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Venezuela-Ölförderung: Warum Trumps Versprechen kaum umsetzbar sind

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US-Präsident Donald Trump verspricht einen schnellen Neustart für Venezuelas Ölindustrie. Doch dem Comeback stehen große Hürden im Weg. US-Präsident Donald Trump hat nach der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro einen wirtschaftlichen Neustart für das Land in Aussicht gestellt – gestützt vor allem auf dessen Ölreichtum. "Wir werden unsere sehr großen US-Ölkonzerne, die größten der Welt, dorthin schicken, damit sie Milliarden von Dollar investieren, die stark beschädigte Infrastruktur reparieren und anfangen, Geld für das Land zu verdienen", sagte Trump am Wochenende. Es werde "eine Menge Geld aus dem Boden kommen". Doch die großen Ölkonzerne wurden laut Berichten vorher gar nicht über die Pläne des Präsidenten informiert. Zudem ist der Ölpreis bereits jetzt auf einem niedrigen Stand, was auf ein Überangebot und schwache Nachfrage hindeutet. Produzenten schrecken deshalb aktuell vor neuen Investitionen eher zurück. Nicht zuletzt haben die großen Ölfirmen bereits in der Vergangenheit Milliarden durch Investitionen in Venezuela verloren. Newsblog : Alle Nachrichten zu den Entwicklungen in Venezuela US-Angriff auf Venezuela : Merz-Regierung ringt weiter um richtige Worte Wie realistisch sind also Trumps Versprechen von einem schnellen Wiederaufbau und steigenden Fördermengen? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. Welche Bedeutung spielt Venezuela für den globalen Ölmarkt? Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur liegen sie bei rund 303 Milliarden Barrel, was etwa 17 Prozent der globalen Reserven entspricht. Zum Vergleich: Saudi-Arabien kommt auf rund 267 Milliarden Barrel, Russland auf etwa 80 Milliarden Barrel. Trotz dieser enormen Vorkommen ist Venezuelas Bedeutung für den Ölmarkt gering. Im Jahr 2025 förderte das Land im Schnitt rund eine Million Barrel pro Tag – weniger als ein Prozent der weltweiten Produktion von knapp 102 Millionen Barrel täglich. Entsprechend reagierten die Ölmärkte nach der Verhaftung Maduros kaum: Der Brent-Preis bewegt sich um die Marke von 60 Dollar je Barrel und liegt damit deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Jahre. Auch das Ölkartell Opec, das Venezuela mitgegründet hat, sah keinen unmittelbaren Handlungsbedarf und ließ seine Förderpolitik unverändert. Warum fördert Venezuela so wenig Öl? Venezuelas Ölindustrie war jahrzehntelang sehr leistungsfähig. In den 1970er-Jahren förderte das Land zeitweise bis zu 3,5 Millionen Barrel pro Tag und zählte zu den wichtigsten Öllieferanten der USA . Auch in den 1990er-Jahren lag die Produktion noch deutlich über zwei Millionen Barrel täglich. Der langfristige Niedergang setzte Anfang der 2000er-Jahre unter dem damaligen Präsidenten Hugo Chávez ein. Nach einem Generalstreik im Jahr 2002 entließ die Regierung rund 19.000 erfahrene Mitarbeiter der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA und ersetzte sie durch politisch angepasste Gefolgsleute. Ab 2007 verstaatlichte Chávez große Teile der Industrie und verschlechterte die Vertragsbedingungen für ausländische Konzerne, von denen viele das Land verließen. In den folgenden Jahren brachen Investitionen ein, Wartung und Modernisierung unterblieben. Korruption und Missmanagement nahmen zu, Raffinerien und Förderanlagen verfielen. Nach US-Intervention in Venezuela: Trump attackiert einen weiteren Präsidenten Bruch mit der Weltordnung: Jetzt legt Trump die Maske ab Hinzu kommt eine strukturelle Besonderheit: Ein Großteil der venezolanischen Reserven besteht aus schwerem Rohöl aus dem Orinoco-Becken. Dieses ist deutlich zähflüssiger als sogenanntes leichtes Rohöl, und seine Förderung und sein Transport gestalten sich deutlich schwieriger. Das schwere Rohöl enthält zudem mehr Schwefel und andere Verunreinigungen, die bei der Verarbeitung aufwendig entfernt werden müssen. Während das leichte Rohöl auf der arabischen Halbinsel relativ einfach aus dem Boden gepumpt und in Standardraffinerien zu Benzin oder Diesel verarbeitet werden kann, muss schweres Öl zunächst mit Verdünnungsmitteln wie Naphtha gemischt werden, damit es durch Pipelines fließt. Nach der Raffination wird es vor allem zu Diesel, Schiffstreibstoffen sowie zu Asphalt und Bitumen für den Straßen- und Bausektor weiterverarbeitet. Welche Rolle spielten Sanktionen und Blockaden? US-Sanktionen verschärften die Lage zusätzlich: 2019 verhängten die Vereinigten Staaten ein Embargo auf venezolanisches Öl. Die Förderung sank 2020 zeitweise auf nur noch rund 350.000 Barrel pro Tag – ein historischer Tiefstand. Viele Abnehmer meiden Geschäfte aus Angst vor Strafmaßnahmen. Um dennoch Öl zu verkaufen, ist Venezuela auf Umwege ausgewichen, etwa über sogenannte Geisterschiffe oder über Zwischenstationen in Asien. Seit Mitte Dezember gilt zusätzlich eine US-Blockade für sanktionierte Öltanker, die Venezuela ansteuern oder verlassen wollen. Diese Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass Venezuelas Lieferungen weniger als ein Prozent der weltweiten Ölversorgung ausmachen. Welche US-Firmen sind derzeit in Venezuela aktiv? Chevron ist derzeit der einzige große US-Ölkonzern mit laufender Produktion in Venezuela. Das Unternehmen fördert nach Angaben aus dem Markt täglich zwischen 200.000 und 250.000 Barrel und kommt damit auf rund ein Viertel der gesamten venezolanischen Produktion. Möglich ist dies durch eine Sonderlizenz der US-Regierung, die Chevron erlaubt, gemeinsam mit dem Staatskonzern PDVSA zu fördern und Rohöl an Raffinerien an der US-Golfküste zu liefern. Andere frühere Schwergewichte wie ExxonMobil und ConocoPhillips zogen sich nach den Enteignungen unter Chávez zurück. Sie klagten danach auf Entschädigung, und internationale Schiedsgerichte sprachen den Konzernen mehrere Milliarden Dollar zu, tatsächlich erhielten sie jedoch nur einen Bruchteil davon. Neben Chevron sind die europäische Eni und der spanische Konzern Repsol weiterhin in Venezuela engagiert, vor allem im Erdgasgeschäft vor der Küste. Das geförderte Gas wird überwiegend für die Stromversorgung im Land genutzt. Zeitweise erhielten die Unternehmen dafür Öl als Gegenleistung, das sie exportieren durften – ein Tauschgeschäft, um die Sanktionen zu umgehen. Diese Praxis ist inzwischen weitgehend zum Erliegen gekommen. Die USA untersagten zuletzt solche Tauschgeschäfte mit venezolanischem Öl, sodass Eni und Repsol auf dem geförderten Gas sitzen bleiben. Wer könnte künftig in Venezuelas Ölindustrie investieren? Nach Einschätzung von Analysten könnten zunächst jene Unternehmen investieren, die bereits im Land präsent sind oder dort über Erfahrung verfügen. Ein Wiedereinstieg wäre jedoch nur wirtschaftlich, wenn Sanktionen gelockert würden und sich die politische Lage stabilisierte. Die US-Regierung hat allerdings erklärt, dass die bestehenden Sanktionen gegen Venezuelas Ölindustrie vorerst aufrechterhalten bleiben sollen, um Einfluss auf das Land nehmen zu können. Für einen substanziellen Ausbau der Förderung wären erhebliche Investitionen nötig. Branchenexperten schätzen, dass allein zur Steigerung der Produktion auf etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag Mittel von rund sieben Milliarden Dollar erforderlich wären. Um langfristig wieder zwei Millionen Barrel pro Tag zu erreichen, könnten sich die notwendigen Investitionen auf 15 bis 20 Milliarden Dollar summieren. Neben den Produzenten spielen auch die Verarbeiter von Öl eine wichtige Rolle. An der US-amerikanischen Golfküste haben sich mehrere Raffinerien auf die Verarbeitung von schwerem Rohöl spezialisiert. Viele dieser Anlagen wurden über Jahrzehnte hinweg gezielt auf venezolanisches Öl ausgelegt. US-Raffineriebetreiber wie Valero, Phillips 66 oder Marathon Petroleum gelten daher als potenzielle Profiteure eines größeren Angebots aus Venezuela. Waren die Ölkonzerne in Trumps Pläne eingebunden? Nach Recherchen des "Wall Street Journal" wurden Chevron und andere Energieunternehmen vor dem US-Militäreinsatz nicht über die Pläne der Regierung informiert. Trumps Ankündigung, große US-Konzerne würden nun "Milliarden von Dollar" investieren, kam für die Branche überraschend. Keiner der großen Ölkonzerne hat bislang konkrete Investitionspläne für Venezuela angekündigt. ConocoPhillips erklärte, es sei verfrüht, über künftige Geschäftsaktivitäten zu spekulieren. Chevron teilte mit, man halte sich strikt an die bestehenden Sanktionen und Genehmigungen. An den Finanzmärkten wurden Trumps Ankündigungen dennoch schnell eingepreist: Aktien von Unternehmen, die als mögliche Profiteure eines Wiederaufbaus gelten, legten zu. So verzeichneten die Papiere von Chevron, ConocoPhillips sowie von Ölfelddienstleistern und Raffineriebetreibern am Montag teils deutliche Kursgewinne. Welche Rolle spielt China für Venezuelas Öl? China ist derzeit der wichtigste Abnehmer venezolanischen Rohöls. Schätzungen zufolge gehen bis zu 80 Prozent der venezolanischen Ölexporte nach China, häufig über Zwischenstationen wie Malaysia . Allerdings machen die Lieferungen nur einen kleinen Teil der gesamten chinesischen Importe aus. Außerdem soll die Volksrepublik große Mengen sanktionierten Öls in schwimmenden Lagern horten und so für Monate abgesichert sein. Ein anderes Land ist deutlich abhängiger. Kuba deckt Schätzungen zufolge rund 30 Prozent seines Ölbedarfs mit Lieferungen aus Venezuela. Diese Importe gelten als zentral für die Energieversorgung der Insel. Fielen sie weg, hätte das drastische Folgen für das kommunistisch regierte Land. In den vergangenen Jahren waren die Lieferungen bereits deutlich zurückgegangen. Wie schnell könnte die Förderung steigen? Fachleute halten schnelle Erfolge für unrealistisch. Selbst bei günstigen politischen Rahmenbedingungen würde es Monate bis Jahre dauern, marode Anlagen zu reparieren, Fachkräfte zurückzuholen und neue Investitionen umzusetzen. Vergleiche mit anderen Ländern zeigen, dass der Wiederaufbau einer angeschlagenen Ölindustrie langwierig ist. Nach der US-Invasion und dem Regimewechsel im Irak dauerte es Jahre, bis die Ölproduktion wieder das Vorkriegsniveau erreichte.





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