Donald Trump geht die Rüstungsproduktion im Land nicht schnell genug. Jetzt droht er einigen Unternehmen. US-Präsident Donald Trump will Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe bei amerikanischen Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen vorerst verbieten. Er begründete den Schritt mit einer aus seiner Sicht zu langsamen Aufrüstung. Die bisherigen Praktiken erfolgten "auf Kosten und zum Nachteil von Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social . "Ich wurde vom Kriegsministerium darüber informiert, dass der Rüstungskonzern Raytheon am wenigsten auf die Bedürfnisse des Kriegsministeriums eingegangen ist, am langsamsten sein Volumen gesteigert hat und am aggressivsten Ausgaben für seine Aktionäre getätigt hat, anstatt sich um die Bedürfnisse und Anforderungen des US-Militärs zu kümmern", schrieb Trump. Raytheon ist ein großer US-amerikanischer Rüstungs- und Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf Verteidigungs-, Sicherheits- und Luft- und Raumfahrttechnik. Er gilt als einer der wichtigsten Lieferanten des US-Verteidigungsministeriums und stellt unter anderem die Patriot-Abwehrsysteme her. US-Newsblog: Alle aktuellen Meldungen Schüsse in Minnesota: Diese Bilder legen nahe, dass Trump lügt Nach seinen Vorstellungen sollen zudem Manager von Rüstungsunternehmen künftig nicht mehr als fünf Millionen US-Dollar verdienen dürfen. Zunächst blieb unklar, wie Trump diese Verbote durchsetzen will. Ebenfalls offen war, ob er rechtlich überhaupt befugt ist, solche Maßnahmen anzuordnen. Fokus auf Produktionsausbau Trump forderte den Bau "neuer und moderner" Produktionsanlagen. Diese sollten sowohl der Lieferung und Wartung bestehender Ausrüstung als auch der Herstellung neuer Militärtechnik dienen. Sobald die von ihm genannten "Probleme" gelöst seien, wolle er die Einschränkungen wieder aufheben. Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe gelten üblicherweise als Mittel, um Investitionen attraktiver zu machen und den Aktienkurs zu stützen. Kritiker bemängeln jedoch, dass dadurch Geld für langfristige Investitionen, Forschung oder den Ausbau von Produktionskapazitäten fehlen könne. Trump hat schon öfter Firmen angegriffen und ihnen gedroht, wenn sie ihm missfielen. So entzog seine Regierung dem Unternehmen SentinelOne, das im Bereich Cybersecurity für die US-Regierung arbeitet, Mitarbeitern Sicherheitsfreigaben. Offenbar war ein neuer Angestellter der Firma Trump nicht genehm gewesen: Chris Krebs, früher Mitarbeiter von Trump, weigerte sich, angebliche Beweise für einen Wahlbetrug durch Joe Biden zu finden. Trump drohte auch Apple und Spielzeughersteller Mattel mit Konsequenzen, sollten sie Produktionen ins Ausland verlegen. Trump hatte auch angekündigt, die Rüstungsausgaben von einer Billion auf 1,5 Billionen Dollar anzuheben. An der New Yorker Börse legten die Aktien von Lockheed Martin um 6,2 Prozent zu. Die Papiere von General Dynamics stiegen um 4,4 Prozent und die von RTX um 3,5 Prozent.