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Август
2025

Peinlicher Sieg im Königsdörffer-Limbo 

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Der ewige Reiz der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals liegt nicht im Duell Klein gegen Groß, sondern in der Möglichkeit, dass einer der „Großen“ scheitert. Da sollte es für eine zünftige „Pokalüberraschung“ schon ein genügend „Kleiner“ sein. Wenn, wie am Freitag geschehen, der SV Werder an einem Zweitligisten scheitert, dann ist das keine richtige „Pokalsensation“, denn erstens geschieht das den Grün-Weißen in schöner Regelmäßigkeit (14. Pokal-Erstrundenaus), und zweitens war der Gegner auf der anderen Seite schließlich auch der Pokalfinalist des Vorjahres, der mittlerweile sogar die 2. Bundesliga anführt. 

Mehr als „Überraschungscoup“ taugt da schon das samstägliche Geschehen in Pirmasens. Der Oberligist hatte den Hamburger Sportverein, Gegner der Borussia am kommenden Wochenende, wirklich am Rand einer Niederlage. Der HSV glich erst in der Nachspielzeit aus und rettete sich in die Verlängerung, in der man den Oberligist durch Königsdörffer doch noch bezwingen konnte. Doch das etwas schmeichelhafte Weiterkommen focht Matchwinner Königsdörffer nicht nachhaltig an. Er attestierte dem Kontrahenten eine ordentliche Leistung und sagte mit Ausblick auf den kommenden Gegner Borussia Mönchengladbach, da würde es „auf keinen Fall so schwer wie heute“. Auch ungeachtet aller Überlegungen, dass von Fußballprofis nach 120 Minuten je nach kognitiver Prädisposition nicht unbedingt geistreiche Analysen zu erwarten sind, ließ das schon aufhorchen. Nahm da jemand den kommenden Gegner auf die leichte Schulter? Konnte man das Zitat in der Gladbacher Kabine vielleicht als Motivationshilfe aushängen? Drei Minuten nach dem Start der Gladbacher Pokalbegegnung gegen den Oberligisten SV Atlas Delmenhorst bekam man eine Ahnung, dass das vielleicht doch nicht so eine ganz steile These sein musste. 

Da hatte der krasse Außenseiter nämlich die erste gute Gelegenheit in Form eines gar nicht so fernen Fernschusses, und es sollte beileibe auch nicht die letzte Gelegenheit sein. Dabei hatte die Aufstellung der Borussia sicherlich nur wenigen Anhängern Anlass zur Krittelei gegeben. Viele hatten bis zuletzt gemutmaßt, den „ewigen“ Weigl trotz Verlust seiner Mannschaftsämter in der Startelf zu sehen, aber Reitz und Sander bildeten die Doppelsechs, Ullrich erhielt doch den Vorzug vor Netz und Hack rückte auch wieder auf seine angestammte Position auf der Außenbahn. Vorne in der Mitte sollte erwartungsgemäß Tabaković den neu ernannten ersten Kapitän der Borussia vertreten. In der Viererkette ersetzte ebenfalls wie vermutet Diks den abgewanderten Itakura, aber da sind wir schon beim entscheidenden Punkt angelangt: Itakura war gar nicht das Hauptproblem in der Abteilung Defensivverhalten der Borussia, und deshalb ändert sich auch mit dem Austausch gegen Diks nichts am Kernproblem Borussias. Es gelingt weiterhin nicht, ein stabiles Defensivverhalten an den Tag zu legen; es gelingt nicht, eine vernünftige Einstellung für das Spiel gegen den Ball zu etablieren. Diesmal stellte sich mal wieder Elvedi tölpelhaft beim ersten Ausgleich an, und als Chiarodia für den verletzten Diks in der zweiten Hälfte den Dienst in der Innenverteidigung versah, gab es auch von ihm gleich reihenweise Wackeligkeiten zu bestaunen. Wohlgemerkt gegen einen Fünftligisten, der sich natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten redlich mühte, aber der keineswegs überragende Klasse an den Tag legte. Dennoch kam er auch noch zu einem zweiten Treffer, dieses Mal nach einem völlig unnötigen, aber dafür veritablen Querschläger von Honorat. Und so ging man nach zwei Treffern von Robin Hack mit einem Unentschieden in die Kabine, und es war jetzt nicht so, dass man von einem völlig ungerechten Ergebnis sprechen konnte. Denn offensiv war das einfach nicht zielgerichtet und mit zu wenig Tempo vorgetragen, wenn man einer kurzen Phase nach dem ersten Gegentreffer bis zur erneuten Führung einmal absieht. Rocco Reitz leistete sich, etwas überdreht, diverse völlig unnötige Ballverluste, war damit aber nur auffälliger als der ebenso ungenau agierende Rest des Kaders.  

Wer gedacht hatte, in der zweiten Halbzeit würde sich der Bundesligist mit einer veränderten Einstellung ein Stück weit rehabilitieren und ein ansatzweise standesgemäßes Ergebnis einfahren, der sah sich getäuscht. Zwar gestattete man dem Gegner nicht mehr die ganz großen Gelegenheiten, brachte sich aber mehrmals durch unklare Aktionen in die Bredouille. Vorne erspielte man sich reihenweise Chancen, die man aber bisweilen kläglich liegen ließ. Rocco Reitz traf aus fünf Metern in einer schönen Reminiszenz an den jüngst verstorbenen Frank Mill nur den Pfosten; Oscar Fraulo schoss den Ball aus identischer Position später einfach gleich ganz am Tor vorbei. Und dazwischen stand Tabaković mit einer derartigen Häufigkeit im Abseits, dass man sich schon fragen muss, warum ein Bundesligastürmer offensichtlich gegen die Abwehr eines Fünftligisten wirklich jeden möglichen Zentimeter Vorsprung braucht. Immerhin schaffte man noch einen Siegtreffer durch Elvedi.   

Dieser Sonntagnachmittag lässt einen etwas ratlos zurück. Vielleicht sollte man einfach dankbar sein, dass man sich nicht wie sonst gerne genommen auch noch ein weiteres Tor gefangen und damit eine Nachspielzeit eingehandelt hat. Vielleicht sollte man darauf verweisen, dass man natürlich diverse beste Gelegenheiten hatte, die, wenn man nicht alle eher fahrlässig hätte liegen gelassen, für ein halbes Dutzend Tore locker gereicht hätten. Aber dann blieben immer noch die zwei Gegentore, und die hat man nicht zufällig gefangen. Und abseits der Chancenverwertung: Die Passgenauigkeit war unterirdisch, es mangelte (mal wieder, zum wievielten Male schreiben wir das an dieser Stelle?) an der richtigen Einstellung gegen einen erwartbar agierenden Gegner. In der kommenden Woche werden wir Borussias Gebaren auf dem Transfermarkt in diesem Sommer genauer unter die Lupe nehmen. Wir haben Fragen – auch und gerade angesichts der Vorstellung am heutigen Sonntag. Am nächsten Sonntag wird es nämlich auf keinen Fall so schwer wie heute. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es noch etwas schwerer. 






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