Oberhaupt des Landes: Iranischer Präsident warnt USA vor Angriff auf Ayatollah Chamenei
Im Iran wächst die Sorge vor einer militärischen Eskalation. Präsident Peseschkian droht den USA mit den Folgen eines möglichen Angriffs auf den obersten Führer Ayatollah Chamenei.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat gewarnt, dass jeder Angriff auf das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, einer Kriegserklärung gleichkäme. "Ein Angriff auf den großen Führer unseres Landes ist gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen die iranische Nation", schrieb Peseschkian am Sonntag in einem Beitrag im Onlinedienst X.
Zuvor hatte sich US-Präsident Donald Trump für einen Regierungswechsel im Iran ausgesprochen. "Es ist Zeit, nach einer neuen Führung im Iran zu suchen", sagte Trump dem Nachrichtenportal "Politico". Die Machthaber in Teheran stützten ihre Herrschaft auf Unterdrückung und Gewalt.
Mit Blick auf den 86-jährigen Chamenei sagte Trump: "Dieser Mann ist ein kranker Mann, der sein Land richtig führen und aufhören sollte, Menschen zu töten." Ayatollah Chamenei ist seit Juni 1989 und damit seit fast 37 Jahren an der Macht als geistliches und politisches Oberhaupt der autoritär regierten Islamischen Republik.
Iran leidet unter Wirtschaftskrise
Zugleich machte Präsident Peseschkian allein internationale Sanktionen für die Wirtschaftskrise im Land verantwortlich. Wenn die Menschen im Iran in ihrem Leben mit Not und Schwierigkeiten konfrontiert seien, dann liege das vor allem an der "langjährigen Feindseligkeit und den unmenschlichen Sanktionen der Regierung der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten".
Die USA und die Europäischen Union verhängen seit Jahren Sanktionen gegen den Iran. Gründe dafür sind unter anderem das iranische Atom- und Raketenprogramm, die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region wie der Terrororganisation Hamas, der libanesischen Hisbollah oder der jemenitischen Huthi-Miliz. Außerdem werden dem Iran schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.
Als weitere Ursache der wirtschaftlichen Misere gilt strukturelles Missmanagement innerhalb des Landes. Hinzu kommen Korruption und fehlende wirtschaftliche Reformen – Faktoren, die von internationalen Expertinnen und Experten regelmäßig hervorgehoben werden.
