Wetter: Glatteis in Hessen - Schulausfälle nach den Ferien
Nach der Glätte-Warnung des Deutschen Wetterdienstes halten sich die Auswirkungen in Grenzen. Am meisten spürten es die Schüler.
Schnee und Eisglätte haben in Hessen für einen gefährlichen Wochenstart gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Warnstufe ausgerufen - es bestehe "Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich überfrierende Nässe oder plötzlich gefrierenden Regen".
Am ersten Tag nach den Schulferien in Hessen fiel in vielen Schulen der Unterricht aus. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wurde die Präsenzpflicht aber nicht landesweit aufgehoben. Im Nahverkehr, am Flughafen und auf den Straßen hatte das Wetter Auswirkungen, sie hielten sich aber in Summe in Grenzen.
Schulausfall am ersten Tag nach den Ferien
Schnee und Straßenglätte haben am ersten Schultag nach den Winterferien zu Unterrichtsausfall an rund 450 Schulen in Hessen geführt. Die entsprechenden Entscheidungen hätten die Schulen jeweils vor Ort in Abstimmung mit den Schulämtern getroffen, sagte eine Sprecherin des hessischen Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.
Dass regional und vor Ort entschieden werde und nicht alle landesweit rund 1.800 öffentlichen Schulen den Präsenzunterricht aussetzen, sei angesichts der regional unterschiedlichen Wetterlage "der richtige Weg". Über Homepages, E-Mail und soziale Netzwerke informierten Schulen die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern über die Unterrichtsausfälle.
Flüge annulliert
Am Frankfurter Flughafen wurden am Morgen angesichts von Schneefall und Glatteis-Warnungen zahlreiche Flüge gestrichen. Von den im Tagesverlauf geplanten 1.052 Flügen seien 102 annulliert worden, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport der Deutschen Presse-Agentur.
Der Flughafen war mit einem "angespannten Winterbetrieb" in den Tag gestartet. Fraport rechnete mit erheblichen Beeinträchtigungen. Der große Winterdienst sei im Einsatz, auch das Rollfeld müsse geräumt werden. Auf den Parkpositionen der Flugzeuge seien Fahrzeuge zur Enteisung der Maschinen im Einsatz.
Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr
Laut dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) kam es im RMV-Gebiet witterungsbedingt zu Einschränkungen im Busverkehr. Einige Linien wurden den Angaben zufolge komplett eingestellt.
Betroffen waren am Vormittag besonders der Main-Taunus-Kreis sowie die Landkreise Marburg-Biedenkopf und Limburg-Weilburg. Ebenfalls gab es Probleme im Lahn-Dill-Kreis, Hochtaunuskreis sowie im Rheingau-Taunus-Kreis.
Auch in Nordhessen sorgte die Wetterlage für Probleme. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) sowie die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) teilten auf ihren Internetseiten mit, es könne auf vielen Linien zu Verspätungen und Ausfällen kommen.
Auf den Straßen weitgehend ruhig
Auf den Straßen blieb es am Vormittag weitgehend ruhig, nur vereinzelt kam es zu Verkehrsunfällen aufgrund des Winterwetters. Rund zwei Dutzend wetterbedingte Ereignisse wurden auf den Straßen in Nordhessen gemeldet, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.
Meist sei es dabei jedoch bei kleineren Blechschäden geblieben, so sei etwa ein Auto in einen Straßengraben gerutscht. Nur bei einem Unfall wurde eine Person leicht verletzt, so die Sprecherin. In Mittelhessen habe es am ganzen Vormittag wetterbedingte Unfälle im einstelligen Bereich gegeben. Einige Einsätze liefen noch, aber insgesamt sei es auf den Straßen ruhiger geblieben als erwartet, so ein Sprecher der Polizei Gießen. Im restlichen Bundesland waren glätte-bedingte Unfälle den örtlichen Polizeipräsidien zufolge kein größeres Thema.
Wie sich das Wetter weiter entwickelt
Der Deutsche Wetterdienst hatte für Teile Hessens eine Unwetterwarnung vor Glatteis herausgegeben. Ab Dienstag soll sich die Lage aber beruhigen. Der Regen klingt von Süden her ab, die Höchsttemperaturen steigen auf 4 bis 8 Grad.
In der Nacht zum Mittwoch fällt vereinzelt noch etwas Regen, bei Tiefsttemperaturen zwischen 3 und 0 Grad kann es weiter glatt werden. Am Mittwoch steigen die Höchstwerte auf 7 bis 10 Grad, im Bergland sogar auf 4 bis 7 Grad.
