Trump will Grönland: So viel würde die Insel die USA kosten
Donald Trump greift nach Grönland. Ökonomen versuchen schon einen Kaufpreis zu ermitteln. Doch womöglich verfolgt der US-Präsident einen ganz eigenen Plan. US-Präsident Donald Trump will die Insel Grönland . Unbedingt. Nur wie, ist unklar. "Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Möglichkeiten, um dieses wichtige außenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung", nannte das Weiße Haus auch einen Armeeeinsatz als Option. US-Außenminister Marco Rubio schloss in einer Runde mit Kongressabgeordneten laut US-Medienberichten aber eine militärische Aktion aus. Das Ziel sei ein Kauf, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Überblick: Alle aktuellen Entwicklungen im US-Newsblog Grönland: Wirbel um Aussage von Musikstar Björk Ganz neu ist der Landkauf nicht. Die USA kauften unter anderem Louisiana (1803 von Frankreich) sowie Arizona und New Mexiko (1853 von Mexiko). Zudem Alaska (1867 von Russland). Selbst mit Dänemark machten die Vereinigten Staaten schon Landgeschäfte. 1917 erwarben die USA die Amerikanischen Jungferninseln von Dänemark für 25 Millionen Dollar in Gold. Bis zu 4,4 Billionen Dollar – ohne Öl und Gas Und was würde Grönland kosten? "Wenn der einzige Wert Grönlands in seinen Bodenschätzen bestände, hätte die Größe der US-Wirtschaft kaum Einfluss auf den Preis", sagte der Immobilienentwickler David Barker schon im Vorjahr der Zeitung "New York Times". Vor einigen Jahren erregte Barker mit seiner Behauptung Aufsehen, die USA hätten 1867 zu viel für Alaska gezahlt. Seine Rechnung: 2 Cent pro Acre (knapp 2,5 Hektar) sei überbezahlt, zumindest gemessen am langfristigen Ertrag. Donald Trump war in seinem früheren Leben Immobilienmakler. Auch als Präsident bleibt er Geschäftsmann. Über die von Russland völkerrechtswidrig besetzte Halbinsel Krim schwärmte Trump zuletzt, sie sei "von vier Seiten von Wasser umgeben". Bei Grönland zählen für Trump die strategische Lage – und die Rohstoffe. Schon zu Beginn seiner zweiten Amtszeit 2025 meldete Trump Begehrlichkeiten an. Schon damals gab es erste Berechnungen. Jacob Jensen und Fred Ashton vom konservativen American Action Forum stellten in einer Studie verschiedene Kalkulationen an: Rohstoffvorkommen: So lasse sich Grönlands Wert anhand der vermuteten Vorräte an wichtigen Mineralien von A wie Antimon bis Z wie Zirkonium bemessen. Macht rund 4,4 Billionen Dollar. Für Öl und Gas kämen nochmals rund 2,7 Billionen Dollar hinzu. Grundstückspreise: Zudem könnte der Wert klassisch über Land und Immobilien ermittelt werden. Dabei gehen die beiden Ökonomen vom Preis für Alaska aus. Das erwarben die USA 1867 damals für 15 Millionen Dollar. Ausgehend vom Anstieg des Wirtschaftsindikators Bruttoinlandsprodukt kommen Jensen und Ashton demnach für Grönland aktuell auf einen Kaufpreis von bis zu 19,6 Milliarden Dollar. Bleibt der offene Wert für die strategische Bedeutung: "Die nationale Sicherheitsbegründung für Grönland ergibt sich sowohl aus seinem militärischen Wert als auch aus seiner Nähe zu zunehmend wichtigen arktischen Schifffahrtsrouten und seinen großen Vorkommen an kritischen Mineralien", urteilen Jensen und Ashton. In ihrer Bewertung orientieren sich die beiden Wirtschaftsexperten an David Barkers Modell. Der Immobilienentwickler orientiert sich an den Käufen der Jungferninseln und Alaskas und kommt auf einen Kaufpreis für Grönland zwischen 12,5 und 77 Milliarden Dollar. Spekulationen über Trumps Kalkül Die "Financial Times" ermittelt mit Blick auf die gewaltigen Rohstoffvorkommen jedoch einen Wert von 1,1 Billionen Dollar für Grönland. Zu hoch, erklärte Barker der "New York Times". Sein Argument: "Die US-Regierung würde nicht den vollen Nutzen aus der Rohstoffgewinnung ziehen." Denn "Bohr- und Abbaurechte gingen an Unternehmen, deren Gebote Spielraum für deren eigene Kosten und Gewinne lassen". Trotz aller Berechnung von möglichen Preisen: Bisher wurde die Rechnung ohne Dänemark gemacht. Regierungschefin Mette Frederiksen lehnt eine Abtretung Grönlands entschieden ab. Unterstützung unterhielt sie zuletzt von sieben EU-Staaten, darunter auch Deutschland. Auch Grönlands Regierungschef Jens Frederik Nielsen wies Trumps Drohungen zurück: "Das reicht jetzt", erklärte er. "Keine weiteren Annexions-Fantasien", schrieb er auf Facebook. "Wir sind offen für Dialog. Wir sind offen für Diskussionen", sagte er. Das weist schon eher den Weg. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg unterbreiteten die USA Dänemark 1946 ein Angebot für Grönland. Damals ging es um 100 Millionen Dollar. Auch damals lehnte Dänemark ab. Die USA erhielten aber weitreichende Rechte für eine militärische Nutzung. Selbst US-Atomraketen wurden auf Grönland stationiert. Möglich also, dass Trump mit seiner Drohung, notfalls auch Truppen einzusetzen, nur den Druck erhöht.
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