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USA, Venezuela und Grönland: "Müssen Trump todernst nehmen"

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Heute Venezuela, morgen Grönland? Donald Trump betreibt unverhohlene Machtpolitik und beruft sich auf eine jahrhundertealte Doktrin. Historiker Thomas Weber analysiert die Lage. Die USA haben Venezuela angegriffen, seinen Präsidenten Nicolás Maduro entführt, nun wollen sie das lateinamerikanische Land vorerst kontrollieren. Zugleich erhöht die Administration von Donald Trump den Druck auf Grönland , die Arktisinsel soll zukünftig den USA angehören. Trump selbst spricht von der "Donroe-Doktrin", um seine außenpolitischen Pläne zu beschreiben – eine Verballhornung der Monroe-Doktrin von 1823 mit Trumps Vornamen, die dem US-Präsidenten Spott einbrachte. Doch Ironie ist eher fehl am Platz, warnt der renommierte Historiker Thomas Weber. "Wir müssen Donald Trump todernst nehmen", sagte Weber im Gespräch mit t-online. "Trump will die Vorherrschaft der USA in der westlichen Hemisphäre maximal ausweiten, dazu ist er zu radikalen Schritten bereit." Das Beispiel Venezuela beweise diese Haltung, erklärt Weber, Professor für Geschichte und Internationale Politik an der University von Aberdeen und Visiting Fellow der Hoover Institution an der Stanford University. Griff nach Grönland? "Ebenso müssen wir dringend verstehen, dass Trumps 'Donroe-Doktrin' eben nicht die Monroe-Doktrin ist", sagt Weber. "Trump betreibt nicht nur einen radikalen Bruch mit der normorientierten liberalen Weltordnung, sondern auch mit der amerikanischen Außenpolitik der letzten 250 Jahre." James Monroe, der fünfte Präsident der Vereinigten Staaten, hatte die nach ihm benannte Doktrin 1823 verkündet. Sie wird oft in der Formel "Amerika den Amerikanern" zusammengefasst und diente nicht zuletzt der Abwehr der Restaurationsbemühungen europäischer Mächte in Lateinamerika nach den Kriegen gegen Napoleon Bonaparte. "Es ging darum, die Freiheit aller Republiken der westlichen Hemisphäre und nicht nur die Macht amerikanischer Präsidenten zu sichern“, analysiert Thomas Weber. "Donald Trump sieht sich durchaus in der Tradition der Monroe-Doktrin", sagt Weber. "Aber da irrt er sich gewaltig, Trump pervertiert und verhunzt diese Idee." Wie ist das gemeint? "Wer die Monroe-Doktrin aufmerksam liest, gelangt an die Stelle, an der die USA den damaligen Status quo auf dem amerikanischen Doppelkontinent akzeptieren." Grönland gehört seit 1814 zum Königreich Dänemark , damit wäre sein Status aus Sicht der Monroe-Doktrin eindeutig und unstrittig. "Eigentlich dürfte Trump Grönland nicht anrühren", sagt Weber. "Trumps Griff nach Grönland stellt eine eklatante Verletzung der Monroe-Doktrin dar. Um es klipp und klar zu sagen: Die Monroe-Doktrin schützt Grönland, Kanada und die Überseegebiete der Niederlande , Frankreichs und Großbritanniens in der Karibik vor US-amerikanischen Einverleibungsversuchen." Trump ist kein Reagan Was folgt daraus? "Trump folgt also nicht der Monroe-Doktrin, was er ja auch eigentlich gar nicht behauptet. Daher sollten wir ihm besser genau zuhören und ihn ernster nehmen. Er glaubt vielmehr, die Monroe-Doktrin mit seiner 'Donroe-Doktrin' zu verbessern", urteilt Weber. "Im Wesentlichen folgt auch jetzt Trump recht konsequent seinen eigenen Überzeugungen, die bis in die Achtzigerjahre zurückreichen: Schon seit damals denkt Trump, dass andere Staaten die USA ausnützen würden." Weber schlussfolgert: "Damit will Trump Schluss machen, bei der Wahl der Mittel ist er wenig zimperlich. Er versucht eine neue – aus seiner Sicht bessere – Weltordnung zu etablieren, die sowohl mit den liberalen Prinzipien des 20. Jahrhunderts als auch mit denen des 19. Jahrhunderts bricht." Per Militäraktion entführten US-Spezialeinheiten Venezuelas Machthaber am 3. Januar aus Caracas, vier Tage später enterte das US-Militär einen Tanker der russischen Schattenflotte auf dem Atlantik, der mutmaßlich ursprünglich venezolanisches Rohöl hatte laden sollen. "Trump wurde in den zwielichtigen Bereichen der Immobilienwelt New Yorks und New Jerseys in den Achtzigerjahren sozialisiert", erklärt Thomas Weber. "In den Verhaltensmustern von Mafiabossen und Stammesführern erkennen wir vieles von dem wieder, wie Trump mit staatlicher Macht, staatlichen Institutionen, dem Gesetz und dem ethischen Gerüst Amerikas und der internationalen Beziehungen umgeht." Der Historiker warnt davor, die Folgen dieses Bruchs in der US-Außenpolitik zu unterschätzen. "Als die USA 1983 eine Invasion der Karibikinsel Grenada durchführten, verwendete Präsident Ronald Reagan in seiner anschließenden Rede fünfmal das Wort Freiheit", sagt Weber. "Bei Trump kam dafür fünfmal das Wort Öl vor." Weber resümiert: "Für Trump geht es um die Befriedung der Welt, aber nicht um Freiheit. Ein Frieden, der auf Stärke, Gewalt und Macht als angeblich eiserne Gesetze der Welt und nicht auf Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung aufbaut. Trump meint der Welt damit zu dienen, da er ja die Welt so organisieren will, wie es angeblich eiserne Gesetze der menschlichen Natur erfordern." Trump droht weiter Nach Weber findet für Trump nur ein extrem verengter Begriff von Freiheit Anwendung: "Freiheit gibt es dann aber nur noch für die Anführer der Staaten, die ihren eigenen Kontinent dominieren. Da sollten wir uns keinen Illusionen hingeben. Die angeblich eisernen Gesetze der Welt sind tatsächlich die Gesetze nach dem Zusammenbruch jeglicher Ordnung: etwa nach dem Kollaps des Weströmischen Reiches, auf dem Balkan während des Zusammenbruchs des Osmanischen Reiches oder halt überall dort, wo sich die Mafia breitgemacht hat." Drohungen seitens Trumps gibt es mittlerweile in viele Richtungen, nicht nur gegen Grönland. Mexiko und Kolumbien , Kuba und der Iran gehören ebenso dazu. "Nun bleibt abzuwarten, wie weit Trump gehen wird", sagt Thomas Weber. "Es ist höchste Zeit, dass die Europäer eine Strategie für den Umgang mit Donald Trump und seiner 'Donroe-Doktrin' entwickeln."





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