. Mitspieler und Gegner überschlugen sich vor Lob. Aus Herning berichtet Nils Kögler Der Mann des Abends lieferte eine Weltklasse-Leistung und schwieg. In der Interviewzone der Jyske Bank Boxen glänzte Deutschlands Handball-Nationaltorwart Andreas Wolff mit Abwesenheit. Lieber als über seine eigene Glanzleistung zu sprechen wollte der 34-Jährige wohl über die teils miserable Vorstellung seiner Vorderleute schweigen, die ihn während des zweiten Hauptrundenspiels bei der Handball-EM gegen Norwegen mehrfach lautstark schimpfen ließ. Handball-EM 2026: So sehen Sie die Titelmission der DHB-Auswahl live Spielplan, Orte, Modus: Das Wichtigste zur Handball-EM der Männer in der Übersicht Angesichts einer vor allem in der ersten Halbzeit schwachen Offensivleistung und auch einer etwas löchrigen Defensive, die selbst nach Wolff-Paraden Probleme hatte, Abpraller zu sichern, war es allein dem Torwart zu verdanken, dass die DHB-Auswahl zur Halbzeit nur mit zwei Toren zurücklag und am Ende noch mit 30:28 gewinnen konnte. Ganze 22 Paraden zeigte Wolff und glänzte mit einer Abwehrquote von 44 Prozent. Deutschland geht deshalb nun mit der optimalen Ausgangslage von sechs Pluspunkten in die entscheidenden Duelle um den Halbfinaleinzug gegen die Übermannschaften aus Dänemark und Frankreich. "Wahnsinn, wie oft der uns den Arsch rettet" Wolffs Mannschaftskollegen wussten, bei wem sie sich dafür bedanken mussten und lobten ihren schweigenden Torwart umso lauter. Marko Grgić, der erstmals im Turnier ebenfalls eine starke Leistung zeigte und nach seiner Hereinnahme zur zweiten Halbzeit sieben Tore beisteuerte, sagte: "Danke an Andi. Wahnsinn, wie oft der uns den Arsch rettet. Das muss man einfach sagen, dass wir dank ihm heute gewonnen haben." Auch Rune Dahmke bekundete: "Wenn wir ehrlich sind: Hätten wir Andi heute nicht gehabt, sieht das am Ende anders aus" und ergänzte: "Hätten wir Andi nicht gehabt, dann hätten wir auf jeden Fall in der ersten Halbzeit mit einem ganz anderen Ergebnis dagestanden. Auch in der zweiten Hälfte hält er fast jeden freien Ball. 22 Paraden und du gewinnst mit zwei. Das war schon überragend." Renārs Uščins bezeichnete die Leistung des Torwarts schlicht als "Wahnsinn" und beschrieb seine Emotionen auf der Platte folgendermaßen: "Man denkt, okay, jetzt macht Norwegen doch das Tor, und dann steht er da wieder. Sowas hat man selten gesehen. Es war so unglaublich." Julian Köster schlug in eine ähnliche Kerbe: "Immer, wenn man denkt, man hat schon wahnsinnige Leistungen von Andi gesehen, dann überbietet der das nochmal. Das ist schon verrückt." Bundestrainer Gíslason kramte eine Statistik heraus, um Wolffs "phänomenale" Leistung zu beschreiben: "Er hat 22 Bälle gehalten. Ich glaube mehr als zwei Drittel dieser Bälle waren allein mit einem Mann vor sich." "Er war in den Köpfen der Spieler" Am Ende sei der psychologische Effekt, den Wolff beim Gegner hervorgerufen habe, entscheidend gewesen: "Er war so in den Köpfen der Spieler, gerade die Außen, die wollten eigentlich gar keinen Ball haben" und führte aus: "Das Schöne ist, wenn man so einen Spieler hat, der so eine Wahnsinns-Leistung bringt, dann verliert der Gegner Selbstvertrauen oder fängt an zu grübeln: Wie soll ich an dem vorbei werfen? Dann ist das Spiel halb gewonnen und das hat er heute geschafft." Auch Spielmacher Juri Knorr schwärmte von einem "unglaublichen" Wolff und bescheinigte ihm neben Dänemarks Emil Nielsen "der beste Torwart der Welt" zu sein, während Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar seinen "Harzblut"-Podcast nach dem Spiel lediglich mit dem Ausruf begann: "Was für eine Bestie, was für ein Torwart. Andreas Wolff. Unmenschlich." Doch bei allen Komplimenten aus den eigenen Reihen kam das prägnanteste Lob für Wolff am Samstagabend doch vom Gegner. Norwegens Torwart Torbjørn Bergerud konstatierte: "Es ist sehr frustrierend, weil wir großartigen Handball spielen, aber am Ende müssen wir den Torwart schlagen und Andi Wolff war heute fast Gott."





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