Soziologie | Sind rechte Bewegungen im Osten die Fortsetzung der Protestkultur in der DDR?
Seine Gewalt sei nur ein stummer Schrei nach Liebe, so deutete einst die Band Die Ärzte die Genese des Skinheads. Dass die Soziologie bis heute über diese Vulgärpsychologie nicht wesentlich hinausgekommen ist, beweist auch die Debatte über rechte Bewegungen im Osten, nicht nur, aber wesentlich verkörpert durch „den Skin“ oder „den Hool“. Abwesende Väter, Töpfchenzwang und emotionale Verwahrlösung als Erklärung für das, was im Osten schiefläuft: Wen scheren ökonomische Realitäten oder extreme Ungleichheiten in der Vermögens- und Einkommensverteilung, wenn man rechte Neigungen zur sozialpsychologischen Störung umdeuten kann?
Der Soziologe Stefan Wellgraf möchte mit seinem Buch Staatsfeinde.
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