Schon drei Tage nach dem Spiel im DFB-Pokal muss Mainz in der Conference-League-Qualifikation antreten. Christian Heidel ist deshalb wütend. Mainz 05 startet mit Wut im Bauch in die neue Pflichtspielsaison. Nur drei Tage vor dem Europapokal-Auftritt in Norwegen mussten die Rheinhessen am Montagabend im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden ran – sehr zum Ärger von Sportvorstand Christian Heidel . Am Sky-Mikrofon äußerte sich der 62-Jährige mit deutlichen Worten zur späten Terminierung der Partie in Dresden. "Was da passiert ist, ist für mich eine Farce", sagte Heidel. "Die Abteilung des DFB hat sich einfach um nichts bemüht. Sie haben versucht, diesen Termin durchzudrücken, kein Mensch weiß, warum." Conference League schon am Donnerstag Mainz trifft bereits am Donnerstag im Hinspiel der Conference-League-Playoffs auf Rosenborg Trondheim. Die Verantwortlichen des Klubs hatten sich daher frühzeitig für einen früheren Pokaltermin starkgemacht. Heidel sagte, man habe klar signalisiert, dass man gerne am Freitag oder Samstag spielen würde. "Wir haben alles versucht, ich habe nicht einen Hinweis bekommen, dass die Herren vom DFB sich bemüht haben, eine Lösung zu finden", schimpfte der Mainzer Sportvorstand und bezeichnete die Verbandsverantwortlichen als "Schreibtisch-Akrobaten". Grund für die späte Ansetzung war das am Wochenende zuvor stattfindende Dresdner Stadtfest sowie damit verbundene behördliche Sicherheitsvorgaben. Das Bundesgericht, vor das die Mainzer Ende Juli als letzte Instanz gezogen waren, "muss ich rausnehmen, die haben 18 Tage versucht, eine Lösung zu finden. Aber es war rechtlich keine Lösung möglich, weil ein paar Herren beim DFB einfach ganz, ganz tief geschlafen haben", sagte Heidel, der die Ansetzung bereits im Juni als "alles andere als günstig" bezeichnet hatte. Als internationaler Vertreter gehe es "um den deutschen Fußball, das habe ich nicht verstanden. Ich habe bis heute keine Erklärung."