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Сентябрь
2023

Bildung: Debatte über Zukunft des Gymnasiums: Bürgerforumstreffen

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Seit Jahren gibt es im Südwesten Forderungen nach einer allgemeinen Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Eltern wollen die Politik per Initiative zwingen, die gibt zumindest ein wenig dem Druck nach. Zufällig ausgewählte Bürger sollen die Lage entschärfen.

Im langen und emotionalen Streit um den Weg zum Abitur an allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg ist das sogenannte Bürgerforum G8/G9 in Stuttgart erstmals zusammengekommen. In den kommenden Wochen sollen 64 zufällig ausgewählte Personen darüber diskutieren, wie lange das Abitur künftig dauern soll.

Die Männer und Frauen, viele mit anderen Schulabschlüssen, sollen auch mit Experten, Verbänden und Betroffenen sprechen und dann der grün-schwarzen Landesregierung Anfang Dezember eine Empfehlung abgeben. Bindend ist sie aber nicht. "Das hilft, die Entscheidung der Landesregierung zu G8/G9 im ersten Halbjahr 2024 vorzubereiten", sagte Barbara Bosch, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, zum Auftakt am Samstag. Das letzte Wort in der Frage nach G8 oder G9 hat der Landtag.

Nach dem Treffen in Präsenz sind noch mehrere Videokonferenzen geplant. Themen der Runde sollen unter anderem die psychische Belastung von Schülerinnen und Schülern im achtjährigen oder neunjährigen Gymnasium und die jeweils benötigten Finanzmittel werden. Dutzende Verbände und Interessengruppen waren schon im Vorfeld des ersten Treffens beteiligt, darunter Schüler, Eltern, Lehrer und Rektoren - aber auch Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmerverbände und Landtagsfraktionen.

Derzeit ist in Baden-Württemberg das achtjährige Gymnasium Standard. Es war einst eingeführt worden, um die Schüler international wettbewerbsfähiger zu machen. G9 gibt es nur noch als Modellprojekt an 44 staatlichen Schulen und an einigen Privatschulen. Über eine Rückkehr zu G9 wird seit langem diskutiert und gestritten, Grün-Schwarz hat aber im Koalitionsvertrag vereinbart, keine Strukturdebatten führen zu wollen.

Dennoch zeigte sich die Landesregierung unter dem Druck der Debatte erstmals Mitte Juni offen für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Man habe sich innerhalb der Koalition darauf geeinigt, diese Frage in einem Bürgerforum beraten zu lassen - mit offenem Ergebnis, hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) damals mitgeteilt.

Eine Elterninitiative sammelt seit November zudem Unterschriften für einen Volksantrag für die Rückkehr zum Abitur erst nach 13 Jahren. Allerdings fehlen ihr nach eigenen Angaben noch knapp 7000 der erforderlichen 39.000 Unterschriften, die bis Anfang November gesammelt, bestätigt und eingereicht werden müssen.

Das Bürgerforum sei zu diesem Zeitpunkt überflüssig, sagte Anja Plesch-Krubner, eine der beiden Initiatorinnen, der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist ja alles gesagt, alle Argumente sind ausgetauscht." Der demokratische Wert liege lediglich darin, dass das Thema durch das Forum in die Öffentlichkeit getragen werde. Außerdem sei die Empfehlung des Forums anders als der Volksantrag nicht politisch bindend.

Aus Sicht der "Rückkehrer" können die Herausforderungen der Zukunft auch an den Schulen nur mit G9 behandelt werden. Zusätzliche Stunden seien zentral, um Schülerinnen und Schüler auf die Gesellschaft der Zukunft vorzubereiten, argumentieren unter anderem die Gymnasiallehrer- und lehrerinnen. Es brauche mehr Informatikunterricht und wegen des abgesenkten Wahlalters auf 16 Jahre bei Kommunal- und Landtagswahlen auch mehr Zeit für Gemeinschaftskunde in der Mittelstufe. Zudem fehle seit der Einführung von G8 die Zeit für Sportvereine, Musikvereine oder ein Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Landtagsopposition aus SPD, FDP und AfD ist geschlossen für G9 und kritisierte die Bürgerbeteiligung. Für die SPD ist das Forum ein "Feigenblatt", FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke bezeichnete sie erst am Donnerstag erneut als "Laberrunde".

Probleme könnte bei G9 aber vor allem die Personallage machen. Nach Angaben des Kultusministeriums wären rund 1400 Stellen für Lehrkräfte zusätzlich nötig. Die Schulträger, also die Städte und Gemeinden, warnen zudem vor den Investitionen, die eine Rückkehr zu G9 auslösen würde.






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