An der Seite von Buddy Holly wurde er berühmt, mit "I Fought the Law" weltweit bekannt. Nun ist der US-Songwriter Sonny Curtis im Alter von 88 Jahren gestorben. An der Seite von Buddy Holly ist Sonny Curtis in den 1950er-Jahren bekannt geworden. Auch in Deutschland kennt man seine Musik – etwa durch den vielfach gecoverten Song "I Fought the Law", "Walk Right Back" und dem Titelsong der "Mary Tyler Moore Show" – "Love is all around". Nun ist der US-Songwriter im Alter von 88 Jahren gestorben. Laut Angaben seiner Tochter, die einen kurzen Beitrag auf Facebook postete, starb Curtis am Freitag nach einer plötzlichen Erkrankung. "Ich bin so dankbar, dass ich am Ende zusammen mit meiner Mutter bei ihm sein konnte. Es war friedlich und er musste nicht leiden", hieß es darin. Er habe "ein außergewöhnlicheres Leben als jeder andere, den ich je getroffen habe", geführt und die Welt "und die Herzen aller, die ihn kannten, geprägt". Es sei ein trauriger Tag, schrieb seine Tochter. "Mögen wir mit Freude statt in Trauer auf sein Leben zurückblicken. Das hätte er sich gewünscht." Curtis war nicht nur Gitarrist, Sänger und Texter, sondern ein stiller Architekt des Rock-n-Roll. Schon als Teenager stand er mit Buddy Holly auf der Bühne, später trat er Hollys Band, den Crickets, bei. Nach dem Flugzeugabsturz im Jahr 1959, bei dem Holly ums Leben kam, übernahm Curtis die Rolle des Frontmanns in seiner Band. Vom Texaner zum Taktgeber Geboren wurde Curtis 1937 in Texas in eine musikalische Familie. Seine Onkel spielten in einer Bluegrass-Gruppe, den Mayfield Brothers. Mit 15 lernte er Buddy Holly kennen, mit dem er bald als Vorgruppe von Elvis Presley , Johnny Cash und Carl Perkins auftrat. Nach einem kurzen Abstecher in die Band von Slim Whitman kehrte Curtis 1958 zu den Crickets zurück – nur Monate vor dem tragischen Absturz. Curtis blieb bei der Band und steuerte Songs bei, die zunächst wenig Beachtung fanden, später aber Weltruhm erlangten. "I Fought the Law" wurde erst durch die Bobby Fuller Four ein Hit, später griffen auch The Clash den rebellischen Song auf. Auch "More Than I Can Say", das Curtis gemeinsam mit Schlagzeuger Jerry Allison schrieb, erlangte erst Jahre später durch Bobby Vee und Leo Sayer größere Bekanntheit. Ein Lied für Mary Tyler Moore Sein wohl bekanntester Beitrag zur Popgeschichte war jedoch "Love Is All Around", das Titellied zur "Mary Tyler Moore Show". Der Song entstand 1970, als Curtis ein vierseitiges Konzept für die neue Serie vorgelegt bekam – eine junge Frau zieht nach Minneapolis, beginnt ein neues Leben in einer Redaktion und kann sich kaum ihre Wohnung leisten. Auch während seines Wehrdienstes blieb Curtis produktiv: "Walk Right Back" schrieb er in der Grundausbildung, spielte es während eines Kurzurlaubs seinem Bandkollegen Jerry Allison vor, der es den Everly Brothers weiterreichte – ein weiterer Top-10-Hit war geboren. Jahrzehntelange Karriere und späte Ehrung Curtis blieb der Musik über Jahrzehnte hinweg treu. Er schrieb weiter Songs, trat als Solokünstler und mit den Crickets auf und war bis ins hohe Alter aktiv. Zu seinen weiteren Titeln zählen "The Straight Life", bekannt durch Glen Campbell, sowie "A Fool Never Learns" und "I’m No Stranger to the Rain". 1991 wurde er für sein Lebenswerk in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Er habe Generationen von Musikern beeinflusst, heißt es in Reaktionen aus der Branche. Viele von Curtis’ Songs wurden über Jahrzehnte hinweg immer wieder neu interpretiert – von Tom Petty bis Green Day.